Mathilde von Groitzsch                 Gräfin von Sayn
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um 1190/1200-   1285/91
 

Begraben: Kloster Sion zu Köln
 

Älteste Tochter des Grafen Dietrich von Groitzsch aus dem Hause der WETTINER und der Jutta von Thüringen, Tochter von Landgraf Ludwig III.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 151
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

MECHTILD
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       + 12.XI.1285

Begraben: Kloster Sion zu Köln

Stiftet 1247 Kloster Herchen an der Sieg und 1247 resp. 1265 Kloster Zissendorf test. 1283

  oo vor 1216
       HEINRICH III., Graf zu Sayn
                + 31.XII.1246



Thiele Andreas: Tafel 184
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

MATHILDE, Erbin von Altenwied (an Kurköln)
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    + nach 1283

  oo HEINRICH III. Graf von Sayn
              + 1247



Posse, Otto: Tafel 2 Seite 46
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

28. MATHILDE
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* frühestens 1190, wohl später, + vielleicht 1291

Lebte noch 1284.

Gemahl:
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Heinrich III., Graf von Sayn
       + 1. Januar 1247

vermählt spätestens 1215

Die Grafschaft Sayn kam, da Mathilde kinderlos starb, an ihre Neffen, die Grafen von Sponheim, den Rest ihrer Eigengüter am Rhein, mit Ausnahme von Neuenburg, überließ sie dem Erzstift Köln.

28. Mathilde.

Geboren frühestens 1190. Vgl. Tafel 2, 21. -
Heinrich von Sayn soll, wie man noch neuerdings annahm, bis zum Jahre 1221 mit Dietrichs Tochter Mathilde und in zweiter Ehe seit 1222 mit der Gräfin Mathilde von Wied-Neuerburg vermählt gewesen sein. Hermes, Die Neuerburg an der Wied und ihre ersten Besitzer (Leipzig 1879), stellt fest, daß Heinrich nur eine Gemahlin gehabt, und diese die Gräfin Mathilde, Tochter Dietrichs, gewesen sei. Die Vermählung erfolgte spätestens 1215, da sie ihrem Gemahl 1215 das Kloster Sion gestiftet hat: 1. Jan. circumcis domini. Circa hoc tempus fit memoria preillustris domini Henrici comitis de Sein et uxoris eius domine Mechtildis nate de Landsberg, qui primo hoc monasterium fundarunt a. d. 1215 (Memorienbuch des Klosters Sion). -
Heinrich von Sayn + 1. Januar 1247 nach dem Totenbuch des Kölner Domstifts: Kal. Jan. Obiit Henricus comes Senensis (Ennen und Eckerts, Quellen zur Geschichte der Stadt Köln 2, 604). Mathilde lebte noch im Jahre 1284, aus diesem Jahre datiert das Codicill zu ihrem Testament. Die Inschrift auf ihrem Grabstein, nach junger Überlieferung, in der Kirche des Klosters Sion zu Köln: "Anno domini MCCXXI infra octavas Nativitatis Christi obiit ilustris domina Mehtildis comitissa Seynensis, fundatrix huius monasterii, cuius anima requiescat in sanncta pace. Amen." ist, was die Jahreszahl anlangt, offenbar falsch. Vielleicht fand der Kopist einige Zeichen verstümmelt, war nicht im Stande, sie zu ergänzen, und kam also wohl MCCXXI statt MCCXCI gelesen haben. Die Angabe der Grabinschrift, sie sei 'infra octavas Nat. Christi' gestorben, gewinnt an Glaubwürdigkeit durch die Eintragungen in dem Necrologium der Abtei Arnstein (Annalen des Ver. für Nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung 16, 39) und in dem Totenbuch des Klosters Sion, denen zufolge, in beiden Klöstern am 1. Januar, also zu Ende der Weihnachtsoctave, eine Gedächtnisfeier für die Gräfin stattfand (Ann. a. O. 281).



Schwarz Hilmar: Seite 167
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation H

(79) MATHILDE
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    + 1291

Begraben: Köln

  oo spätestens 1215
      HEINRICH II., Graf von Sayn
              + 1.1.1247



Mathilde war die Erbin von Altenwied und stiftete 1247 das Kloster Herchen an der Sieg und 1265 das Kloster Zissendorf. Die Grafschaft Sayn kam, da Mathilde kinderlos starb, an ihre Neffen, die Grafen von Sponheim, den Rest ihrer Eigengüter am Rhein, mit Ausnahme von Neuenburg, überließ sie dem Erzstift Köln.

GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 239
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Graf Dietrich, sein Sohn, heiratete Mathilde [Machthildis] <richtig: Jutta>, Tochter des <Land>grafen Ludwig <III., des Fromme> von Thüringen, und zeugte mit ihr eine Tochter Agnes. <Die Genealogie erwähnt nicht die gemeinsame Tochter Mathilde>. Im Jahr 1207 <richtig wohl: 1208> ist Graf Dietrich gestorben.

Pätzold Stefan: Seite 61
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221"

Als der WETTINER im Juni 1207 starb, hinterließ er zwei Töchter namens Mathilde und Agnes, jedoch keinen männlichen Erben.
 
 
 
 

 1215
  oo Heinrich II. Graf von Sayn
  x          -1.1.1247
 
 
 
 

Literatur:
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CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 239 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 61,291 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 2 Seite 46 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 167 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 151 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 184 -