Wilhelm                                         Graf von Wettin und Brehna
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    -7.3.1089/1116
 

Sohn des Grafen Gero von Brehna aus dem Hause der WETTINER und der Bertha von Schwarzburg, Tochter von Graf Sizzo II.
 

Schwennicke Detlev: Taferl 150
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

WILHELM
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       + 7.III.1089-1115

Begraben: Naumburg Dom

Graf von CAMBURG

  oo GEVA GRÄFIN von SEEBURG
                + 4.III.

Begraben Naumburg Dom



Thiele Andreas: Tafel 182
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

WILHELM, Graf von Camburg
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    + wohl 1116



Posse, Otto: Tafel 1 Seite 43
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

30. WILHELM
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              + 7. März vor 1116

Erhielt in der Teilung die Camburg. Lebte noch 1089.
Seine und seines Bruders Besitzungen fielen an Konrad den Großen.

Gemahlin:
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Geva, Gräfin von Seeburg
        + 4. März

30. Wilhelm.

Beilage I, 3. -
Urkunde 1089 Dezember 12 n. [1089] (Cod. dipl. Sax. reg. I, 1, 163 und 164). Chron. Gozec. 20 (SS. 10, 148): Hinc eo (Friderico) paesidente conjunx Willehelmi comitis de Kamburch, quae Geve nuncupatur, in cripta nostra, Dei geniricis illi succurrente clementia, a demonio curatissimme liberatur. -
Mortuol. Numburg. (Lepsius, Kl. Schriften 32): Non Marcii obiit Wilhelmus comes et ponetur candela de talento.
Calend. Numburg. (Ebendas. 31): Mart. 2 obiit D. Wilmarus (Wilhelmus) comes fundator, qui sepultus est ante altare s. Crucis. - Cohn in N. Mittheil. des Thür.-Sächs. Ver. 11, 142 hat mit ziemlicher Sicherheit erwiesen, daß Geva eine Gräfin von Seeburg war.
Geva + 4. März (Mortuol. Numburg. bei Lepsius, a. O. 1, 32) A: IV. Non. Marcii obiit Gelba comitissa et ponetur candela de talento. - B: Gepa comitissa fundatrix sepulta ante altare S. Crucis.



Schwarz Hilmar: Seite 161
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation D

(21) WILHEIM
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    + 1116

Begraben: Naumburg
[Als <Wilhelm von Cemburg> unter Stifterfiguren im Naumburger Dom.]

  oo GEVA VON SEEBURG

Begraben: Naumburg

Tochter (33)



GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 233
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Sein <also Dietrichs II.> vierter Sohn, Graf Gero <von Brehna und Camburg, + nach 1089>, nahm Bertha, die Witwe eines gewissen Poppo <von Wippra>, und zeugte mit ihr drei Söhne: Graf Dietrich <von Brehna, + vor 1116>, Graf Wilhelm von Camburg [Canburch] <+ vor 1116> und Bischof Günther von Zeitz<-Naumburg> <1079-1090> sowie die Töchter Willa, Äbtissinvon Gerbstedt, und Thiedburg [Thieburga], Pröpstin von Gernrode [Gerrode].

Pätzold Stefan: Seite 24,112,280,310,340
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221"

Die Tatsache, daß seine Söhne Dietrich, Wilhelm und Günther gegen den SALIER kämpften, legt die Vermutung nahe, daß auch er zunächst seine sächsischen Standesgenossen unterstützte.
Dieselben Necrologabschriften geben nämlich ihren jeweiligen Begräbnisort innerhalb des Vorgängerbaus der gotischen Bischofskirche an: Während Thiemo danach seine letzte Ruhestätte vor dem Altar des heiligen Stephan fand, wurden Gepa, Gerburg, Dietrich und Wilhelm vor dem Kreuzaltar beigesetzt, also demjenigen Ort, der üblicherweise den Stiftern vorbehalten blieb.
So nennt der Annalista Saxo Gero in seiner Eigenschaft als Vater von Wilhelm und Dietrich, berichtete über die Teilnahme Graf Wilhelms von Camburg an der Schlacht von Mellrichstadt im Jahre 1075, Dietrichs Übertritt auf die Seite HEINRICHS IV. 1078.
Obgleich dies der Sache nach nicht zutraf, da ja auch Konrads Vettern Dietrich beziehungsweise Wilhelm oder sein älterer Bruder Dedo Ansprüche hätten anmelden können und Konrad seinerseits im Jahre 1103 noch im Kindesalter gewesen sein dürfte, entsteht der Eindruck, daß der WETTINER erbberechtig war.

Fenske Lutz: Seite 53
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen"

Andererseits wurde der fürstliche Rang nicht schon allein durch die Herkunft gewährleistet, wie ein anschauliches Beispiel der Überlieferung Lamperts erkennen läßt: zwei junge WETTINER, die Söhne des Grafen Geros von Brehna, Dietrich und Wilhelm, entzogen sich 1075 nach der Niederlage der Sachsen dem Zugriff HEINRICHS IV. durch Flucht ins Gebiet östlich der Elbe und begannen von dort aus die Anhänger des Königs zu bekämpfen. Die Zugehörigkeit der WETTINER zum Kreis der sächsischen Geschlechter von fürstenhaftem Ansehen ist unbestreitbar. Jedoch berichtet der gleiche Autor, dass Dietrich und Wilhelm trotz ihrer Herkunft wehen ihres geringfügigen Besitzstandes im Kreise der sächsischen Fürsten ohne Bedeutung blieben. Die mäßige Besitzstellung der beiden verminderte also ihr Ansehen, so dass sie trotz der Vornehmheit ihres Geschlechts nicht zu den Fürsten zählten.
 
 
 
 

  oo Geva von Seeburg, Tochter des Grafen
               -4.3.
 
 
 
 

Kinder:

  Bertha
  um 1075- vor 1152

 1090
  oo Wichmann Graf von Seeburg
        vor 1067- um 1115
 
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik ad a. 1078 Seite 88 - Brunos Buch vom Sächsischen Kriege. Übersetzt von Wilhelm Wattenbach, Phaidon Verlag Essen 1986, Kapitel 99 - CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 233 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977 Seite 53 - Pätzold, Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln 1997 Seite 24,112,280,310,340 - Posse, Otto: Die Markgrafen von Meissen und das Haus Wettin bis zu Konrad dem Grossen. Giesecke& Devrint Verlag Leipzig 1881 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 1 Seite 43 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 161 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 150 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 182 -