Friedrich I.                                     Graf von Brehna (1156-1182)
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27.2.1142/19.5.1145-4.1.1182
 

Begraben: Kloster Lauterberg
 

Jüngster Sohn des Markgrafen Konrad der Große von Meißen aus dem Hause der WETTINERund der Luitgard von Ravenstein, Tochter von Graf Albrecht
 

Schwennicke Detlev: Tafel 151
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

FRIEDRICH  I.
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* 27.II.1142/19.V.1145, + 4.I.1191

Begraben: Petersberg

1156 Graf von BREHNA, zu ARNOLDISHAGEN, TREBUS, LOEBEN, SCHWEINITZ, JESSEN, CLOEDEN, PRETTIN, SCHWEDT, BELZIG, ZAHNA, WESENBURG, WERBEN und GOMMERN

  oo HEDWIG VON MÄHREN
                 + Kloster Brehna 19.II.1211

Begraben: Kloster Brehna

Stiftete nach 1182 Kloster Brehna
Tochter von Dypold Herzog von Mähren



Thiele Andreas: Tafel 184
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

FRIEDRICH I.
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    + 1182

Graf von Brehna 1156
zu Torgau, Gommern, Jessen, Wesenburg, letzteres als erzbischöflich-magdeburgisches Lehen: streitet mit den Erzbischöfen; Stütze der STAUFER.

  oo HEDWIG VON BÖHMEN
                 +

Tochter des Herzogs Diepold I. von Jamnitz



Schwarz Hilmar: Seite 163
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation F

(48) FRIEDRICH I., Graf von Brehna 1156
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* zwischen 1142 und 1145, + 4. Januar 1182

  oo HEDWIG, Tochter Theobalds I. von Böhmen
               + 19.2.1211

Begraben: Brehna

Kinder: (66) bis (68)



Albert Herzog zu Sachsen: Seite 18
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"Die Wettiner in Lebensbildern"

Die Nachkommen Graf Konrads des Großen

10. FRIEDRICH I., Graf von Brehna
    * zwischen 27.2.1142 und 19.5.1145, + 4.1.1182

Grabstätte: Kloster Petersberg bei Halle/Saale

  oo HEDWIG VON BÖHMEN-JAMNITZ
                 +

 Tochter Dippolds I. 



Posse, Otto: Tafel 2, 3 Seite 46
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

5. Grafschaft Brehna 1156-1290

13. FRIEDRICH I.
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* zwischen 27. Februar 1142 und 19. Mai 1145, + 4. Januar 1182

(Siehe Tafel 3.)

1. FRIEDRICH I.
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* zwischen 27. Februar 1142 und 19. Mai 1145, + 4. Januar 1182

Graf von Brehna. Siehe Tafel 2, 13.
Bei der Teilung 1156 fiel ihm die Grafschaft Brehna zu. Ferner besassen er und seine Nachkommen die magdeburger Lehnstücke: Arnoldishagen, Trebus (Burg), Loeben, Schweinitz, Jessen, Cloeden, Prettin (mit der Heide), Schwedt, Belzig, Zahna, Wesenburg, Werben und Gommern.

Gemahlin:
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Hedwig, Tochter Theobalds I. von Böhmen.
        + 19. Februar  1211

Stiftete nach dem Tode ihres Gemahls das Kloster Brehna, in dem sie bis zu ihrem Tode lebte.

I. Friedrich I.

Beilage I,, 12. - Friedrichs ältere Brüder werden urkundlich bereits 1142 Februar 1142 (cod. dipl. Sax. reg. I, 2, 154), er erst 1145 Mai 19 (ebend. 181) erwähnt. Er dürfte also in der Zwischenzeit geboren sein. Vgl. Tafel 4, 1. -
Friedrich und Hedwig +: Beilage I, 12 (Jahresanfang März)



Friedrich I. fiel bei der Teilung von 1156 die Grafschaft Brehna zu. Ferner besaßen er und seine Nachkommen die Magdeburger Lehnsstücke Arnoldshagen, Trebus (Burg), Loeben, Schweinitz, Jessen, Kloeden, Prettin (mit der Heide), Schwedt, Belzig, Zahna, Wesenburg, Werben und Gommern. Er war eine STAUFER-Stütze und stritt viel mit den Erzbischöfen von Magdeburg.

CHRONIK VOM PETERSBERG: Seite 39,52,59
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1156
Zunächst ließ er (Markgraf Konrad) alle Güter, die er selbst oder seine Gattin dem Lauterberg hatten zukommen lassen, durch die Hand seiner Söhne - also des Markgrafen Otto von Meißen, Dietrichs, Markgrafen der Ostmark, des Grafen Heinrich von Wettin, des Grafen Dedo von Rochlitz <d.i.: von Groitzsch> und des Grafen Friedrich von Brehna - bestätigen, damit nach seinem Tode keinerlei Rechtsstreit darüber entstehen könne.
1181
Graf Heinrich von Wettin, ein Sohn des Markgrafen Konrad, starb am 30. August und wurde auf dem Lauterberg zur Linken seines Vaters beigesetzt. - Graf Friedrich <I.> von Brehna, ein Sohn des Markgrafen Konrad, starb am 4. Januar <1182>, auch er wurde auf dem Lauterberg hinter seinem Vater gen Westen beigesetzt.

GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 235,240
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Konrad also, Markgraf von Meißen sowie der Ostmark, nahm zur Frau Lucardis, Tochter eines hochedlen Mannes aus Schwaben namens Albrecht [Albertus] <I. von Ravenstein in Nordbrabant>. Sie gebar ihm folgende Söhne: Heinrich, der noch im Kindesalter starb; Otto <den Reichen>, Markgrafen von Meißen, + 1190>; Dietrich, Markgrafen der Ostmark <+ 1185>; den Grafen Dedo <V.> von Rochlitz <d.h. von Groitzsch, + 1190>; den Grafen Heinrich <I.> von Wettin <+ 1181>; den Grafen Friedrich <I.> von Brehna <+ 1182>.
<Ein weiterer Sohn Konrads des Großen> Graf Friedrich <I.> von Brehna heiratet Hedwig, Tochter Diepolds <I.>, eines Adligen aus Böhmen <Sohn Herzog Vladislavs I., Bruder Vladislavs II., des Vaters Otakars I.>, der ein Oheim Herzog Otakars <I.> von Böhmen war, und zeugte mit ihr Otto <I.>, der im Jahre 1203 noch in seiner Jugend starb, und Graf Friedrich <II.> sowie die Tochter Sophia, Äbtissin von Quedlinburg <abgesetzt 1224, wiedereingesetzt 1225, bald darauf gestorben>. Im Jahre 1210 <am 19. Februar, nach unserer Rechnung also 1211> starb die Gräfin Hedwig. Im Jahre 1181 <am 4. Januar, nach unserer Rechnung also 1182> starb Graf Friedrich der Ältere <I.> von Brehna.

Pätzold Stefan: Seite 41-43
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221"

Seit der Abdankung seines Vaters im Jahre 1156 amtierte Friedrich als Graf von Brehna. Acht Jahre nach dieser Regelung begegnet Friedrich I. von Brehna, Konrads jüngster Sohn, erstmals in der Umgebung des STAUFERS, als er sich im November 1164 gemeinsam mit Otto, Dietrich und Dedo in Bamberg einfand. Kurze Zeit später begab er sich im Februar 1165 zusammen mit allen vier Brüdern nach Altenburg und erschien zu Pfingsten desselben Jahres mit Otto in Würzburg. Während über eine Beteiligung des Grafen von Brehna an den wenig später ausbrechenden Kämpfen zwischen den sächsischen Fürsten und Herzog Heinrich dem Löwen, die sich von 1165 bis 1170 hinzogen, keine Nachrichten vorliegen, ist sicher, dass er im Gefolge von Otto und Dedo im August 1166 auf dem Hoftag auf der Boyneburg anwesend war, wo sich viele Gegner des WELFEN versammelten. Danach fand sich Friedrich erst wieder sieben Jahre später im Februar 1173 mit seinen Brüdern am Hof des STAUFERS in Goslar ein. Als dieser dann 1178 den Prozeß gegen Heinrich den Löwen eröffnete, hielt sich auch der WETTINER häufiger in der Umgebung BARBAROSSAS auf. So war er im Januar 1179 in Worms und im Juli desselben Jahres in Magdeburg. Auch nahm er im Sommer 1180 am Heereszug des Kaisers gegen den sächsischen Herzog teil. Ein letztes Mal ist Friedrich schließlich im Oktober 1180 in Altenburg nachweisbar, wo Otto von Wittelsbach mit dem Herzogtum Bayern belehnt wurde. Dieser Überblick zeigt, dass der WETTINER niemals allein erschien, sondern bei allen Anlässen jeweils gemeinsam mit einem oder mehreren Brüdern, unter denen sich immer entweder Otto oder Dietrich befand. Deshalb ist es denkbar, dass er den kaiserlichen Hof weniger im eigenen Interesse, sondern vielmehr als Begleiter eines wettinischen Markgrafen aufsuchte. Friedrich von Brehna, für den eine über die bloße Anwesenheit bei den Hoftagen hinausgehende Übernahme von Aufgaben im Dienste des Kaisers nicht belegt ist, gehörte demnach offenbar nicht zu den führenden Adligen des Reiches.
Ähnliches gilt auch für seine politische Rolle in Sachsen. So war Friedrich zwar wiederholt in der Umgebung Erzbischof Wichmanns sowie der Bischöfe von Naumburg und Meißen bei Rechtsgeschäften anwesend, fungierte dabei aber in der Mehrzahl der Fälle lediglich als Zeuge. Sein Ansehen dürfte er deshalb wohl in erster Linie der Verwandtschaft mit dem Markgrafen von Meißen und der Ostmark verdankt haben. Darüber, wie er seinen Herrschaftsbereich verwaltete, liegen keine Nachrichten vor. Friedrich I. von Brehna starb im Jahre 1182 und hinterließ neben seiner Witwe Hedwig noch die Söhne Friedrich II. und Otto I. sowie eine Tochter namens Sophia.
 
 
 
 

  oo Hedwig von Böhmen-Jamnitz, Tochter des Grafen Diepold I.
       um 1145-19.2.1211
 
 
 
 

Kinder:

  Otto I. Graf zu Brehna, Gommern, Jessen
         -23.12.1203

  Friedrich II.
         -16.10.1221
 

  Sophia Äbtissin von Quedlinburg (1203-1225)
         -   1225/26
 
 
 
 

Literatur:
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Albert Herzog zu Sachsen: Die Wettiner in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1995 Seite 18 - CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 39,52,59,235,240 - Eckhardt Karl August: Genealogische Funde zur allgemeinen Geschichte. Deutschrechtlicher Instituts-Verlag Witzenhausen 1963 Seite 164-190 -
Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 165,169 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 39,41,68, 101,108,129,197,209,287,294,312,315,317,321,332,334,345,363 - Posse, Otto: Die Markgrafen von Meissen und das Haus Wettin bis zu Konrad dem Grossen. Giesecke& Devrint Verlag Leipzig 1881 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 2, 3 Seite 46 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 163 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 151 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 184 -