Oda von Walbeck                          Gräfin von Heinsberg und Valkenburg
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    -   1152
 

Tochter des Grafen Siegfried II. von Walbeck
 

Thiele Andreas: Tafel 222
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

ODA, Miterbin von Walbeck
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    + 1152

  oo GOSWIN I. Graf von Heinsberg
                 + 1128



Oda stiftetet das Gandolphusstift.

Corsten Severin:
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"Philipp von Heinsberg"

Dass Goswin I. mit Oda von Walbeck, Tochter eines Grafen Siegfried, verheiratet war, berichtet der Annalist Sxo: "Filiam autem prenominati Sigefridi de Waldbike nomine Odam accepit quidam illustris Gozwinus de Valkenberg peperitque illi Gerhardum et Gozwinum comites" den Namen Oda und die ihrer Söhne Gerhard und Goswin kennen wir auch aus Philipps Besitzbestätigung für die HEINSBERGER Kanoniker auf dem Burgberg. Dass Goswin eine Oda zur Frau hatte, ist darum unbestreitbar; es entspricht auch der örtlichen Tradition.
Die eheliche Verbindung des ersten Goswin mit einer sächsischen Grafen-Tochter macht nämlich die beiden folgenden Eheschlüsse von Angehörigen der HEINSBERGER Dynasten-Familie mit adeligen Damen aus der Umgebung von Walbeck verständlich. Es war nicht nur Goswin II., der in die Familie des sächsischen Pfalzgrafen einheiratete; mit Irmgard von Plötzkau führte Gerhard von Heinsberg eine reiche Erbin heim, der man auch ehemals WALBECKER Güter nachgewiesen hat. Hier bestand darum die Möglichkeit, in früheren Zeiten getrenntes Gut wieder zusammenzufügen.
Nur spekulieren kann man über die Frage, wie Goswin an eine Braut gekommen ist, die derartig weit entfernt von seinen eigenen Besitzungen zu Hause war. Oda war auch deshalb für den HEINSBERGER ein gute Partie, weil sie auch zwischen Rhein und Maas begütert war. So schenkte sie um 1130 ein Gut in oder bei Hönnepel (bei Kalkar) der Zisterzienserabtei Kamp. Das zur Erstausstattung des Gangolfus-Stifts gehörende Genderingen (unweit von Emmerich auf heute niederländischem Gebiet) dürfte von Oda geschenkt worden sein. Von größter Bedeutung muß aber gewesen sein, dass Oda Erbrechte auf Valkenburg mit in die Ehe gebracht zu haben scheint. Wie die WALBECKER an diese Besitzungen gekommen sind, darüber gibt es verschieden Hypothesen.
Wann Oda gestorben ist, wissen wir nicht.
 
 
 
 

  oo Goswin I. Graf von Heinsberg
              -1.8.1128
 
 
 
 

Kinder:

  Gerhard I. Graf von Heinsberg
         -   1128/29

  Goswin II.
          - nach 1160
 
 
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik Seite 67 - Corsten, Severin: Die Grafen von Jülich unter den Ottonen und Saliern, in: Beiträge zur Jülicher Geschichte Nr. 45 Dezember 1973 Seite 3-20 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 222 -