Agnes                                             Gräfin in Sachsen
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Tochter des Markgrafen Dedi II. von der Lausitz aus dem Hause der WETTINER aus seiner 1. Ehe mit der Oda von der Lausitz, Tochter von Markgraf Thietmar II.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 150
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

AGNES
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  oo FRIEDRICH, Graf in Sachsen
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Posse, Otto: Tafel 1, Seite 41
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

23. AGNES
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Gemahl:
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Graf Friedrich aus Sachsen

23. Agnes.

Dedi heiratete frühestens 1039. Daher konnte seine Tochter Agnes, die die Geneal. Wettin. (Beilage I,1) als drittes Kind aufführt, selbst wenn sie das erste gewesen wäre, frühestens 1040 ggeboren, also unmöglich die Mutter Adalberts, Erzbischofs von Bremen, gewesen sein, welcher schon 1032 Subdiakon war (Adam. Brem. 2, 66). Der Annalista Saxo, weil er dieselbe Quelle benutzte, aus welcher der Verfasser der Geneal. Wettin. schöpfte, hat diesen Irrtum ebenfalls. Man wird also der nur durch diese zwei Zeugen unterstützten Aussage unbedenklich die Nachricht der Chronik von Goseck (Mon. Germ. 10, 14) vorziehen, wonach Agnes, die Mutter Adalberts, aus dem Stamme der Grafen von Weimar entsprossen war: vielleicht war sie eine Schwester Wilhelms von Weimar, also Schwägerin derselben Oda, zu deren Tochter sie in der Geneal. Wettin. gemacht wird. Bedenkt man die nahe Verwandtschaft und nimmt man an, dass Dedo wirklich eine Tochter Agnes hatte, die ja auch einen Grafen Friedrich geheiratet haben kann (nur nicht den Pfalzgrafen), so erklärt sich die Verwechslung in der von dem Verfasser der Geneal. Wettin. und dem sächsischen Annalisten benutzten Quelle leicht. Eine solche Verwechslung wurde auch dadurch begünstigt, dass in beiden Familien gewisse Namen gemeinsam waren, so Oda, Dedo, Friedrich, was wohl mit ihrer Verwandtschaft zusammenhängt. Vgl. Seite 37. Zeitschrift für thüringische Geschichte  6, 271. Mittheil. der Gesellschaft des Osterlandes 3, 169. N. Mittheil. des Thür.-Sächs. Ver. 11, 133.



GENEALOGIE DER WETTINER: Seite 232
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Sein zweiter Sohn Dedi <II.> erhielt <nach dem Tode Ekkehards II. 1046> die Mark des Markgrafen Odo [Hodo] <Markgraf der Ostmark 1030-1032>, der keinen Erben hatte, und heiratete <1069> Oda, die Mutter des Markgrafen Otto [Otho] von Orlamünde <richtig: des Grafen Otto von Orlamünde und 1062-1067 Markgrafen von Meißen, Witwe des Grafen Wilhelm III. von Weimar, dieser 1003-1039> und zeugte mit ihr Dedi den Jüngeren <III., siehe aber weiter unten>, der in seiner Jugend starb, nachdem er <1069> von hinten tödlich durchbohrt <also ermordet> worden war, sowie zwei Töchter; deren eine, Adelheid heiratete den Markgrafen Ernst [Hernestum] von Bayern <richtig: Markgraf von Österreich 1056-1975> und gebar ihm den Markgrafen Leopold [Luppoldus] <II., Markgraf von Österreich 1075-1095>.

Pätzold Stefan: Seite 20,277-279
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221"

Dedi III., der wie seine Schwestern Adelheid und Agnes aus Dedos II. erster Ehe mit Oda stammte [83 Vgl. O. Posse, Genealogie, Tafel 1 Nr. 21-23], hatte sich mit seinem Vater zerstritten.
Von Dedo wird berichtet, daß er Odo als Markgraf der Ostmark folgte und in erster Ehe mit Oda, der Mutter Ottos von Weimar und Markgrafen von Meißen, verheiratet war; aus dieser Verbindung gingen Dedo III., Adelheid und Agnes hervor. Dedo III. wurde hinterrücks ermordet; Agnes und Adelheid heirateten mit Markgraf Ernst von Bayern und Pfalzgraf Friedrich einflußreiche Adlige.
Neben Dedo III. nennt der Genealoge noch die beiden Töchter, Adelheid und Agnes. Ihre Namen werden in der Vorlage nicht überliefert. Allerdings erwähnt der Annalista Saxo zum Jahre 1043 eine "filia Dedonis", die vom sächsischen Pfalzgrafen Friedrich von Goseck zur Frau genommen wurde. Hingegen sucht man die Angaben der Genealogia Wettinensis, daß Adelheid mit dem bayerischen Markgrafen Ernst verheiratet war, der mit dem BABENBERGER Ernst von Österreich (1056-1075) gleichzusetzen sein dürfte [60 Seite 227 Zeile 25-27. Vgl. dazu K. Lechner, Seite 85-87 sowie W.K. von Isenburg/F. von Loringhoven, N.F., Band 1, Tafel 39.], beim Sächsischen Annalisten vergebens. Es ist dem Genealogen also wichtig, auf die bedeutenden Ehepartner von Dedos Töchtern und besonders die Verbindung zum sächsischen Pfalzgrafen hinzuweisen.
 
 
 

  oo Friedrich Graf aus Sachsen
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Literatur:
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CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 232 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 20, 277-279 -   Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel 1 Seite 41 -  Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 150 -