Heinrich I.                                       Graf von Wettin (1156-1181)
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vor 27.2.1142-30.8.1181
 

Begraben: Lauterberg
 

Jüngerer (4.) Sohn des Markgrafen Konrad der Große von Meißen aus dem Hause der WETTINER und der Luitgard von Ravenstein, Tochter von Graf Albrecht
 

Schwennicke Detlev: Tafel 151
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

HEINRICH I.
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* vor 27.II.1142, + 30.VIII.1181

Begraben: Petersberg

1156 Graf von WETTIIN

  oo SOPHIA "DE AUSTRIA"
                + 1189

Begraben: Reinhardsbrunn

(II. oo Hermann I, 1190 Landgraf von Thüringen, 1181 Pfalzgraf von Sachsen, + Burg Friedenstein bei Gotha 25.IV.1217)


Posse, Otto: Tafel 2 Seite 44
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

3. Grafschaft Wettin 1156-1217

9. HEINRICH I.
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* vor 27. Febbruar 1142, + 30. August 1181

In der Teilung 1156 fiel ihm die Grafschaft Wettin zu.

Gemahlin:
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Sophia, Tochter des Pfalzgrafen Friedrich von Sommerschenburg
       + gegen Herbst 1195

vermählt um 1182
gestorben als Gemahlin des Landgrafen Hermann I. von Thüringen (+ 25. April 1217)

9. Heinrich.

Urkundlich zuerst erwähnt mit seinen Brüdern Otto, Dietrich und Dedo 1142 Februar 27. (Cod. dipl. Sax. reg. I, 2, 154). - Geneal. Wettin. (Beilage I, 11) waltet ein Irrtum vor. Sophie ist die Tochter des Pfalzgrafen Friedrichs II. von Sommerschenburg. Die verschiedenen Ansichten über Sophiens Abstammung hat Häutle (Zeitschrift des Vereins für thüringische Geschichte und Altertümer 5, 84ff.) zusammengestellt. Sophie verheiratete sich in zweiter Ehe mit dem Landgrafen Hermann (+ 25. April 1217 nach Kal. necrol. Thur. in Zeitschrift des Vereins für thüringische Geschichte 2, 118. Vgl. a . Knochenhauer, Geschichte Thüringens 288) von Thüringen (Hist. Reinh. 91: Hermannus lantgravius ... nobilissimam Sophiam palatinam duxit in uxorem) um das Jahr 1182, denn, da ihr erster Gemahl am 30. August 1181 starb, so kann sich der Landgraf wohl nicht früher als im folgenden Jahre vermählt haben, und die erste aus dieser Ehe entsprossene  Tochter kann frühestens im späten  Ausgange des Jahres 1182 geboren sein. -  Sophie starb 1195 nach Chron. terre  Misn. (Mencke, SS. 2, 323): Anno domini 1195 obiit domina Sophia uxor Hermanni Landgravii Thuringie. Sie ist begraben "im Herbiste" (Falkenstein, Thür. Chron. 2, 677) in Reinhardsbrunn. Hist.  Reinh. 47: Sophia palatina, uxor Hermanni lantgravii, obiit sepulta in Reynersborn (falsch zum Jahre 1189). Thuringia sacra 102: cujus tamen monumentum reliquuum non cernitur.



Thiele Andreas: Tafel 184
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

HEINRICH I.
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    + 1181

Erhielt in der Teilung von 1156 die Grafschaft Wettin. Er war STAUFER-Anhänger wie die Brüder und führte viele typische Fehden.

  oo SOFIE VON SOMMERSCHENBURG, Tochter des Pfalzgrafen Friedrich II. von Sachsen
              + 1189/90

2. Ehe mit Landgraf Hermann I. von Thüringen



Schwarz Hilmar: Seite 163
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation F

(44) HEINRICH, Graf von Wettin 1156
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* vor 27. Februar 1142, + 30. August 1181
 

  oo um 1182
      SOPHIA, Tochter des sächsischen Pfalzgrafen Friedrich von Sommerschenburg
               + 1189/90

Begraben: Reinhardsbrunn

(Späterer Gemahl Landgraf Hermann I. von Thüringen + 25.4.1217 zu Gotha, vermählt wohl 1182)

Kinder: (56) und (57)



Albert Herzog zu Sachsen: Seite 17
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"Die Wettiner in Lebensbildern"

Die Nachkommen Graf Konrads des Großen

8. HEINRICH I., Graf von Wettin
    * vor dem 27.2.1142, + 30.8.1181

Grabstätte: Kloster Petersberg bei Halle/Saale
 

  oo SOPHIE VON SOMMERSCHENBURG
                + 1189 oder 1190

Tochter des Pfalzgrafen Friedrich von Sommerschenburg      



CHRONIK VOM PETERSBERG: Seite 39,59
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1156
Zunächst ließ er (Markgraf Konrad) alle Güter, die er selbst oder seine Gattin dem Lauterberg hatten zukommen lassen, durch die Hand seiner Söhne - also des Markgrafen Otto von Meißen, Dietrichs, Markgrafen der Ostmark, des Grafen Heinrich von Wettin, des Grafen Dedo von Rochlitz <d.i.: von Groitzsch> und des Grafen Friedrich von Brehna - bestätigen, damit nach seinem Tode keinerlei Rechtsstreit darüber entstehen könne.
1181
Graf Heinrich von Wettin, ein Sohn des Markgrafen Konrad, starb am 30. August und wurde auf dem Lauterberg zur Linken seines Vaters beigesetzt.

GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 239
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<Ein weiterer Sohn Konrads des Großen> Graf Heinrich <I.> von Wettin heiratete Sophie, Tochter eines Adligen aus Österreich <richtig: Tochter des sächsischen Pfalzgrafen Friedrich von Sommerschenburg>, und zeugte mit ihr Graf Heinrich <II.>, der im Jahre 1187 noch in seiner Jugend starb, und Konrad, der im Knabenalter starb, sowie Graf Ulrich und Sophie, die Burkhard <Grafen von Querfurt und > Burggrafen von Magdeburg heiratete. Im Jahre 1181 starb Heinrich der Ältere <I.>, Graf von Wettin; seine Witwe <Sophia> heiratete Hermann <I.>, der damals <seit 1181> Pfalzgraf von Sachsen, später <seit 1190> außerdem Landgraf von Thüringen war.

Pätzold Stefan: Seite 43-44
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"Die frühen Wettiner"

Friedrichs Bruder Heinrich, dessen Position in der Altersabfolge der Söhne Konrads nicht eindeutig zu bestimmen ist, wurde im Jahre 1142 oder früher geboren. Er begleitete seinen Vater bereits 1151 an den Hof König KONRADS III. nach Altenburg und war drei Jahre später, wiederum zusammen mit Markgraf Konrad, bei Bischof Wichmann von Naumburg. Nach seiner Einsetzung zum Grafen von Wettin fand sich Heinrich zunächst in den Jahren 1157 und 1158 dreimal in der Umgebung Kaiser FRIEDRICHS I. ein: Im August 1157 erschien er zusammen mit Dietrich und Dedo in Halle, von wo aus der STAUFER ein Heer nach Polen führte; im Januar 1158 traf er mit Dietrich von der Ostmark am Hof in Goslar ein, wo der Kaiser im Tausch gegen Reichsrechte am Harz schwäbische Güter von Heinrich dem Löwen erwarb, und im Juni 1158 hielt er sich - erneut im Gefolge des Markgrafen - in Augsburg auf. Obgleich der Kaiser von dort nach Italien aufbrach, blieb Heinrich allem Anschein nach in Sachsen. Erst längere Zeit später, nämlich im Februar 1165 in Altenburg, begegnet er wieder in der Umgebung des STAUFERS. Danach suchte er zwischen 1168 und 1174 den Hof des Kaisers bei drei Gelegenheiten auf: im Sommer in Würzburg, wo der STAUFER den Konflikt zwischen dem Herzog und den sächsischen Fürsten zu schlichten versuchte, im Juli 1172 in Altenburg, dem Ausgangspunkt eines weiteren Feldzuges gegen Polen, und ungefähr ein Jahr darauf in Goslar. Zum letzten Mal erschien Heinrich schließlich im Jahre 1179 zusammen mit seinen  Brüdern in Magdeburg. Eine weitergehende Beteiligung an der Auseinandersetzung mit Heinrich dem Löwen wird jedoch nicht erkennbar. Heinrich von Wettin fand sich somit zwar immer dann, wenn der Kaiser in Deutschland weilte, mehrfach mit seinen Brüdern an dessen Hof ein, aber ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen dem Herrscher und dem Grafen ist deshalb wohl nicht anzunehmen.
Auch im Gebiet zwischen Saale und Elbe spielte Heinrich offensichtlich keine bedeutende Rolle. Er begegnet lediglich im Gefolge seiner Verwandten bei mehreren, vom Magdeburger Erzbischof einberufenen Synoden. Da Heinrichs Grafschaft am westlichen Rand des von den WETTINERN kontrollierten Machtbereiches lag, wurde ihre Ausdehnung wohl durch die Nähe zum wirtschaftlich erschlossenen und politisch festgefügten Altsachsen verhindert. Über weitere Herrschaftsgrundlagen lagen keine Nachrichten vor. Heinrich starb im August 1181 und wurde auf dem Lauterberg begraben. Er hinterließ seine Witwe, die SOMMERSCHENBURGERIN Sophia, und vier Kinder: die Söhne Heinrich II., Konrad und Ulrich sowie seine Tochter Sophia.
Markgraf Konrad hatte 1156 seinen beiden jüngeren Söhnen - so bleibt festzuhalten - zwar soviel Herrschaftsrechte zugewiesen, dass sie genügend Ansehen besaßen, um an Hoftagen und Synoden teilnehmen zu können, aber sie verfügten kaum über politischen Einfluß im Reich oder in Sachsen. Als sich im Laufe des 12. Jahrhunderts eine Gruppe von hohen Adligen zum Reichsfürstenstand formierte, gehörten ihm Friedrich und Heinrich nicht an. Ihnen fehlte ein vom König verliehenes Fahnenlehen.
 
 
 
 

  oo 1. Sophie von Sommerschenburg, Tochter des Pfalzgrafen Friedrich II.
                  -   1189/90

     2. oo Hermann I. Landgraf von Thüringen
             um 1155-25.4.1217
 
 
 
 

Kinder:

  Heinrich II. Graf von Wettin
         -28.12.1187

  Konrad
         - jung

  Sophia
         -   1189

  oo Burchard IV. von Querfurt, Burggraf von Magdeburg
              -  6.1190

  Ulrich I. Graf von Wettin
        -28.9.1206
 
 
 
 

Literatur:
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Albert Herzog zu Sachsen: Die Wettiner in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1995 Seite 17 - CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 39,59,239 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 39,41,43,45,67,108,189, 197,210, 242,245,287,293,308,312,315,317,321,324,334,363 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 2 Seite 44 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 163 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 151 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 184 -