Friedrich II.                                    Graf von Brehna (1203-1221)
---------------                                   Graf von Wettin (1217-1221)
     -16.10.1221 gefallen
        vor Akkon
 

Jüngerer Sohn des Grafen Friedrich I. von Brehna aus dem Hause der WETTINER und der Hedwig von Böhmen-Jamnitz, Tochter des Grafen Diepold I.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 151
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

FRIEDRICH II.
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    + als TOR vor Akkon 16.X.1221

1203 Graf von BREHNA
1217 Graf von WETTIN

  oo 1181
       JUDITH VON ZIEGENHAIN (Thüringen)
               + 6.X.1220

Tochter von Friedrich von Thüringen, 1186 Graf von Ziegenhain



Thiele Andreas: Tafel 184
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

FRIEDRICH II.
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    + 1221 gefallen

Folgte 1203 seinem Bruder Otto I. als Graf von Brehna und erhielt nach dem Aussterben der Wettiner Linie 1217 die Grafschaft Wettin. Er wurde Templer und fiel vor Akkon.

  oo 1181
       JUDITH VON THÜRINGEN
               + X. 1210

Tochter und Erbin des Grafen Friedrich zu Ziegenhain und Wegebach



Posse, Otto: Tafel 3 Seite 46
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

3. FRIEDRICH II.
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       + als Tempker vor Akkon 16. Oktober 1221

Erhielt 1217, nach Absterben der Wettiner Linie, die Grafschaft Wettin (Siehe Tafel 2, 27.)

Gemahlin:
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Judith, Tochter des Grafen Friedrich von Ziegenhain
      + 6. Oktober 1220

vermählt 1181

3. Friedrich.

Beilage I, 12. - Der unkritische Fabricius (Orig. Sax. 553) gibt Friedrich noch eine zweite Gemahlin Agnes, eine Enkelin Albrechts des Bären, was nach beider Todesdaten und der Reise Friedrichs unmöglich ist.



Schwarz Hilmar: Seite 166
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation G

(67) FRIEDRICH II., Graf von Brehna 1203
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    + 16. Oktober 1221
      vor Akkon

Erbt 1217 Wettin.

  oo 1181
      JUDITH, Tochter des Grafen Friedrich von Ziegenhain
             + 6. Oktober 1220

Kinder: (84) bis (87)



CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 158
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1221
Graf Friedrich <II.> von Brehna, Sohn Friedrichs <I. von Brehna>, eines Sohnes des Markgrafen Konrad I. <von Meißen>, erkrankte in Übersee <d.i. im Heiligen Land>, trat in den Templerorden ein und starb am <16. Oktober, dem> Tag des heiligen Gallus, in <Akkon>, einer Stadt, die auf deutsch Akirs heißt. Er hinterließ zwei Söhne - Otto <II.> und Dietrich - sowie zwei Töchter.

GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 240
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<Ein weiterer Sohn Konrads des Großen> Graf Friedrich <I.> von Brehna heiratet Hedwig, Tochter Diepolds <I.>, eines Adligen aus Böhmen <Sohn Herzog Vladislavs I., Bruder Vladislavs II., des Vaters Otakars I.>, der ein Oheim Herzog Otakars <I.> von Böhmen war, und zeugte mit ihr Otto <I.>, der im Jahre 1203 noch in seiner Jugend starb, und Graf Friedrich <II.> sowie die Tochter Sophia, Äbtissin von Quedlinburg <abgesetzt 1224, wiedereingesetzt 1225, bald darauf gestorben>. Im Jahre 1210 <am 19. Februar, nach unserer Rechnung also 1211> starb die Gräfin Hedwig. Im Jahre 1181 <am 4. Januar, nach unserer Rechnung also 1182> starb Graf Friedrich der Ältere <I.> von Brehna. Im Jahre 1181 heiratete Graf Friedrich der Jüngere <II.> Judith [Iuditam], Tochter des Grafen Friedrich von Ziegenhain [Cigenhagin] <bei Jena>, eines Bruders des <Land>grafen Hermann <I.> von Thüringen; mit ihr zeugte er eine Tochter Hedwig sowie die Söhne Otto <II., + vor 1234> und Dietrich <I., + 1266/67>. Die Genealogie erwähnt nicht beider Tochter Lucardis.> Im Jahre 1220: Die Gräfin Judith ist im Jahre der Fleichschwerdung des Herrn 1220 am 6. Oktober gestorben.

Pätzold Stefan: Seite 68-69
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221 "

Auch Friedrich II., der zum ersten Mal im Jahre 1195 begegnet, war STAUFER-Anhänger. Er unterstützte den Protest der Fürsten in Halle, erschien gemeinsam mit Graf Ulrich im September 1204 bei Erfurt und im Mai 1206 in Altenburg. Nach PHILIPPSTod erkannte er freilich OTTO IV. als König an und suchte zu Pfingsten 1209 dessen Hof in Braunschweig auf. Danach fehlen 10 Jahre lang jegliche Informationen über Friedrich. Erst auf dem Frankfurter Hoftag Kaiser FRIEDRICHS II. im April und Mai 1220, wo dessen Sohn HEINRICH (VII.) zum König gewählt wurde, und der STAUFER die Confoederatio cum principibus ecclesiasticis schloß, ist er wieder nachweisbar.
In Sachsen stand Friedrich in einem guten Verhältnis zu Erzbischof Albrecht II. von Magdeburg. Dieser hatte dem Grafen von Brehna das Amt des Magdeburger Viztums übertragen, welches der WETTINER jedoch bereits vor 1213 nicht mehr bekleidete. Friedrichs Herrschaftsgrundlagen vergrößerten sich im Jahre 1217 beträchtlich, als nach dem Tod Heinrichs III. die Burg Wettin und dessen meißnische Lehen an ihn fielen. 1221 trat der Graf eine Reise nach Palästina an, suchte im April den Hof des Kaisers in Tarent auf und wurde im Heiligen Land Mitglied des Templerordens. Im Oktober des folgenden Jahres starbFriedrich II. vor Akkon. Die Linie der Grafen von Brehna führten seine Söhne Otto II. und Dietrich I. fort, die noch zwei Schwestern namens Hedwig und Liutgard hatten.
 
 
 
 

 1181
  oo Judith von Thüringen-Ziegenhain, Tochter des Grafen Friedrich
             -6.10.1220
 
 
 
 

Kinder:

  Hedwig
          - um 1264

  oo Dietrich I. Graf von Honstein
             -   1249

  Otto II. Graf von Brehna-Wettin
  vor 1215- vor 22.7.1234

  Dietrich I.
       -   1266/67

  Lukardis
        -

Lukardis trat 1220 ins Kloster Brehna ein.
 
 
 
 

Literatur:
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CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 135,158,240 - Eckhardt Karl August: Genealogische Funde zur allgemeinen Geschichte. Deutschrechtlicher Instituts-Verlag Witzenhausen 1963 Seite 164-190 -
Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 43,68,110,127,129,132,142,149,162,170,196,210,294,332,334,343, 345 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 3 Seite 46 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 166 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 151 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 183 -