Adelheid von Thüringen                 Gräfin von Weimar-Orlamünde
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um 1090-   1146
 

Tochter des Grafen Ludwig II. der Springer in Thüringen und der Adelheid von Stade, Tochter von Graf Lothar Udo II.
 

Thiele Andreas: Tafel 178
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

ADELHEID
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    + 1146

  oo ULRICH II. Graf von Weimar
               + 1112



Schwarz, Hilmar: Seite 88
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"Die Ludowinger Aufstieg und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts"

III. Generation
(9) ADELHEID
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    + 1146

Gemahlin Ulrichs II., Graf von Weimar (+ 1112)



Schwennicke Detlev: Tafel 144
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I, 1"

ULRICH II.
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    + 13.V.1112

1067 GRAF von WEIMAR
1098 MARKGRAF von KRAIN und ISTRIEN
 

  oo vor 1102; verstoßen
       ADELHEID VON THÜRINGEN
                 + 1146
Tochter von Ludwig dem Springer Graf in Thüringen



Schwennicke Detlev: Tafel 145
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I, 1"

ADELHEID
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    + 1146

  oo vor 1102; verstoßen
       ULRICH II., Graf von Weimar, Markgraf von Istrien ud Krain
                + 13.V.1112



Annalista Saxo:
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"Reichschronik"
 

Das Jahr 1062.
 

Der königliche Knabe wird auf Anstiften einiger Fürsten, nämlich des Mainzer Erzbischof Sigefrid, des Herzogs Otto von Northeim und des Grafen Ekbert von Bruneswik, der ein Vetter des Königs selbst war, der Kaiserin-Mutter geraubt.

[Markgraf Willehelm .... starb. Seine Braut Sophia nahm Odalrich, der Markgraf der Carentiner, sein Verwandter. Seine Mark aber erhielt sein Bruder Otto von Orlagemünde]. Ihr, nämlich der Markgrafen Willehelm und Otto, Bruder war Poppo, der einen Sohn Odalrich hatte, welcher die Schwester des Königs Ladizlaus von Ungarn Sophia zur Frau nahm, und sie gebar ihm den jüngern Odalrich, der des Grafen Lodowich von Thüringen Tochter heirathete. - Markgraf Otto aber hatte eine Frau Namens Adela von Brabant, von dem Schlosse, das Lovene heißt, welche ihm drei Töchter Oda, Kunigunde und Adelheid gebar, Oda bekam der Markgraf Ekbert der Jüngere von Bruneswik, und sie starb kinderlos. Kunigunde heirathete den König der Ruzen und gebar eine   Tochter, welche ein Edler aus Thüringen Namens Gunter empfing, und er zeugte mit ihr den Grafen Sizzo. Nach dem Tode ihres Mannes kehrte Kunigunde in die Heimat  zurück und verband sich mit dem Grafen Cono von Bichlingge, dem Sohne des Herzogs Otto von Northeim, und sie gebar ihm vier Töchter. Als jener ebenfalls starb, wurde ihr dritter Mann Wipert der Aeltere. Adelheid aber wurde mit dem Grafen Adalbert von Ballenstide verehelicht, welchen Egeno der Jüngere von Konradesburg, Burchards Sohn, Egeno's des Aeltern Enkel tödtete, indem er den durch den Klang der Glocke Verrathenen überfiel. Dieser Adalbert zeugte mit ihr den Grafen Otto und den Pfalzgrafen Sigefrid.

Hucke, Richard:
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"Die Grafen von Stade 990-1144"

In erster Ehe heiratete Adelheid um 1102 den Grafen Ulrich II. von Weimar-Orlamünde, der als letzter männlicher Angehöriger seines Hauses am 13. Mai 1112 verstarb. Er hinterließ aus der Ehe mit Adelheid (der Jüngeren), die er wegen Untreue verstoßen hatte, keine Nachkommen. Sein Tod löste bekanntlich größere Streitigkeiten innerhalb des sächsischen Adels aus. Dadurch, dass der Kaiser die gesamten Allode des Erblassers als Reichsgut einzog, machte er sich die gesamte Verwandtschaft Ulrichs, darunter auch die UDONEN, zu Feinden.

Partenheimer Lutz: Seite 210
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Mit dem in der Cronica Reinhardsbrunnensis (MG SS 30/1), Seite 523, zu 1065 erwähnten Udalrico comiti ingenuo de Wymar ist offensichtlich Ulrich II. gemeint, wie die Nennung seiner Gemahlin Adelheid, Tochter Graf Ludwigs des Springers von Thüringen, andeutet, von der sich Ulrich II. später trennte.
 
 
 
 

 1102
  oo Ulrich III. Graf von Weimar-Oralmünde
  x    um 1065-13.5.1112
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik Seite 73 - Hucke, Richard: Die Grafen von Stade 990-1144, Stade 1956 - Lange Peter: Zur Geschichte der Grafschaft Weimar-Orlamünde, in: Thüringen im Mittelalter Die Schwarzburger. Beiträge zur schwarzburgischen Kunst- und Kulturgeschichte Band 3 Seite 187 -
Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 210 - Posse, Otto: Die Markgrafen von Meissen und das Haus Wettin bis zu Konrad dem Grossen. Giesecke& Devrint Verlag Leipzig 1881 Seite 152 - Schwarz, Hilmar: Die Ludowinger Aufstieg und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts, Wartburg-Stiftung 1993 Seite 88 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I, 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 144,145 -