Leidinger, Paul: Seite 99-105
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"Untersuchungen zur Geschichte der Grafen von Werl. Ein Beitrag zur Geschichte des Hochmittelalters."

DIE ZWEITE GENERATION

6. GRAF BERNHARD VON WERL-HÖVEL, SOHN GERBERGAS VON BURGUND

Wie bei Rudolf, so brauchen auch gegen die Überlieferung des Annalista Saxo für Bernhard, den dritten WERLER Sohn Gerbergas von Burgund, keine Einwände erhoben werden, zumal die Angaben über seinen Familienzweig gerade in ihren wichtigsten Stücken durch die Gesta Trevirorum und durch besitzgeschichtliche Erwägungen gesichert werden. So bestätigen die Gesta Trevirorum die Verwandtschaft zwischen den rheinischen Grafen von Berg und den Grafen von Laufen am Neckar, die durch Bernhards Tochter Ida (Nr. 12), welche in erster Ehe mit Graf Heinrich von Laufen vermählt war, und seine Enkelin Adelheid (Nr. 14) aus dieser Ehe, deren erster Gemahl Graf Adolf II. von Berg war, vermittelt worden ist. Wie aber besitzgeschichtliche Erwägungen erkennen lassen, die erst jüngst Albert K. Hömberg in ihrer ganzen Konsequenz deutlich gemacht worden sind, waren sowohl Bernhards Tochter Ida als auch seine Enkelin Adelheid Erbtöchter, und brachte Adelheid ihrem ersten Gemahl Adolf II. von Berg das westfälische Erbe ihres Großvaters zu. Dieses bestand vor allem aus der mitten in Westfalen gelegenen Burg Hövel am Nordufer der Lippe (Unweit Hamm). Nach ihr nennt der Annalista Saxo den rheinischen Gemahl Adelheids daher zu recht "de Huvile". Auch andere Quellen bezeichnen ihn seit 1126 zuweilen so.
Die Burg Hövel kann damit als der eigene Stammsitz Bernhards gelten, den dieser sich vielleicht selbst erbaut hat. Zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Neffen, dem Begründer des ARNSBERGER Grafenhauses (Nr. 10), hat Hömberg ihn daher "Bernhard von Werl-Hövel" genannt, eine Bezeichnung, der auch wir uns in dieser Arbeit anschließen.
Um die Burg Hövel lag auch der Grafschaftsbesitz Bernhards, der sich über einen Teil des Brukterergaues südlich der Lippe erstreckte. 1023 werden die Höfe Honsel, Bauerschaft Assen, Kr. Beckum, und Steinen, 6 km westlich von Werl am Helweg, Kr. Unna, in der Grafschaft Bernhards in Westfalen genannt. Vielleicht ist bereits für die Jahre zwischen 1003 und 1020 mit dem Auftreten Bernhards in diesem Raum zu rechnen [In einem Prekarievertrag erwarb in dieser Zeit (am 16. Februar 1003?) der Erzbischof Heribert von Köln den Hof Rhade (Kr. Altena) mit Zustimmung eines Benno, seiner Gattin und seiner Miterben gegen den Hof Pelkum (Kr. Unna) für das Kloster Deutz, vgl. Lacomblet, UB I 141. Bei der Titellosigkeit des erwähnten Benno und bei der Häufigkeit seines Namens in damaliger Zeit könnte die Nachricht auf sich beruhen, wenn nicht in einem Verzeichnis der Wohltäter des Klosters Deutz, das dessen Küster um 1164 verfaßte, der genannte Benno zweimal ausdrücklich als "vir nobilis" angesprochen, auch die Schenkung der Kirche in Kierspe durch ihn - ob zu Recht? - erwähnt würde (vgl. Reg. Eb Köln I 599 und 658). Die Erinnerung im Kloster Deutz an den so unscheinbar auftretenden Wohltäter und dessen edle Abkunft nach 150 Jahren noch erklärt sich am ehesten bei einer Identifizierung des genannten Benno mit dem Grafen Bernhard von Werl-Hövel, der gemäß der Aussage des Annalissta Saxo als Bruder der Kaiserin Gisela anzusehen ist, also wirklich ein "vir nobilis" war (vgl. zum Wert dieser Bezeichnung Annalista Saxo SS VI 767 a. a. 1130: Hic (sc. Conradus de Eikstide) erat vir nobilis. Siquidem Esicus comes de Ballenstide desponsavit Machtildem, sororem Gisle imperatricis, habuitque ex ea ...). Außerdem aber waren die Grafen von Berrg, die seit alters her die Vogtei über das Kloster Deutz verwalteten, durch die Heirat Adolfs II. mit Adelheid von Laufen, Tochter Idas von Werl-Hövel, Nachkommen und Erben des Grafen Bernhard von Wer-Hövel, dem wohl auch Rechte im Bereich der späteren Grafschaft Altena zugesprochen werden müssen. Durch die Grafen von Berg konnte daher die Erinerung an den WERLER Ahnherrn im Kloster lebenddig bleiben. Daß zur ältesten Ausstattung von Deutz ferner die Höfe in Schlückingen (3 km sw Werl), Kirchhörde (Stadt Dortmund), Lenhausen und Rönkhausen (Kr. Meschede), Kirchlinde (Kr. Arnsberg) - also im Herrschaftsgebiet der WERLER Grafen - gehörten (vgl. Reg. Eb Köln I 658), sei nur angedeutet.]. Noch 1059 ist in dem im Dreingau gelegenen Komitat ein Graf Bernhard nachweisbar, aus dessen Grafschaft HEINRICH III. den Haupthof Püning (bei Wolbeck) mit zugehörigen Vorwerken u. a. in Sommersell (bei Enniger) an die bischöfliche Kirche von Paderborn tradiert. Doch dürfte der zu diesem Jahr genannte Bernhard kaum mehr mit dem Grafen von Werl-Hövel identisch sein, da dessen Lebensansatz wie der seines Bruders Rudolf auf die Zeit 982-986 hinweist und er somit 1059 bereits 75 Jahre alt gewesen wäre, ein Alter, das sein Auftreten für diese Zeit zwar nicht ganz ausschließt, aber als unwahrscheinlich erscheinen läßt. Besser ist deshalb der 1059 als Graf im Dreingau genannte Bernhard mit dem Grafen Bernhard von Werl-Arnsberg (Nr. 10) zu identifizieren, der um die Mitte des 11. Jahrhunderts die Rechte des WERLER Hauses zumeist in seiner Hand wieder vereinigte und daher wohl auch in das Erbe seines söhnelos [Der Annalista nennt nur Töchter als Kinder Bernhards von Werl-Hövel und von diesen nur Ida namentlich. Da Ida und ihre Tochter Adelheid die Burg Bernhards in Hövel erbten, ist die Existenz von Söhnen auch unwahrscheinlich.] verstorbenen gleichnamigen Oheims von Werl-Hövel eingetreten sein wird; denn eine Vererbung der Grafschaftsrechte Bernhards von Werl-Hövel an die Nachkommenschaft seiner Tochter Ida entsprach, solange in der Hauptlinie seines Bruders Hermann noch männliche Erben vorhanden waren, nicht dem damaligen Erbrecht. Die Grafen von Berg dürften daher noch nicht mit dem Zeitpunkt der Heirat Adolfs II. mit Adelheid von Laufen um etwa 1075/80 in das Grafschaftserbe Bernhards von Werl-Hövel eingetreten sein, sondern erst nach dem Tode des letzten WERL-ARNSBERGERS, Friedrichs des Streitbaren, 1124. Demgemäß entfällt also das Jahr 1059 für die Berechnung der Lebenszeit Bernhards von Werl-Hövel.
Vermutlich war Bernhard von Werl-Hövel auch Vogt des Reichsstifts Essen und begegnet um 1027 in dieser Stellung. Vielleicht ist die WERL-ARNSBERGER Bruderlinie ihm auch hier gefolgt, da wir für das Jahr 1073 einen Essener Vogt Konrad bezeugt finden, der mit dem Grafen Konrad von Werl-Arnsberg identisch sein könnte. Im 12. Jahrhundert finden wir dann die Grafen von Berg mit ihren Seitenlinien als Vögte von Essen.
Nicht ganz eindeutig zu bestinmmen sind die Beziehungen Bernhards von Werl-Hövel zum Paderborner Raum und zur Stifterfamilie der HAOLDE von Geseke, auf die Albert K. Hömberg erstmals hinweist. Danach soll Bernhard von Werl-Hövel identisch sein mit einem Verwandten des Grafen Dodiko von Warburg namens Bern, der 1022 erfolgreich sein Erbteil von Bischof Meinwerk einklagte, und mit einem Bernhard, der als nepos und Vogt der Äbtissin Hildegund von Geseke, der Mutter des Grafen Dodiko und seines Bruders Sigibodo, bezeichnet wird und mit der Äbtissin Hildegung zusammen 1024 auf einem Fürstentag zu Herzfeld ebenfalls aus Erbgründen gegen Meinwerk - allerdings erfolglos - prozessierte. Aufgrund der Bezeichnung Bernhards als nepos der Äbtissin Hildegund sieht Hömberg den Grafen Bernhard von Werl-Hövel als Sohn einer Schwester Hildegunds an und nicht als Sohn Gerbergas von Burgund. Doch kann dieser Schluß nach den vorstehenden Ausführungen über den Grafen Bernhard von Werl-Hövel in keiner Weise zutreffen, auch läßt das Wort "nepos" eine weitere Auslegung zu. Die Identität Bernhards von Werl-Hövel mit den genannten Verwandten der Haoldschen Stifterfamilie Bern und Bernhard [Bern und Bernhard dürfen wohl als ein und dieselbe Person angesheen werden, vgl. Hömberg, Comitate 24 n 49; Schölkopf, a.a.O. 145.] kann daher nicht als gesichert betrachtet werden. Offen muß ebenso auch bleiben, ob Bernhard von Werl-Hövel mit jenem Grafen Bernhard gleichgesetzt werden kann, der zwischen 1025 und 1033 Inhaber jenes "in locis Hessiga, Netga, Nihterga" im Diemelraum gelegenen Komitaten gewesen ist, der einst dem Grafen Dodiko von Warburg gehörte, nach dessen Tod (20. August 102) jedoch von HEINRICH II. an das Bistum Paderborn geschenkt wurde. KONRAD II. machte diese Übertragung zu Anfang seiner Regierungszeit rückgängig und gab den Komitat an das Erzstift Mainz, doch restituierte er ihn 1033 wieder der Paderborner Kirche, die Grafschaft nunmehr als "totum Bernhardi comitis quondam comitatum ... in locis Hesse, Nitergo, Netgo, Bohteresgo" bezeichnend. Im Vergleich zu früher erscheint die Grafschaft Dodikos also um den "Bohteresgo" vermehrt. Hömberg vermutet in ihm die Bezeichnung für die Grafschaft Bernhards von Werl-Hövel am westlichen Hellweg (Raum Unna-Dortmund). Diese Anahme ist jedoch unwahrscheinlich; denn der alte Brukterergau erstreckte sich ehemals auch über das Gebiet des östlichen Hellwegs. So könnte zum Beispiel auch der Raum Geseke in Betracht gezogen werden. Auch ist mit der Möglichkeit anderer Träger des Namens Bernhard zu rechnen, die in Frage kommen könnten [Vgl. Vita Meinwerci, Register Seite 138. In Betracht zu ziehen ist unter anderem ein Bernhardus comes, dessen Tochter die Konkubine eines Hathaldus (Haold) war (cap. 203); ein Bernhardus comes, der bei der Tradition von 4 Unzen Gold durch Meinwerk an die Domina Bevcela begegnet (cap. 118; ein Benno comes, der 1024 zu Mühlhausen unter den Zeugen einer Gegenleistung Meinwerks sich findet (cap. 56). Der dort zuletzt genannte Graf Bernhard dürfte mit dem NORTHEIMER zu identifizieren sein, da sein Bruder Siegfried ihm vorangeht); ein Graf Bernhard, der 1024 zu Herzfeld eine Gegenleistung Meinwerks bezeugt (WUB I 107; Vita Meinwerci, cap 202, vgl. dazu Hömberg, Comitate 23), wo eine Identität mit dem Grafen Bernhard von Werl-Hövel angenommen wird); ein Graf Bernhard, der um 1018 die Übertragung eiens Gutes in Brundorf (Amt Schötmar in Lippe) an Meinwerk bezeugt (cap. 100; eine Identifizierung mit dem Grafen Bernhard von Werl-Hövel liegt nahe, vgl. auch Lange, Die Grafen von Northeim, 26 n 180); ein Graf Bernhard, der bei einer Gegenleistung Meinwerks wohl zu Paderborn zugegen ist (cap. 123; der NORTHEIMER dürfte hier mit dem am drittletzter Stelle genannten Benna identisch sein); ein Graf Benno, der 1025 unter den Intervenienten der Versöhnung des BILLUNGERS Thietmar mit Meinwerk begegnet (cap. 195; der Bezug zu dem WERL-HÖVER liegt hierbei ebenfalls nahe, da Graf Hermann II. von Werl ihm vorangeht); ein Graf Bernhard (von Padberg), der unehelicher Abkunft war (D K II 153; Vita Meinwerci, cap. 205). Gewiß sind einige der genannten Bernharde und Bennos miteinnander identisch, bei einigen Zeugnissen kann auch Identität mit dem Grafen Bernhard von Werl-Hövel vermutet werden, aber die Bruchstückhaftigkeit der Überlieferung läßt keine sichere Unterscheidung zu. Mit Sicherheit auszuschließen ist lediglich der Bezug der Nachrichten von 1022,1024 und 1033 auf den Grafen Bernhard oder Benno von Northeim, der erst nach 1033 in den ehemaligen Komitat Dodikos im Diemelgebiet eingetreten ist (vgl. Lange, a.a.O. 28 f., der Hömbergs These über die Beziehungen Bernhards von Werl-Hövel zum Paderborner Raum und zur Stifterfamiklie der HAOLDE von Geseke zustimmt).].
Aber gerade das Erwägen solcher Möglichkeiten zeigt, daß eine Beziehung des WERLER Hauses, besonders des Grafen Bernhard von Werl-Hövel, zu den genannten Nachrichten nicht generell bestritten werden kann. Darauf weisen auch die folgenden Indizien hin. So war wahrscheinlich Graf Hermann II. von Werl bei der Aussöhnung Bischof Meinwerks und Berns im Beisein des Kaisers zu Ermschwert zugegen, finden wir Graf Hermann II. zusammen mit seinen vier Söhnen Heinrich, Konrad, Adalbert und Bernhard 1024 bei der erfolglosen Klage der Äbtissin Hildegund von Geseke und ihres nepos Bernhard gegen Meinwerk als Zeugen im Umstand, dürfte der Entzug der ehemaligen Dodikoschen Grafschaft im Diemelgebiet von Paderborn und ihre Übertragung an das Erzstift Mainz 1025 durch KONRAD II. vielleicht auch einen Akt des Wohlwollens für das der salischen Kaiserfamilie verwandte WERLER Haus darstellen [Das D K II 198 von 1033 führt an, daß die Übertragung damals "per suggestionem Magontini presulis" und "iniusto persuasi consilio irrationabiliter" geschehen sei. Eine besondere Begünstigung für den Mainzer Oberhirten ist aus der Übertragung der Grafschaft an das Erzstift Mainz durch KONRAD II. jedoch kaum zu folgern, da ja gerade Aribo es war, der im September 1024 die Krönung von KONRADS II. Gemahlin Gisela in Mainz abgelehnt hatte. Andererseits ist auch nicht einzusehen, daß KONRAD II. ohne besondere Gründe für eine solche Maßnahme vorgenommen hat, die den Paderborner Bischof Meinwerk verärgern mußte. Nutznießer bei der Umschreibung der Grafschaft von Paderborn auf Mainz war auf jeden Fall jener Graf Bernhard, nach dem die Grafschaft 1033 benannt wird. Da dieser Graf Bernhard in Beziehung zur Stifterfamilie von Geseke zu setzen ist, so ist anzunehmen, daß KONRAD II. mit seiner Maßnahme damals einen Ausgleich in dem mehrjährigen Streit der Erben des Grafen Dodiko um dessen Hinterlassenschaft mit dem Bischof Meinwerk von Paderborn schaffen wollte, bei dem Meinwerk jedoch nicht der Begünstigte war. Die Übertragung der Grafschaft an Mainz hätte demnach hauptsächlichden Sinn gehabt, den Besitz des Komitats für den genannten Grafen Bernhard zu sichern, denn der Rückübertragung der Grafschaft an Paderborn liegt ja 1033 in keiner Weise ein getrübtes Verhältnis des Kaisers zum Mainzer Oberhirten zugrunde. Kann man aber den als Inhaber der Grafschaft genannten Grafen Bernhard als den eigentlichen Begünstigten des ganzen Rechtsaktes ansehen und trifft für ihn die Identität mit dem Grafen Bernhard von Werl-Hövel zu, wie Hömberg sie erwogen hat, dann stellt die Umschreibung der Grafschaft an Mainz einen Akt des Wohlwollens für die dem salischenHaus verwandte WERLER Grafenfamilie dar, von der Graf Hermann II. damals am Hofe KONRADS nachweisbar ist (D K II 26, vgl. oben Seite 93).]. Daß Interssen des WERLER Hauses in den Paderborner Raum führten, deutete jenes mißlunghene Unternehmen der WERLER consobrini imperatoris von 1018 an, für das als Hintergrund auch die Auflösung des Erbes der Haoldschen Stifterfamilie zu Geseke angenommen werden muß, das die Grafen Dodiko von Warburg und sein Bruder Sigibodo schon zu ihren Lebzeiten in sehr großzügiger Weise an die Paderborner Kirche tradierten. Bleiben uns auch die genaueren Zusammenhänge verschlossen, so wird mit einiger Sicherheit doch behauptet werden dürfen, daß Graf Bernhard von Werl-Hövel zumindest hier beteiligt war, da er ja zu den empörerischen WERLER consobrini imperatoris HEINRICHS II. dieser Zeit zu rechnen ist.
Wir fassen zusammen: Auch Bernhard von Werl-Hövel war ein WERLER Sohn Gerbergas von Burgund. Von seiner Lebenszeit ist jedoch lediglich der Beginn um 982/86 genauer festzulegen, das Ende bleibt unbestimmt, ist aber wohl in den Jahrzehnten nach 1030 zu suchen. Auf das Zeugnis von 1059 wird man aber wohl für Bernhard von Werl-Hövel verzichten müssen. Die Herrschaftsstellung Bernhards - die Grafschaft Hövel, vielleicht die Vogtei Essen, wahrscheinlich Beziehungen zum Paderborner Raum - war nicht unbedeutend, wenngleich nicht so mächtig wie die seines älteren Bruders Hermann, zu dem Bernhard in näherer Beziehung als Rudolf gestanden zu haben scheint. Erbe seines Besitzes wurden seine Tochter Ida (Nr. 12) [Der Annalista Saxo SS VI 676 f a. a. 1026 spricht zwar von Töchtern Bernhards, doch bleiben weitere außer Ida unbekannt. Die von Seibertz, Dynasten 248 ff, insbesondere 356 ff., ausgesprochene Vermutung, die als Konkubine eines Grafen Haold bezeugte Tochter eines Grafen Bernhard, die die Mutter des unehelich geborenen Grafen Bernhard von Padberg war (Vita Meinwerci, cap. 203 und 205),sei eine weitere Tochter Bernhards von Werl-Hövel gewesen, trifft aus lebenszeitlichen Erwägungen wohl nicht zu, da Bernhard von Padberg schon 1030 verstorben zu sein scheint.] und später die rheinischen Nachkommen seiner Enkelin Adelheid (Nr. 14), die Grafen von Berg.
Die Gemahlin Bernhards bleibt unbekannt.