Hidda von Wettin                          Herzogin von Böhmen
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Einzige Tochter des Grafen Dietrich II. von Eilenburg aus dem Hause der WETTINER und der Mathilde von Meißen, Tochter von Markgraf Ekkehard I.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 150
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

HIDDA
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  oo SPITIHNNEV II. 1055/61 Herzog von Böhmen
              + 28.I.1061



Schwarz Hilmar: Seite 160
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation C

(13) HIDDA
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  oo SPITIJNEW II., Herzog von Böhmen
        * 1031, + 28.1.1061



Posse, Otto: Tafel 1 Seite 41
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

20. HIDDA
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Gemahl:
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Spitihnjew II., Herzog von Böhmen
* 1031, + 28. Januar 1061

20. Hidda.

Beilage I, 4.
Von Behr gibt als Geburtsjahr Hidddas 1031 an, nach der mutmaßlichen Annahme Gensslers, Wittekind 145. Nur für Spitihnjew, den ältestenn Sohn des Herzogs Bretislav von Böhmen, kann Ida als Gemahlin in Betracht kommen, weil seine jüngeren vier Brüder sämtlich an Jahren zuweit zurückstehen. Spitihnjew ist geboren 1031. Cosmas, Chron. Boem. (SS. 9, 64): Eodem anno (1031) natus est Spitigneu filius Bracizlai ducis. Ebenda 79: ab hac Iuce subtractus 5. Kal. Februarii, anno sui ducatus 6, anno vero dominicae inc. 1061. Ida dürfte mit ihm gleichen Alters, also auch 1031 geboren sein - ihr Vater kam schon 1034 ums Leben.



GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 232,234
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Graf Dietrich <II.> also zeugte folgende Söhne: Friedrich, Dedi <II.>, Thimo, Gero, Konrad und Rikdag [Riddag] sowie eine Tochter Hidda.
Hidda heiratete den Herzog von Böhmen <Spitihnjew II., 1055-1061> und gebar den Patriarchen Günther <d.i. Svatobor/Friedrich, Patriarch von Aquileia 1084-1086> sowie die Mutter Wichmanns von Celle.

Palacky Franz: Band I Seite 293
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"Geschichte von Böhmen"

Seine Gemahlin, Ida von Witin (Wettin), war selbst einem ursprünglich zwar slawischen, aber schon damals germanisierten Geschlecht entsprossen [Ludewig Reliqu. MS VIII 177 193. Den so oft besprochen Ursprung des noch blühenden königlichen Hauses WITIN (so urkundlich, nicht WETTIN) können wir hier nicht umständlicher erörtern; die Namen tribus Buzici, Ded, Witin selbst, sind darüber entscheidend. Diese Namen sind in Form und Inhalt slawisch, rein und ächt, und keineswegs verdreht oder verdorben. Buzici sind die Nachkommen des Buz. Einen Dietrich, Sohn eines Buz, kennt auch die böhmische Geschichte (+ 1110). Witin, Witas Burg, kömmt in Böhmen öfter vor. - Von der Gemahlin und den Kindern Spitihnews II. wußten unsere Chronisten bisher nichts, das Cosmas ihrer gar nicht erwähnt hat. Von einer Gemahlin spricht jedoch schon der Leitmeritzer Stiftungsbrief.].

Pätzold, Stefan: Seite 16,101,281
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221"

Dedo, der mit Friedrich, Thiemo, Gero, Konrad, Rikdag und Ida noch sechs weitere Geschwister hatte, trat die Nachfolge seines Vaters an.
Im Umfeld Sachsens gewannen zur gleichen Zeit besonders die PREMYSLIDEN an Macht. Die Beziehungen der WETTINER zu dieser adligen Verwandtengruppe reichten zurück bis ins 11. Jahrhundert, als Herzog Spitihnew II. (1055-1061) Ida, die Tochter Graf Dietrichs II., zur Frau nahm [Lübke, Regesten 4, 724; zu Spitihnew II. vgl. Lübke, Regesten 4, 723]. Allerdings dürfte das Verhältnis zwischen den EILENBURGERN und Spitihnews Bruder, Wratislaw II., kaum noch besonders freundlich gewesen sein, nachdem diesem im Jahre 1075 die Ostmark übertragen worden war.
Die Informationen zu Ida, welche dem Verfasser zufolge mit einem böhmischen Herzog verheiratet war und zwei Kinder, nämlich den Patriarchen Günther von Aquileia sowie eine namentlich nicht genannte Tochter, zur Welt brachte, sind freilich problematisch. Das betrifft zunächst ihren Ehemann, bei dem es sich nach allgemeiner Ansicht um den PREMYSLIDEN Spitihnew (1055-1061) handelt. Auch hieß ihr Sohn nicht Günther, sondern Swatobor; sein Taufname war Friedrich. Als Patriarch von Aquileia amtierte er von 1084 bis 1086.
 
 
 
 

  oo Spitignew II. Herzog von Böhmen
       1031-28.1.1061
 
 
 
 

Kinder:

  Swatobor-Friedrich Patriarch von Aquileia
         -   1086 ermordet
          Aquileia
 
 
 
 

Literatur:
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CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 232,234 - Palacky Franz: Geschichte von Böhmen 1842 Band I Seite 293 - Pätzold, Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln 1997 Seite 16,101,272,275,281 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 1 Seite 41- Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 160 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 150 -