Dedi V. der Feiste                           Graf von Groitzsch (1156-1190)
----------------------                           Markgraf der Ostmark (1185-1190)
um 1130-16.8.1190
 

Begraben: Stift Zschillen
 

Jüngerer Sohn (3.) des Markgrafen Konrad der Große von Meißen aus dem Hause der WETTINER und der Luitgard von Ravenstein, Tochter von Graf Albrecht
 

Schwennicke Detlev: Tafel 151
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

DEDO V. VON ROCHLITZ, genannt DER FEISTE
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* vor 27.II.1142, + 16.VIII.1190

Begraben: Kloster Zschillen

1144 zu BURG GROITZSCH
1156 Graf von GROITZSCH und Herr von ROCHLITZ
1185 Markgraf der NIEDER-LAUSITZ und Graf von EILENBURG
stiftet 1174 Kloster Zschillen

  oo vor 1159
       MATHILDE VON HEINSBERG, Erbin von SOMMERSCHENBURG
                 + 20.I.1189

Tochter vonn Goswin II.

Begraben: Zschillen



Thiele Andreas: Tafel 184
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

DEDI V. DER FEISTE
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    + 1190

Dedi V. der Feiste erbte nach dem Tode seiner Tante Bertha von Groitzsch (+ 16.5.1144), der Witwe Dedis IV., deren Eigengüter, zu denen die Burg Groitzsch gehörte. In der Teilung von 1156 fiel ihm noch die Grafschaft Groitzsch (Rochlitz) zu, sowie 1185 nach dem Tode seines Bruders Dietrich, die Markgrafschaft Nieder-Lausitz und Eilenburg. Damals wurden wohl auch die in der Nieder-Lausitz gelegenen Reichslehen Niemitzsch, Trebitz und Leibchel der Lehnsherrlichkeit Dedis unterworfen, der sie aber erst Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA abkaufen mußte. Er erbte auch Eilenburg und Landsberg und nahm an etlichen Italienfeldzügen von BARBAROSSA und am Reichskrieg gegen Heinrich den Löwen teil.

  oo MATHILDE VON HEINSBERG, Tochter des Grafen Goswin II.
                + 1189



Schwarz Hilmar: Seite 163
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"Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen"

Generation F

(45) DEDO V. DER FETTE
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* vor 27. Februar 1142, + 16. August 1190

Graf von Groitzsch 1156, Markgraf der Nieder-Lausitz 1190

Begraben: Wechselburg

  oo vermutlich lange vor 13.9.1159
       MATHILDE, Tochter des Grafen Goswin von Heinsberg
                 + 20.1.11190

Kinder: (60) bis (65)



Albert Herzog zu Sachsen: Seite 17
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"Die Wettiner in Lebensbildern"

Die Nachkommen Graf Konrads des Großen

9. DEDO V., Graf von Groitzsch und Rochlitz, Markgraf der Nieder-Lausitz
    * vor dem 27.2.1142, + 16.8.1190

Grabstätte: Kloster Petersberg bei Halle/Saale
 

  oo vor dem 13.9.1159
      MATHILDE VON HEINSBERG UND FALKENBURG, Tochter von Graf Goswin II.
                + 1189



Posse, Otto: Tafel 2 Seite 44
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

10. DEDO V. DER FEISTE
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* vor 27. Februar 1142

Erbte nach dem Tode Berthas (+ 16. Mai 1144), der Witwe Dedos IV., deren Eigengüter, zu denen die Burg Groitzsch gehörte. In der Teilung 1156 fiel ihm noch die Grafschaft Groitzsch (Rochlitz) zu, sowie 1185, nach dem Tode des Bruders Dietrich, die Markgrafschaft Nieder-Lausitz und Eilenburg (Tafel 2,6). Damals wurden wohl auch die in der Nieder-Lausitz gelegenen Reichslehen Niemitzsch, Trebitz und Leibchel der Lehnsherrlichkeit Dedos unterworfen.

Gemahlin:
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Mathilde, Tochter des Grafen Goswin von Heinsberg
        + 20. Januar 1189

vermählt lange vor 13. September 1159

10. Dedo.

Beilage I, 8. - Dedo kommt urkundlich zuerst 1142 Februar 27 vor. Die Urkunde 1130, in der er erwähnt wird, kann erst nach 1140 August 31 ausgestellt sein. Vgl. Tafel 4, 1. -
Chron. Albrici (SS. 23, 873): Teto autem tertius frater duxit sororem archiepiscopi Philippi Coloniensis, de qua genuit marchionem de Lanzberch, nomine Conradum, et sororem eius Aaliz. -
Miraei, Opera dipl. 1, 281: Urkunde 1180. Philippus Coloniensis archiepiscopus ... dominus meus et pater carnalis Goiswinus, huius nominis secundus de Heynsberg et domina mea et mater Adeleidis ... fratribus meis Uda, Mechthilde, Salome ... Gertrudis mea ex patre. Vgl. auch v. Ledebur, Dynast. Forsch. 20f. -
Die Vermählung fand vor 13. Septtember 1159 (Cod. dipl. Sax. reg. I, 2, 290), und wohl Jahre vorher statt, da hier die beiden älteren Söhne Dietrich und Philipp aufgeführt werden und ihrer Zustimmung zu dem von ihrem Vater bewirkten Verkaufe Erwähnung geschieht. -
Mathilde starb 20. Januar 1189 (Eccard, Hist. geneal. Sax., Seite 81: a. 1189 obiisse ferunt, quod in medio relinquo, wohl nach Clauder, Stemma Sax. mit 1189 Januar 20).



CHRONIK VOM PETERSBERG: Seite 39,51,61,69
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1156
Zunächst ließ er (Markgraf Konrad) alle Güter, die er selbst oder seine Gattin dem Lauterberg hatten zukommen lassen, durch die Hand seiner Söhne - also des Markgrafen Otto von Meißen, Dietrichs, Markgrafen der Ostmark, des Grafen Heinrich von Wettin, des Grafen Dedo von Rochlitz <d.i.: von Groitzsch> und des Grafen Friedrich von Brehna - bestätigen, damit nach seinem Tode keinerlei Rechtsstreit darüber entstehen könne.
1174
Graf Dedo von Groitzsch gründete zu Ehren der Gottesmutter das Stift Zschillen <d.i. Wechselburg>. Als erster stand diesem der Kanoniker Dietrich vom Lauterberg vor, den Propst Ekkehard entsandt hatte, weil ihm der erwähnte Graf die Förderung dieses Stifts ans Herz gelegt hatte.
1184
Auch Markgraf Otto von Meißen und Graf Dedo <von Rochlitz>, die Brüder des genannten Markgrafen, versprachen für sein Seelenheil, um Einkünfte von 3 Mark zu sichern, 60 Mark; die Hälfte des Geldes hat Markgraf Otto umgehend bezahlt. Späterhin jedoch, als Propst Ekkehard von Dedo, damaligem Markgrafen der Ostmark, Einkünfte in dem Dorf Köckern [Kokere] kaufte, einem Dorf, das Dedo von dem Stift Pegau zurückgekauft hatte, erließ der Markgraf dem Stift und seinem Propst von dem Kaufpreis, der ihm zugesagt war, 30 Mark.
1190
König HEINRICH brach <1191>, um eine Frau zu nehmen, nach Apulien auf. Er wünschte, daß Dedo <V. von Groitzsch>, Markgraf der Ostmark, mit ihm ziehe. Der wußte, daß der Weg anstrengend sei und die Luft schlecht und, weil er so dick war, seinem Leib nicht zuträglich. Er ließ daher einen Arzt holen, der ihm das Fett von seinen Eingeweiden lösen sollte. An dem Bauchschnitt ist er am 16. August gestorben und im Stift Zschillen, das er selbst gegründet hatte, bestattet worden.

GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 238
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<Ein dritter Sohn Konrads des Großen> Graf Dedo <V.> von Rochlitz [Rochelitz] <d.i. Groitzsch> heiratete Mathilde [Machthildis] <+ 1189>, Tochter des Grafen Goswin <II.> [Gozwinus] von Heinsberg [Himisberc] <im nw. Nordrhein-Westfalen>, Schwester des Erzbischofs Philipp <I.> von Köln; mit ihr zeugte er Dietrich, Kanoniker des Domstifts zu Magdeburg, der später <nach seinem Austritt aus dem geistlichen Stande> Graf von Sommerschenburg [Sumirschenburc] und von Groitzsch genannt wurde, Propst Philipp von Xanten [Scantensis], Goswin [Gozwinus] und Heinrich, die noch in ihrer Jugend gestorben sind, und Markgraf Konrad <II. von der Nieder-Lausitz, + 1210> sowie eine Tochter Agnes, die den Herzog <Berthold V.> von <Andechs und> Meran <+ 1204> heiratete.
Im Jahre 1174 gründete Graf Dedo das <Augustiner-Chorherren->Stift Zschillen <jetzt Wechselburg, bei Rochlitz; die Kirche bereits 1168 geweiht, die Stiftung 1174 beurkundet>. Nach dem Tode des Markgrafen Dietrich <1185> erkaufte Dedo <V.> die Ostmark von Kaiser FRIEDRICH <I.> für 4.000 Mark. Im Jahre 1190 ist Markgraf Dedo von der Ostmark gestorben.
 
 
 
 

 1159
  oo Mathilde von Heinsberg, Tochter des Grafen Goswin II.
       um 1140/45-20.1.1189
 
 
 
 

Kinder:

  Dietrich Graf von Groitzsch
  vor 13.9.1159-13.6.1207

  Philipp Propst von Xanten (1182-1190)
        - vor 1190

  Konrad II. Graf von Groitzsch
  nach 13.9.1159-6.5.1210

  Heinrich
         -   1174

  Goswin
         -   1174

  Agnes
  um 1160/65-24./26.3.1195
 

um 1170
  oo Berthold VI. Herzog von Meranien
      1138-12.8.1204
 
 
 
 

Literatur:
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Albert Herzog zu Sachsen: Die Wettiner in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1995 Seite 16 - CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 39,51,61,69,238 - Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik Paul List Verlag KG München 1977 Seite 230,298 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 117,137,143, 151,165,169,172,175,177,264,316,327,337,340,343 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 39,41,45,50,53,55,62,101,108,113,117,126,130,132,135,143,150,168,176,186,189,195,207,209,226, 230,237,242,252,283,287,291,312,314,317,321,327,334,345,363 - Posse, Otto: Die Markgrafen von Meissen und das Haus Wettin bis zu Konrad dem Grossen. Giesecke& Devrint Verlag Leipzig 1881 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 2 Seite 44 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite 28,29-31,163 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 151 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 182 -