Helena Dragas von Serbien            Kaiserin von Byzanz
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um 1370/75 23.3.1450
 

Tochter des Fürsten Konstantin Dragasevic von Serbien aus seiner 1. Ehe mit der Kerathamar von Bulgarien, Tochter von Zar Iwan V. Alexander
 

Thiele, Andreas: Tafel 369
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

HELENE
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    1450 als Nonne Hypomone

 1392
  oo MANUEL PALAIOLOGOS, Kaiser von Byzanz
             1425



Runciman Steven: Seite 20,23,52,56-59
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"Die Eroberung von Konstantinopel 1453"

Der Kaiser widerrief die Union nicht, ließ aber unter dem Einfluß seiner Mutter, der Kaiserin Helena, davon ab, auf ihre Durchführung zu drängen.
Im Kreis seiner Familie konnte Johannes VIII. einzig seiner Mutter, der greisen Kaiserin Helena vertrauen, und sie schätzte seine Politik nicht.
Der verstorbene Kaiser Johannes VIII. war der älteste der sechs Söhne Manuels II. und der Kaiserin Helena, die ihrerseits die Tochter eines in Makedonien begüterten serbischen Fürsten und seiner griechischen Gemahlin war.
Als Johannes starb, befand sich Konstantin in Mistra, doch Thomas war zu einem Besuch nach Konstantinopel unterwegs. Er traf am 13. November 1448, genau zwei Wochen nach dem Tod des Kaisers dort ein, und zwar eben zur rechten Zeit, denn ihr Bruder Demetrios, der aus Selymbria herbeigeeilt war, hatte bereits Anspruch auf den Thron erhoben. Er hoffte auf die Unterstützung der Feinde der Kirchenvereinigung. Aber nach dem Verfassungsbrauch ging in Abwesenheit eines gekrönten Kaisers die Herrschergewalt auf die gekrönte Kaiserin über. Die greise Kaiserin-Mutter setzte ihre Autorität ein und bestand auf der Thronerhebung Konstantins, ihres ältesten überlebenden Sohnes, und die öffentliche Meinung unterstützte sie. Demetrios' Hoffnungen schwanden, und als Thomas eintraf, gestand er seie Niederlage ein und bekannte sich ebenfalls zu Konstantin. Phrantzes  wurde von der Kaiserin zu Sultan Murad gesandt, um ihm die Thronbesteigung ihres Sohnes anzuzeigen und Murad erteilte huldvoll seine Billigung.
Konstantin erachtete sich an die von seinem Bruder in Florenz eingegangenen Verpflichtungen gebunden. Aber er ergriff vorerst keine drastischen Maßnahmen. Dies war wahrscheinlich dem Einfluß seiner Mutter zuzuschreiben, auf die er sich in hohem Maß verließ. Ihr Tod am 23. März 1450 war für ihn ein grausamer Verlust.

Norwich John Julius: Band III Seite 399,408,419
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Mitte Januar 1392 kehrte Kaiser Manuel II. nach Konstantinopel zurück. Und am Samstag, dem 10. Februar, fand die Trauung mit Helena Dragasch statt, einer Tochter des serbischen Prinzen Konstantin von Serres und wie Manuel Vasall des Sultans. Der Hochzeit folgte tags daruf die gemeinsame Krönung.
Also verließ Kaiser Manuel am 10. Dezember 1399 Konstantinopel in Begleitung von Boucicault, Kaiserin Helena und ihren zwei kleinen Söhnen, dem siebenjährigen Johannes und seinem damals wahrscheinlich nicht mehr als vier, fünf Jahre alten Bruder Theodor. Die Tatsache, daß Helena mit ihren Kindern nicht in Konstantinopel blieb, sondern in der Morea bei Manuels Bruder, zeigt deren wahre Gefühle Johannes VII. gegenüber deutlich genug; die Versöhnung war gut und recht, doch falls der Regent sich entschloß, Schwierigkeiten zu machen, bestand zumindest nicht die Gefahr, daß er die kaiserliche Familie als Geisel nahm.
Manuel bestand darauf, in der Morea anzulegen, um die Kaiserin Helena und die Kinder an Bord zu nehmen und sich mit seinem Bruder Theodor zu besprechen. Erst am 9. Juni 1403 trafen sie endlich in Konstantinopel ein, in Begleitung von Johannes VII., der ihnen nach Gallipoli entgegengeritten kam. Seit ihrer Abreise waren genau dreieinhalb Jahre vergangen.
 
 
 
 

10.2.1392
  oo Manuel II. Palaiologos  Kaiser von Byzanz
      1350 21.7.1425
 
 
 
 

11 Kinder:

  Johannes VIII.
  21.7.1391 31.10.1448

  Theodor II. Despot von Misathra (1407-1443)
  1393/94 1448

  Andronikos
  nach 1404 4.3.1429

  Konstantin XII. Dragases
  8.2.1404 29.5.1453

  Demetrios Despot von Misathra (1443-1460)
   um 1404 Herbst 1470

  Thomas Despot von Morea
  1409 12.5.1465
 
 
 
 

Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band III Seite 399,408,419,460 - Runciman Steven: Die Eroberung von Konstantinopel 1453 C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1966 Seite 20,23,52,56-59,215, 231 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 369 -