Helena von Dänemark                    Gräfin von Lüneburg
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um 1180-22.11.1233
 

Jüngere Tochter von König Waldemar I. von Dänemark und der Sophie von Nowgorod, Tochter des Fürsten Wladimir III.
 

Brandenburg Erich: Tafel 22 Seite 45
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 354 b. WILHELM
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* 1184, + 1213 13. XII.

Gemahlin:
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1202 VII.
Helene, Tochter König Waldemars I. von Dänemark
         + 1233 22. XI.



Schwennicke Detlev: Tafel 18
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

WILHELM
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* Wichester (VII.)1184, + 12.XII.1213

Begraben: Lüneburg St. Michaelis

1208 HERZOG von LÜNEBURG

  oo Sommer 1202
       HELENA VON DÄNEMARK
                 + Lüneburg 22.XI.(1233)

Begraben: Lüneburg St. Michaelis

Tochter von König Waldemar I. dem Großen



Thiele, Andreas: Tafel 32
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

WILHELM
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* 1184, + 1213

Jüngster Sohn Herzog Heinrichs des Löwen

  oo 1202
       HELENE VON DÄNEMARK

Tochter des Königs Waldemar I.; Erbin vonm Garding



Thiele, Andreas: Tafel 251
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

HELENE
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    + 1233

  oo 1202
       WILHELM GRAF VON LÜNEBURG
                 + 1213



Helena war die Erbin von Garding. Sie war die Schwester König Knuts und damit Schwägerin von Heinrichs des Löwen Tochter Gertrud.

Chronik des Albert von Stade:
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Das Jahr 1202.
 

König Otto verlobte dem Herzoge der Dänen die Tochter seines Bruders Heinrich in Hamburg und die  Schwester des Herzogs Helena seinem Bruder Willehelm. König Otto wird in Stadium aufgenommen und in Bremen. Simon, Graf von Tekeneburg, welcher gegen den Grafen Hermann von  Ravenesberg und dessen Sohn Otto kämpfte, wird getödtet. Aber ebenderselbe Hermann wird mit seinem Sohne gefangen fortgeführt. Der Presbyter Fulco starb. Conrad, Bischof von  Herbipolis, wird getödtet. Der König der Dänen, Kanut, starb; welchem Woldemar, sein Bruder, in der Herrschaft folgte.

Slavenchronik des Arnold von Lübeck
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15. Von der Hochzeit des Herrn Willehelm.
 

Es ist aber nicht zu vergessen, daß König Kanut mit Einwilligung seines Bruders Waldemar seine Schwester Frau Helena mit großem Gepränge mit Herrn Willehelm, dem Sohne Herzog Heinrichs, vermählte. Darüber freuten sich alle Freunde des Herzogs und das ganze Land der Holtsaten und Sturmarier, in der Hoffnung, er werde mit der Schwester des Herrn Königs das ganze Land bekommen. Aber diese Erwartung wurde getäuscht. Er selbst aber ward als Schwager des Königs von diesem und dessen Bruder, dem Herzoge, gar hoch geehrt, und stieg gar sehr an Würde und Ansehen. Im nächsten Sommer kam König Kanut nach Lubeke, und ward von der Geistlichkeit und dem gesammten Volke glänzend empfangen. Bei seinem Einzuge wurde ihm die Burg Travenemunde übergeben, was dem Könige nicht wenig Freude machte. Auch die Landesbewohner eilten dem Könige entgegen, und  erboten sich ihm bereitwilligst zu allen Diensten. Von da zog der König weiter nach Mulne, und kehrte, nachdem er dort, was früher unterlassen war, Geiseln empfangen hatte, heim, während sein Bruder, der Herzog, weiter vorwärts nach Lowenburg ging. Da er aber dieses nicht zu nehmen vermochte, kehrte er, nachdem er Haddenberg, welches die Lowenburger zerstört hatten, wieder ausgebaut und die Besatzungen verstärkt hatte, nach Hause zurück.

Schneidmüller Bernd: Seite 251
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."

Bei dänischen Bündnisverhandlungen OTTOS IV. wurde für Wilhelm (+ 1212/13) eine Ehe verabredet. 1202 heiratete er Helene, die Schwester König Knuts von Dänemark. Aus dieser Ehe ging 1204 Otto "das Kind" hervor, der als einziger WELFE im Mannesstamm seine Verwandten überlebte.

Ahlers Jens: Seite 206,257
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"Die Welfen und die englischen Könige 1165-1235."

Nachdem Waldemar ganz Holstein unterworfen hatte, traf er um die Jahreswende 1201/02 im Hamburg mit den WELFEN zusammen und verabredete mit ihnen seine Verlobung mit einer Tochter des Pfalzgrafen sowie eine Verbindung Wilhelms von Lüneburg mit Knuts Schwester Helena [1089
Ann. Stad., MGH S XVI, Seite 353f. a. 1202; Arnold von Lübeck, VI 15, Seite 237; Braunschw. Reimchr., MGH Dt. Chron. II, Seite 552, Z. 7463-7467; Chron. princip. Saxon., MGH SS XXV, Seite 475; siehe auch Winkelmann, Philipp von Schwaben, I Seite 245, Anm.1.]. Damit hatten Waldemar und der dänische König das welfische Königtum und die WELFEN Waldemars Eroberungen in Nordelbingen faktisch anerkannt. Was darüber hinaus vereinbart wurde, ist nicht überliefert. Allerdings brachte die neue freundschaftliche und verwandtschaftliche Vereinigung beider Geschlechter für OTTO vorerst nicht die erhoffte Hilfe.
Der WELFE suchte nach Johanns bündnispolitischem Kurswechsel bei der Kurie und dem dänischen König Unterstützung. Aus Dänemark blieb die erhoffte Hilfe aus. Das zur Jahreswende 1201/02 geschlossene Ehebündnis Wilhelms von Lüneburg mit der dänischen Prinzessin Helena wurde wie das Ehebündnis Heinrichs des Löwen mit Mathilde erst von den Kindern zu einer festen politischen Allianz ausgebaut.
 
 
 
 

  1202
  oo Wilhelm Graf von Lüneburg
       11.4.1184-12.12.1213
 
 
 
 

Kinder:

  Otto I. das Kind Herzog von Braunschweig-Lüneburg
  1204-9.6.1252
 
 
 

Literatur:
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Ahlers Jens: Die Welfen und die englischen Könige 1165-1235. Verlag August Lax Hildesheim 1987 Seite 206,257 - Chronik des Albert von Stade a. 1202 - Hucker Bernd Ulrich: Otto IV. Der wiederentdeckte Kaiser. insel taschenbuch 2557 2003 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 251,274,289 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 312 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 18 - Slavenchronik des Arnold von Lübeck Buch VI Kapitel 15 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 32 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 251 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873 Buch I Seite 245 -