Friedrich II.                                               Graf an der Sempt
--------------                                            Graf von Diessen-Andechs
    -30.6.1075                                            Domvogt von Regensburg
 
Begraben: Kloster St. Blasien

Sohn des Grafen Friedrich I. von Andechs

Friedrich II. beeinflusste als Domvogt jahrelang entscheidend die Geschicke des Bistums Regensburg; es war eine Zeit vieler Fehden und Auseinandersetzungen mit den Nachbarn. Er dankte 1070 ab, wurde Mönch in St. Blasien und im Kloster Seeon bestattet.
 
Eduard Hlawitschka: Seite 121-123
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"Untersuchungen zu den Thronwechseln"

Friedrich III.  Graf von Diessen
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    -23./24.1.

Sohn des Grafen Otto I. von Diessen und der N.N. von Kärnten, Tochter von Herzog Adalbero

Friedrich III. trat gemeinsam mit seinem Vater als Erbeigner für die schon verstorbene Mutter als Schenker in St. Blasien ein, starb hier am Ausgang des 11. Jahrhunderts und wurde in St. Blasien begraben. Er war der Onkel oder Großonkel (patruus) des Grafen Berthold IV., der das Kloster Dießen gründete.
 
Ausstellungskatalog Kloster Andechs:
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Herzöge und Heilige

Ein Verwandter Rassos, vielleicht etwas jünger als dieser, war Graf Friedrich II. Auch über ihn ist nur wenig Sicheres bekannt. Wenn die Erwähnung eines gleichnamigen Grafen in 2 Urkunden Kaiser HEINRICHS III. vom Jahr 1055 auf ihn zu beziehen ist, besaß er Grafschaftsrechte im Ebersberger Raum. 1073 scheint er an der Einweihung des Klosters Habach teilgenommen zu haben. Auch dürfte er zu einer Gruppe von Adeligen gehört haben, die in den 70-er Jahren des 11. Jahrhunderts ein Gut am Schluchsee an das Schwarzwaldkloster St. Blasien schenkte. Erst später, in einer um 1200 gefälschten Urkunde des Klosters Attel, erhielt er den Beinamen "Rocho", worauf man ihm in Dießen wenige Jahrzehnte später eine Gräfin Kunizza als Frau beiordnete. Graf Friedrich II. starb nach dem Dießener Nekrolog zufolge an einem 24. Januar und wurde im Kloster St. Blasien bestattet. Wie er mit den ANDECHSERN verwandt war, ist eine Frage, die bis heute nicht zufriedenstellend geklärt ist. Ob er Kinder hinterließ ist nicht bekannt. Dass er Angehörige hatte, die zum schwäbischen Hochadel zählten, ist anzunehmen.
 
 

 

  1. oo Hadamut von Eppenstein, Tochter des Grafen Eberhard
                   -17.10.
 
  2. oo Irmgard von Gilching, Tochter und Erbin des Grafen Arnold an der Mangfall
                 -

  3. oo Tuta von Regensburg, Erbtochter des Domvogts Hartwich I.
                 -
 
 
 
 
 
Kinder:
1. Ehe

  Hadegunde (Haziga)
  um 1040-1.8.1103

  1. oo Hermann I. Graf von Kastl
                   -27.1.1056
 
  2. oo Otto I. Graf von Scheyern
                 -4.12.1078

2. Ehe

  Arnulf Graf von Diessen und Reichenhall
        -8.2. wohl 1095
 
  Uta
        -9.2.

  oo Kuno I. Graf von Rott
              -   1086

  Friedrich II. (III.) Domvogt von Regensburg
        - um 1100
 
  Meginhard IV. Graf von Gilching
        - nach 1070
 
  Hemma
          -
 
  oo Walter I. Graf um Ebersberg
             -10.1.

  Liutgard
        -25.9.1110
 
  oo Adalbert I. Graf von Windberg und Bogen, Graf von Pernegg
              -   1100
 
  Berthold I. Graf von Schwarzenburg
        -