Sophia von Bayern                         Herzogin von Zähringen
------------------------                        Herzogin von Steiermark
um 1105-11.7. um 1140 (1145)

Begraben: Kloster Weingarten
 

Jüngere Tochter des Herzogs Heinrich IX. der Schwarze von Bayern aus dem Hause der WELFEN und der Wulfhilde Billung von Sachsen, Tochter von Herzog Magnus
 

Brandenburg Erich: Tafel 22 Seite 44
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XI. 120. SOPHIE
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* ..., + 22. VII. vor 1147

Gemahl:
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a) Berthold III. Herzog von Zähringen
            + 1122 3. V.

b) Leopold, Markgraf von Steiermark
            + 1129 24. X.



Schwennicke Detlev: Tafel 18
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

SOPHIE
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    + 10.VII. vor 1147

als Witwe geistlich zu Admont

  I. oo BERTHOLD III., 1111 Herzog von Zähringen
                   + vor Molsheim/Elsaß gefallen 3.XII. 1122

  II. oo 1122/23
            LEOPOLD DER STARKE Markgraf von Steyer
                     + 24.X. 1129



Thiele, Andreas: Tafel 30
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

SOPHIE
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    + um 1140

  1. oo BERCHTOLD III. HERZOG VON ZÄHRINGEN
                    + 1122 gefallen

  2. oo LEOPOLD I. MARKGRAF VON STEIERMARK
                    + 1129



GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 64
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20. LEOPOLD
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1122-1129
 + 24.X.
Markgraf. Vogt von Sankt Lambrecht. 1122 Miterbe der EPPENSTEINER. Gründer von Reun (vgl. Pirchegger, Geschichte der Steiermark I, 146).

Gattin:
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Sofie, Tochter Herzog Heinrichs IX. von Bayern, + 22.VII. vor 1147.



Heine Alexander (Hg.): Seite 50,53
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"Geschichte der Welfen"

15. Kapitel Geschichte der Welfen

Herzog Heinrich nun hatte von Wulfhild drei Söhne außer jenen, welche das himmlische Vaterland in den Kinderjahren in seinen Schoß aufgenommen, nämlich Konrad, Heinrich und Welf und vier Töchter, Judith, Sophia, Mathilde und Wulfhild. Judith heiratete Friedrich von Schwaben und gebar ihm unseren Kaiser FRIEDRICH und die Gemahlin des Herzogs Matheus von Lothringen. Sophia nahm Berthold, Herzog von Zähringen, und nach dessen Tod Leopald, Markgraf von Steier, zum Gemahl. Mathilde vermählte sich zuerst mit Theopald, dem Sohn Theopalds, Markgrafen von Vohburg, und nach seinem Tod mit Gebhard von Sulzbach, Wulfhild heiratete Rudolf, den Grafen von Bregenz.

17. Kapitel Geschichte der Welfen

Während dies in Bayern geschieht, belagert der Kaiser im Kampf mit Herzog Friedrich Speyer, eine Stadt am Rhein, und fordert Herzog Heinrich durch eine Botschaft auf, ihm so schnell als möglich zu Hilfe zu kommen. Dieser überläßt ohne Zaudern die Belagerung und die ganze Angelegenheit seiner Schwester, der verwitweten Markgräfin Sophia, welche gerade mit 800 Geharnischten zu ihm gestoßen war, und eilt mit mehr als 600 Rittern zum Kaiser.

Heyck Dr. Eduard: Seite 245-246
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"Geschichte der Herzöge von Zähringen"

Bertold III. hinterließ eine Gemahlin, doch keine Kinder. So mochte sie ihm vielleicht erst kurz vorher angetraut worden sein, als des Herzogs Tod sie schon zur Witwe machte. Sie war die zweite Tochter Heinrichs des Schwarzen (aus dem den ZÄHRINGERN so lange Zeit verbündeten welfischen Hause) und seiner sächsischen Gemahlin Wulfhild und war Sophia geheißen; ihre ältere Schwester Judith war die Gattin Friedrichs II., des STAUFERS von Schwaben, der also dadurch Bertolds III. Schwager war, die jüngere, Wulfhild, war die Gemahlin Rudolfs aus dem mit den ZÄHRINGERN schon durch die RHEINFELDER verschwägerten Bregenzer Grafenhaus.
Als Mitgift waren Sophie Güter aus der Achalmer Erbschaft der WELFEN zugewiesen worden und Bertold III. bestätigte daher - zu leider unbekannter Zeit - ebenso wie sein Schwiegervater es getan hatte, dem Kloster Zwiefalten bereitwillig alle von dessen achalmischen Stiftern gemachten Schenkungen aus dem Gute dieser Familie.
Nach seinem Tode hat die Frühverwitwete dem Markgrafen Liupold dem Tapferen von Steiermark die Hand zu einem zweiten Ehebunde gereicht. Sie muß eine zuverlässige Frau gewesen sein, denn als sie, damals zum zweiten Male verwitwet, im Jahre 1129 mit einem Geleit von 800 Gepanzerten in die Heimat zurückkehrte, vertraute ihr ihr Bruder, Herzog Heinrich der Stolze, der längere Zeit vergeblich die feste Burg Falkenstein in der Nähe von Regensburg umschlossen hatte und nun genötigt war, dem König LOTHAR zum Beistand nach Speyer zu eilen, die Fortsetzung der Belagerung an. Sophie ist danach in der Heimat geblieben und an einem 11. Juli gestorben, sie wurde in dem welfischen Kloster Weingarten bestattet, das ihrer Freigebigkeit ein purpurnes Pallium, eine Dalmatica und einen Becher verdankte.

Lechner, Karl: Seite 129,144,148,177,179
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"Die Babenberger Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246"

Von Ebrach in Ostfranken, dem ersten Zisterzienserkloster in S-Deutschland, kamen Mönche nach Rein bei Graz, wo auf dem Stammgut eines ausgestorbenen Adelsgeschlechtes (de Runa) von Markgraf Leopold dem Starken der steierischen Mark und seiner Frau, der WELFIN Sophie, im Jahre 1129 die erste Zisterze in Österreich gegründet wurde. Von Rein aus wurde Wilhering bei Linz besiedelt (1146), während Baumgartenberg im oberösterreichischen Machland von Heiligenkreuz aus gegründet wurde (1142).
Dadurch, daß Herzog Heinrichs Schwester Judith mit dem STAUFER Friedrich II., Herzog von Schwaben, vermählt war (sie starb allerdings schon 1126), mochte Heinrich hoffen, den Gegensatz zwischen den beiden Geschlechtern WELFEN und STAUFERN ausgleichen zu können. Eine andere Schwester Sophie hatte den Traungauer Markgrafen Liutpold der karantanischen Mark (Steiermark), fortis, "der Starke" genannt (1122-1129), geheiratet. Dieser und seine Frau waren, wie schon gesagt, Gründer der ältesten Zisterze auf österreichischem Boden (Rein in der Steiermark).
Schon ein Jahr vorher war ein schwerer Gegensatz zwischen Heinrich Jasomirgott dem Herzog von Bayern, und Bischof Heinrich von Regensburg ausgebrochen, der zu einer allgemeinen Fehde und zur Exkommunikation des Herzogs und des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach führte, was Papst Eugen bestätigte. Aber auch ein Teil des bayerischen Adels stand auf Seite der WELFEN. Dazu gehörte vor allem Markgraf Otakar III. der karantanischen Mark, dessen Vater Liutpold mit der WELFIN Sophie, einer Tante Heinrichs des Löwen, verheiratet war.
Diese Verbindung zwischen BABENBERGERN und Traungauern stimmte auch mit der gemeinsamen Parteistellung als führende Gregorianer im Investiturstreit überein, die nun der Sohn Otakars II., Liupold, fortis genannt, fortsetzte. Er war mit der WELFIN Sophie, der Tochter Heinrichs des Schwarzen von Bayern, verheiratet.
Markgraf Liupold stiftete 1129 Rein, die älteste Zisterze in Österreich, zum Teil auf dem Erbgut Graf Waldos von Rein. Seine Witwe, die WELFIN Sophie, vollenedete die Stiftung.

Schneidmüller Bernd: Seite 159,166
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."

Der Bericht der Historia Welforum unterstreicht stolz den Rang des Hauses und die zukunftsträchtigen Heiratsverbindungen der Töchter: Judith heiratete den staufischen Herzog Friedrich II. von Schwaben und wurde zur Mutter Kaiser FRIEDRICHS I. BARBAROSSA wie der Gemahlin Herzog Matthäus' von Lothringen. Sophia war nacheinander mit Herzog Berthold von Zähringen und Markgraf Leopold von Steyr, Mechthild nacheinander mit Diepold, dem frühverstorbenen Sohn Markgraf Diepolds III. von Vohburg, und Graf Gebhard II. von Sulzbach, Wulfhild mit Graf Rudolf von Bregenz.
Den Kampf gegen Graf Friedrich von Bogen überließ der WELFE vorerst seiner verwitweten Schwester Sophia. Die Zahlenangaben der Historia Welforum lassen die Quantität der damaligen Kriegsführung erahnen. 800 Panzerreiter hatte Sophia ihrem Bruder mitgebracht; mit mehr als 600 Rittern zog dieser an den Rhein.

Pohl, Walter/Vacha, Brigitte: Seite 172
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"Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert."

Als Traungauer Grafen, die weiterhin zu den begütertsten Familien im heutigen Oberösterreich zählten, waren die OTAKARE auch Lehensleute der bayerischen Herzöge. Man versteht, warum ihnen vor 1156 die babenbergischen Nachbarn als Herzöge von Bayern gar nicht recht waren. Dabei konnten auch die OTAKARE auf Familienverbindungen zu STAUFERN und WELFEN zählen. Die Mutter Otakars III., Sophie, war eine Schwester der WELFIN Judith, der Mutter FRIEDRICH BARBAROSSAS. Otakars Frau wiederum war eine Schwester der Adela von Vohburg, der ersten, allerdings wegen Kinderlosigkeit verstoßenen Gemahlin BARBAROSSAS.
 
 
 
 

   1. oo Berthold III. Herzog von Zähringen
     x     um 1085-3.12.1122 gefallen

    1122
  2. oo Leopold I. Markgraf von Steiermark
                  -24.10.1129
 
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Otakar III.
  1125-31.12.1164

  Elisabeth
        -25.2.

  1. oo Rudolf II. Graf von Stade
                  -10.3.1144

  2. oo Heinrich V. Herzog von Kärnten
                 -12.10.1161

  Margarete
         -

  Kunigunde
          -

  oo Otto II. Graf von Purgstall
              -   1192
 
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik a. 1126 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 22 Seite 44 - Heine Alexander (Hg.): Geschichte der Welfen. Phaidon Verlag GmbH Essen Seite 50,53 - Heyck, Eduard: Geschichte der Herzoge von Zähringen. Freiburg im Breisgau 1891 Seite 245-246 - Lechner, Karl: Die Babenberger Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite 129,144,148,177, 179 - Pohl, Walter/Vacha, Brigitte: Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, Verlag STYRIA Seite 172 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 31,159,166 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 18 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 30 -