Euphrosyne Dukaina-Kamaterina      Kaiserin von Byzanz
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um 1155/60 um 1212
 

Tochter des Andronikos Dukas-Kamaterios
 

Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 1427
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Vatatzes
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Ob Kaiser Johannes III. Dukas Vatatzes, der 1221 die Macht ergriff, einem Verhältnis der Kaiserin Euphrosyne Dukaina Kamatera (oo Alexios III. Angelos) entsproß, ist unsicher.



Thiele, Andreas: Tafel 204
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXIOS III.
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     nach 1211 im Gefängnis
 

  oo EUPHROSYNE DUKAINA-KAMATERINA
              um 1211

Tochter des Andronikos Dukas-Kamaterios

Sie war haltlos und herrschsüchtig.



Norwich John Julius: Band III Seite 211
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Am Abend stahl Kaiser Alexios III. sich klammheimlich aus der Stadt. Seine Lieblings-Tochter und ein paar weitere Frauen sowie 10.000 Pfund in Gold und einen Beutel mit Edelsteinen ausgenommen, ließ er alles zurück, auch seine anderen Kinder und seine Frau; sie hatten mit ihrem künftigen Los allein zurechtzukommen.
Alexios V. fürchtete auch, gefangen zu werden, und wollte nicht wie ein Stück Brot auf dem Tisch vor den Kinnladen der Lateiner liegen. Darum begab er sich in den Großen Palast. Er holte die Kaiserin Euphrosyne, die Gattin des Kaisers Alexios III., und ihre Tochter Eudokia, zu der er schon früher in Liebe entbrannt war - denn er jagte seit seinem ersten Bart unersättlich immer neuen Liebesgenüssen nach und hatte zwei rechtmäßige Gattinnen gesetzwidrig verstoßen -, bestieg mit ihnen den Kahn und verließ die Stadt, nachdem er zwei Monate und 16 Tage Kaiser gewesen war.
Die drei suchten Zuflucht in Thrakien bei Ex-Kaiser Alexios III., wo Alexios V. und Eudokia ordnungsgemäß heirateten und der Kaiser seine Truppen für den Gegenangriff um sich zu scharen begann.

Runciman, Steven: Seite 888
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Der neue Kaiser, Alexios III., war kaum fähiger als sein Bruder. Aber die inländischen Angelegenheiten blieben seiner Gemahlin Euphrosyne überlassen, die ebenso ausschweifend war und sich ebenso bestechlicher Beamter bediente wie ihr abgesetzter Schwager.

Browning Robert: Seite 136
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"Byzanz. Roms goldene Töchter. Die Geschichte des Byzantinischen Weltreiches."

Die Wahl der Verschwörer fiel auf seinen älteren Bruder Alexios III. Angelos, der sich nach seiner Großmutter lieber 'Komnenos' nannte. Alexios III. galt als vergnügungssüchtige Null, er wurde zudem von seiner zielstrebigen, aber unverständigen Frau Euphrosyne beherrscht. Euphrosynes Schwager Michael Stryphnos, der Oberkammandierende der Flotte, tat sich durch den Verkauf von Schiffen hervor. Das Geld steckte er in die eigene Tasche zu einem Zeitpunkt, als die venezianische Flotte im Jahr 1203 schon unterwegs war, um Konstantinopel anzugreifen.

Csendes Peter: Seite 194
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"Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht."

Irene Angelina erlitt eine Fehlgeburt, man wollte von einer Zwillingsgeburt wissen, und verstarb im Wochenbett am 27. August. Im Benediktinerkloster Lorch wurde sie zur letzten Ruhe gebettet. Ihre Kleider und ihren Schmuck hatte sie dem Dom von Speyer geschenkt und dort auch Gedenktage für ihre Lieben - für ihre Eltern Isaak und Irene sowie ihre Geschwister Manuel und Efrosina - gestiftet.
 
 
 
 

  oo Alexios III. Angelos Kaiser von Byzanz
       um 1150 nach 1211
 
 
 
 

Kinder:

 Eudokia
      nach 1208

    1191-1201
  1. oo Stephan II. König von Serbien
               1227

  2. oo Alexios V. Dukas-Murzuphlos
                Ende 1204

  3. oo Leon Sguros Tyrann von Korinth
               1208

  Anna
       1212

  1. oo Isaak Komnenos
             

  2. oo Theodor I. Laskaris Kaiser von Nikäa
               1222

  Irene
    

  1. oo Andronikos Kontostephanos
                um 1196

    1200
  2. oo Alexios Paläologos
               
 
 
 
 

Literatur:
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Browning Robert: Byzanz. Roms goldene Töchter. Die Geschichte des Byzantinischen Weltreiches. Gustav Lübbe Verlag GmbH Bergisch Gladbach 1982 Seite 136 - Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 Seite 194 - Heilig, Konrad Josef: Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart 1944 Seite 222 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band III Seite 211 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 888 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 204 -