Partenheimer Lutz: Seite 71,95,122,236,298
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Dessen Neffe Rudolf vertrat als letztes männliches Mitgleid weltlichen Standes im stadischen Hause die welfische Sache und Rudolfs Schwester Liutgard, Gemahlin Pfalzgraf Friedrichs von Sachsen, beanspruchte möglicherweise Besitz ihrer Tante Irmgard als Erbe, an dem Bernhard von Plötzkau Interesse gehabt haben könnte.
Die Grafenrechte, die der Dompropst Hartwig als Geistlicher nicht ausüben konnte, sollte der damals wohl nicht von Hartwigs Schwester Liutgard geschiedene Pfalzgraf Friedrich von Sachsen an Stelle des letzten STADERS übernehmen.
Dann wurde in der Nacht vom 29. auf den 30. des gleichen Monats Graf Hermann von Winzenburg auf dieser Feste mit seiner schwangeren Gemahlin Liutgard von Stade erschlagen [1040 Anstifter des Mordes waren mit der Willkür Hermanns unzufriedene Vasallen des Grafen und Ministerialen des Bistums Hildesheim. Die Quellen bei W. Bernhardi: Konrad III. (wie EN 488); Seite 921, Anm. 33; KW, Nr. 195. Damit blieben Erzbischof Hartwig von Bremen und seine Schwester Richardis die einzigen Angehörigen der letzten STADER-Generation - soweit diese das Erwachsenenalter  erreichten -, die nicht gewaltsam umkamen. Ihre Brüder Udo von Freckleben und Rudolf waren bekanntlich am 15.3.1130 bei Aschersleben von Albrechts Männern bzw. am gleichen Tag des Jahres 1144 von den Dithmarschen erschlagen worden. Liutgard, die Schwester der vier, hatte nach ihrer Scheidung von Pfalzgraf Friedrich von Sachsen und ihrer Ehe mit dem Dänen-König Erich Lamm als dritten Gemahl den WINZENBURGER geheiratet.]. Albrecht erhob anscheinend Anspruch aufgrund seiner Ehe mit Sophia, die vermutlich eine Schwester Hermanns war.
Deswegen schlug man vor, das Datum der erzbischöflich-magdeburgischen Urkunde auf den 8. März 1135 zu ändern (weil der Markgraf am 4. März dieses Jahres beim Metropoliten in Halle ist) oder davon ausgehen, daß am 6. Januar 1135 nur eine früher erfolgte Schenkung, bei der Albrecht zugegen war, dokumentiert wurde [360 So unter Ablehnung der Umdatierung H. Krabbos (siehe vorige EN) die Vorbemerkung von UBM, Nr. 236. Am 6. Januar 1135 bestätigte Erzbischof Konrad von Magdeburg dem Neuwerkkloster eine Schenkung Richardis', der Witwe des am 7.12.1124 verstorbenen Grafen Rudolf von Stade (siehe EN 188), sowie ihrer Kinder Udo, Rudolf, Hartwig und Liutgard, wobei er angibt, daß der schon sein Vorgänger Norbert (1126-1134) zugestimmt hatte. Da Udo jener Graf von Freckleben ist, der am 15.3.1130 von Mannen Albrechts des Bären erschlagen wurde, muß die Übertragung also zwischen dem 7.12.1124 und dem 15.3.1130 erfolgt sein.].