Günther                                           Bischof von Naumburg (1079-1089)
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um 1045-1.4.1089
 

Jüngerer Sohn des Grafen Gero von Wettin-Brehna aus dem Hause der WETTINER und der Bertha von Schwarzburg, Tochter von Graf Sizzo II.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 150
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

GÜNTHER
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     + 1.IV.1089

Begraben: Naumburg Dom

1079/89 Bischof von Naumburg



Thiele Andreas: Tafel 182
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

GÜNTHER, 1079 Bischof von Naumburg
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    + 1090



Posse, Otto: Tafel 1 Seite 43
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

31. GÜNTHER
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        + 1. April 1089

Bischof von Naumburg 1079

31. Günther.

Beilage I, 3. -
Günther 1079 vom Gegen-König RUDOLF zum Bischof von Naumburg eingesetzt. Posse a. O. 240. -
Günther + 1089. Naumburg. Mortuol. (Mitth. aus dem Geb. hist.-antiq. Forsch. 1, 57): Kal. April obiit Guntherius episcopus et ponetur candela.



Schwarz Hilmar: Seite 161
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation D

(22) GÜNTHER, Bischof von Naumburg 1079
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    + 1. April 1089



Pätzold Stefan: Seite 25-26
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221 "

Günther, der zweite hohe Geistliche aus der Familie der WETTINER, gehörte im Gegensatz zu seinem Onkel Friedrich zu den Verfechtern kirchenreformerischer Ideen. Nachdem seine Wahl zum Erzbischof von Magdeburg im Jahre 1079 wohl am Einspruch Gregors VII. gescheitert war, setzte ihn RUDOLF VON RHEINFELDEN noch im selben Jahr als Bischof von Naumburg ein. Im Herbst 1080 zog HEINRICH IV. daher gegen Naumburg, das allerdings erfolgreich verteidigt wurde.1085 nahm der WETTINER an den Verhandlungen zwischen reformorientierten und königstreuen Klerus in Gerstungen teil, die allerdings zu keinem Erfolg führten. Da er im selben Jahr noch auf einer Versammlung der kirchlichen Opposition in Quedlinburg anwesend war, die unter Leitung des päpstlichen Legaten Otto von Ostia stattfand, verhängte kurz darauf eine in Mainz tagende kaiserliche Gegensynode über Günther und andere Geistliche den Bann. Als jedoch der Halberstädter Bischof Burchard im Jahre 1088 ermordet wurde, trat allmählich ein Wandel ein, und die Kompromißbereitschaft nahm auf beiden Seiten zu, so dass es zu einer Verständigung zwischen dem Kaiser und Erzbischof Hartwig von Magdeburg sowie anderen Mitgliedern des sächsischen Episkopats kam. Auch Günther versöhnte sich mit HEINRICH IV., wie aus einer Güterübertragung des SALIERS an das Bistum Naumburg hervorgeht. Im selben Jahr gehörte der WETTINER dann sogar auf dem Hoftag von Quedlinburg zu den Mitgliedern des Fürstengerichtes, das über Markgraf Ekbert II. urteilte. Daher beließ der Kaiser den ehemaligen Gegner im Amt. Günther versah es bis zu seinem Tod im Jahr 1090.
 
 
 
 

Literatur:
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CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 233 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 54 A. 146,72, 110,198,202,335 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 17,24-26,106,111,113,115,280 - Posse, Otto: Die Markgrafen von Meissen und das Haus Wettin bis zu Konrad dem Grossen. Giesecke& Devrint Verlag Leipzig 1881 Seite 240 -
Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 1 Seite 43 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 161 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 150 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 182 -