Uta von Calw                                   Herzogin von Schauenburg
------------------                                 Markgräfin von Tuszien
um 1110/20-26.8. nach 1196/vor 1204
 

Erb-Tochter des Grafen Gottfried von Calw und der Liutgard von Zähringen, Tochter von Herzog Berthold II.
 

Brandenburg Erich: Tafel 38 Seite 76
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 573. UTA
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* ..., + ...

Gemahl:
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Welf VI. Herzog von Spoleto (siehe XI 123)
        + 1191 25. XII.



Schwennicke Detlev: Tafel 18
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

WELF VI.
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* 16.XII. 1114/15. XII. 1116, + Memmingen 15.XII. 1191

Begraben: Steingaden

1152 von RAVENSBURG
1152/72 HERZOG VON SPOLETO und MARKGRAF VON TUSCIEN
nimmt 1147 das Kreuz, gründet 1147 Kloster Steingaden
1152 Vogt von Zwiefalten

  oo vor I 1133
       UTA HERZOGIN VON SCHAUENBURG
               + 1196

gründet 1192 Kloster Allerheiligen

Tochter von Gottfried I. Graf von Calw, 1113/26 Pfalzgraf am Rhein



Schwennicke, Detlef: Tafel 30
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben"

UTA HERZOGIN VON SCHAUENBURG
-------------------------------------------------------
    + 1196

  oo WELF VI. 1152 Herzog von Spoleto (WELFEN)
                  + 15.12.1191



Thiele, Andreas: Tafel 25
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

UTA VON CALW
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Erbin bedeutender Güter u.v. Calw, Stifterin von Kloster "Allerheiligen"

  oo WELF VI. HERZOG VON SPOLETO
                 + 1191



Heine Alexander (Hg.): Seite 56,85
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"Geschichte der Welfen"

20. Kapitel Geschichte der Welfen

Weil wir aber Welf erwähnt haben, scheint es nicht unpassend, wenn wir in dieser Erzählung einiges von dem einschalten, was er um dieselbe Zeit jenseits der Alb getan hat. Welf nahm in seiner Jugend unter Vermittlung seines Bruders Herzog Heinrich Uta, die Tochter des reichen Pfalzgrafen Gottfried von Calw zur Gemahlin. Daher erlangte er auch alles, was ihr gehörte, sowohl Lehen als freies Erbgut.

Steingadener Fortsetzung

Auch seine Gemahlin Uta, die hochedle und ganz unbescholtene Frau, rief er von jenseits der Alb zu sich und versöhnte sich mit ihr. Und so verfiel er endlich zu Memmingen, wo er sich häufig aufhielt, in eine schwere Krankheit und beschloß seine Tage im sechsundsiebzigsten Jahre seines Alters mit einer vollkommenen Reue.

Schneidmüller Bernd: Seite 165,184,210,203
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."

Wie sein älterer Bruder Heinrich der Stolze hatte Welf VI. damals das Glück, mit Uta von Calw ebenfalls ein Einzelkind zu heiraten. Sie trug ihm das reichste Erbe zu, das im Südwesten damals zur Disposition stand. Utas Vater Pfalzgraf Gottfried stammte über seine Mutter vom lothringischen Herzogshaus ab und unterhielt Kontakte zum lothringischen Reformkreis. Um 1130/31 starb Gottfried. Das Schicksal seiner jugendlichen Tochter, die ihren Gemahl Welf VI. überlebte und 1196 zur Stifterin des Prämonstratenserklosters Allerheiligen wurde, könnte bereits in der welfischen Hausordnung von 1126/27 geregelt worden sein. Heinrich der Stolze bahnte damals für seinen jüngeren Bruder Welf VI. die Ehe mit Uta an, die wohl 1130 geschlossen wurde.
An Weihnachten 1146, zwei Tage vor seinem König, nahm Welf VI. in Peiting das Kreuz. Dabei beschenkte er mit seinem minderjährigen Sohn Welf VII. - auf Anraten seiner Gemahlin Uta - das Kloster Hirsau.
Die entscheidenden Fährten legte die Steingadener Fortsetzung der Historia Welforum: Einen Sohn konnten Welf VI. und Uta in ihrem Alter kaum noch erwarten. Die Liebe Welfs zur Gemahlin war erkaltet. Vielmehr suchte er fremde Umarmungen, widmete sein Leben dem Feiern und Verschwenden.
Auch seine Gattin Uta, die besonders edle und züchtige Frau, rief er von jenseits der Alb zu sich und versöhnte sich mit ihr.

Stälin Paul Friedrich: Seite 263
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"Geschichte Württembergs"

Die Ehe war jedoch keine glückliche. Uta lebte meist getrennt von ihrem Manne und wohnte wohl viel auf dem Schlosse Schauenburg (bei Oberkirch im Badischen), nach welchen sie sich Herzogin von Schauenburg nannte.
 
 
 
 

1126/27
  oo Welf VI. Markgraf von Tuszien
       1115-15.12.1191
 
 
 
 

Kinder:

  Elisabeth
  1130/35-11.10.1164/80

  Welf VII. Graf von Altdorf
  um 1130-12.9.1167
 
 
 
 

Literatur:
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Ay, Karl-Ludwig/Maier, Lorenz/Jahn Joachim: Die Welfen. Landesgeschichtliche Aspekte ihrer Herrschaft. Universitätsverlag Konstanz GmbH 1998 Seite 92,123,136 - Barz Paul: Heinrich der Löwe. Ein Welfe bewegt die Geschichte. Keol Verlag Bonn 1978 Seite 267 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 38 Seite 76 - Heine Alexander (Hg.): Geschichte der Welfen. Phaidon Verlag GmbH Essen Seite 56,85 - Jehl, Rainer: Welf VI., Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todesjahr vom 5. bis 8. Oktober 1991 im Schwäbischen Bildungszentrum Irse, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995, Seite 26,29,30,32-34, 37,38,40-42,49,55,56,120 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 30,165,184,210,203 - Schwarzmaier, Hansmartin: Dominus totius domus comitisse Mathildis. Die Welfen und Italien im 12. Jahrhundert. in: Karl Rudolf Schnith, Roland Pauler (Hg.), Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag, Kallmünz 1993 Seite 283-307 - Schwarzmaier, Hansmartin: Uta von Schauenburg, die Gemahlin Welfs VI., in: Welf VI. Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todestages Welfs VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 Seite 29-43 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 18 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 30 - Stälin, Paul Friedrich: Geschichte Württembergs, Gotha 1882 Seite 263 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 25 -