Helena von Bulgarien                     Kaiserin von Nikäa
--------------------------
1226 nach 1235
 

Älteste Tochter des Zaren Ivan II. Asen von Bulgarien aus seiner 2. Ehe mit der Maria von Ungarn, Tochter von König Andreas II.
 

Thiele, Andreas: Tafel 382
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

HELENE
-------------
   

 1235
  oo THEODOR II. LASKARIS, Kaiser von Nikaia
            1258



Norwich John Julius: Band III Seite 230
****************
"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Da Roberts Bruder und Nachfolger Balduin II. erst 11 Jahre alt war, mußte erneut jemand für die Regentschaft gefunden werden. Zunächst fiel die Wahl der Adligen Konstantinopels auf Roberts Schwester Maria; sie war nach dem Tod ihres Ehemannes, Kaiser Theodor Laskaris, in die Hauptstadt zurückgekehrt. Allein, sie starb bereits nach wenigen Monaten, so dass die Suche von neuem anhob. Da trat als etwas überraschender Anwärter Johannes Asen von Bulgarien auf den Plan. Er schlug eine dynastische Heirat zwischen seiner Tochter Helena und Balduin vor, wollte das Reich unter seinen Schutz stellen und alle eroberten Gebiete, einschließlich Thessalonike, zurückerstatten.
Es kam zum Bruch. Mit der rasch erfolgten Zustimmung des Patriarchen von Nikäa, dem sich auch jene von Jerusalem, Alexandria und Antiochia anschlossen, wurde das orthodoxe bulgarische Patriarchat mit Sitz in Trnowo wieder ins Leben gerufen; drei Jahre später unterzeichnete Johannes Asen in Gallipoli einen Bündnisventag mit Nikäa, der in Lampsakos durch die Heirat seiner Tochter Helena - die Ehe mit Balduin war sieben Jahre zuvor nicht zustande gekommen - mit Johannes Vatatzes' Sohn Theodor II. Laskaris besiegelt wurde. Im Spätsommer des Jahres 1235 standen die vereinigten orthodoxen Streitmächte vor den Mauern von Konstantinopel und belagerten die Stadt zu Wasser und zu Lande.
Als jedoch im darauffolgenden Jahr die Belagerung wieder aufgenommen wurde, wäre Konstantinopel mit Sicherheit dem Untergang geweiht gewesen, hätte Zar Johannes Asen, dem eines Morgens bewußt wurde, dass ein starkes griechisches Reich Bulgarien weit gefährlicher sein würde als ein erschöpftes lateinisches, nicht plötzlich einen Sinneswandel durchgemacht. Er ließ die Belagerung einstellen und schickte sogar eine Gesandtschaft nach Nikäa, um Kaiserin Helena zurückzuholen.
 
 
 
 

 1235
  oo Theodor II. Laskaris Kaiser von Nikäa
       1222 24.12.1258
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band III Seite 230 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 382 -