Bernhard                                        Graf von Werl
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Sohn des Grafen N.N.
Nach Paul Leidinger eventuell Sohn des 957-955 bezeugten Grafen Heinrich und Bruder von Graf Hermann I. von Werl
 

Leidinger, Paul: Seite 87
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"Untersuchungen zur Geschichte der Grafen von Werl. Ein Beitrag zur Geschichte des Hochmittelalters."

Aufgrund seiner Grafschaftsbesitzungen im Leri- und Dersigau und am westfälischen Hellweg, für die er im Jahre 980 bezeugt ist [D O II 224 und 228. Vgl. Hömberg, Comitate 88.], sowie aufgrund seines Namens [Weitere Bernharde im WERLER Haus waren ein Sohn und ein Enkel Hermanns I. von Werl (unten Nr. 6 und 10).] kann Graf Bernhard dem WERLER Haus zugerechnet werden. Vielleicht war er ein Bruder Hermanns I., der ohne eigene Erben verstorben ist, da wir 1020 Hermanns I. gleichnanmigen Sohn im Besitz des Komitats im Lerigau finden [D H II 421. Durch die Erwähnung Drebbers (an der Hunte, Kr. Diepholz) erweist sich die Identität des Komitats mit dem Heinrichs von 947 (D O I 91) und dem Bernhard von 980 (D O II 224). Vgl. oben Seite 71 f.]. Der Haupterbe des WERLER Geschlechts und Gemahl Gerbergas von Burgund war Bernhard jedoch nicht [Vgl. oben Seite 73.]. Sonstige Zeugnisse für Bernhard besitzen wir nicht [Eine Identifizierung Bernhards mit dem noch vor 989 wohl ohne eigene Kinder verstorbenen zweiten Gemahl einer "nobilis matrona" Bertha (vgl. D O III 53; Reg O III 1010; dazu Schölkopf, Die Sächsischen Grafen 156 f) ist wohl nicht möglich.].

Verschiedene Forscher verwechseln Bernhard von Werl mit Bernhard I. von Werl und sehen dabei Bernhard I. als Gemahl der Gerberga von Burgund an.