Liutgard von Kärnten                                Markgräfin auf dem bayerischen Nordgau
---------------------------                              Gräfin von Grögling-Hirschberg
    -9.7.1119
     (18.3.1119 Isenburg)

Tochter des Herzogs Berthold I. von Zähringen aus seiner 1. Ehe mit der Richwara von Babenberg, Tochter von Herzog Hermann IV. von Schwaben
 

Fenske Lutz: Seite 158
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"Adelsopposition"

Nach der demonstrativen Trennung von seinem kaiserlichen Vater wandte sich HEINRICH V. nach Bayern, wo ihn bereits ein Kreis Hochadliger vom bayerischen Nordgau, mit dem er schon zuvor in Verbindung gestanden hatte, erwartete. Diese Fürsten, zu denen Markgraf Diepold II., Graf Berengar von Sulzbach und Otto von Habsberg-Kastl gehörten, werden nicht nur durch ihre Mittäterschaft an einem kaiserfeindlichen Aufruhr in einem politischen Zusammenhang gerückt, sondern waren auch verwandtschaftlich miteinander verbunden. Darüber hinaus aber vereinte sie ein religiös-kirchlich begründetes Gemeinschaftsbewußtsein, da Berengar, Graf Friedrich von Habsberg-Kastl, sein Sohn Otto und die Mutter Diepolds, Liutgard, gemeinsam Stifter des Klosters Kastl waren, das 1103 durch Mönche Hirsauer Observanz besiedelt wurde. Es darf also nicht übersehen werden, dass schon in der Anfangsphase des Aufstandes HEINRICHS V. gegen seinen Vater ein Wirkungszusammenhang zwischen einer oppositionellen Adelsbewegung unter Einschluß des Kaiser-Sohnes und der kirchlichen Reformpartei bestand, und dass einzelne Impulse dazu auch von diesem Kloster ihren Ausgangspunkt genommen haben werden. Auch für den jungen König sind die personellen Verbindungen im Umkreis des neu gegründeten Reformklosters von großer Bedeutung gewesen, denn Liutgard war eine Schwester Bischof Gebhards III. von Konstanz.

Heyck Dr. Eduard: Seite 107
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"Geschichte der Herzöge von Zähringen"

Bertolds einzige Tochter hieß Liutgard (Lütgard) und wurde die Mutter des Grafen Theobald, dessen Tochter Adelheid FRIEDRICH BARBAROSSA in erster Ehe zur Gemahlin hatte. So viel teilt unmittelbar der schon erwähnte zähringisch-staufische Stammbaum des 12. Jahrhunderts mit. Liutgard war also die Gemahlin des Markgrafen Diepold vom Nordgau, der 1078 auf HEINRICHS IV. Seite bei Mellrichstadt fiel. Mehr noch um dieser Parteistellung Diepolds gegen den Schwiegervater willen, als wegen des überlebenden Sohnes wird die Schließung dieser Ehe um etliche Zeit vor 1078 zurückzuverlegen sein, so dass nach dem über Bertolds I. beide Ehen Gesagten auch Liutgard als eine Tochter aus erster Ehe zu betrachten ist, und zwar als wahrscheinlich an Jahren ihren beiden nunmehr zu besprechenden Brüdern vorausgehend. - Möglicherweise, aber unwahrscheinlich ist sie an einem 9. August (und dann nach 1093) gestorben [Das Totenbuch von St. Peter MG Necr. I 336 nennt zu diesem Tage eine "Liutgard, Tochter Bertholds". Wenn nun aber auch "Bertolds Schwester, die Gräfin Liutgard" schon ibid. 335 vorkommt und also mit jener nicht dieselbe ist, so wird doch der Eintrag zum 9. Aug. schwerlich auf die ältere Liutgard zu beziehen sein, sondern eher auf eine sonst unbekannte, wohl jung verstorbene Tochter Bertolds III. oder IV.] .
 
 
 
 

  1. oo Diepold II. Markgraf auf dem bayrischen Nordgaus
                  -7.8.1078

  2. oo Ernst I. Graf von Grögling-Hirschberg
                 - um 1098 (12.11.1096/97 Isenburg)
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Diepold III.
         -8.4.1146

  Konrad
         -

  Berthold I. Markgraf von Giengen
         -7.4.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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