Manfred I. (Maginfred)                  Markgraf von Turin (977-1000)
-----------------------------                 Graf von Auriate
um 940/50- um 1000                      Markgraf von Susa-Piemont
 

Sohn des Grafen Arduin II. der Kahle von Auriate aus dem Hause der ARDUINE
 

Thiele, Andreas: Tafel 395
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

MANFRED I. (MAGINFRED)
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    + um 1000

Manfred I. folgte dem Vater als Markgraf von Turin, Graf von Auriate und Markgraf von Susa-Piemont, war auch Herr zu Albenga und behauptete weitgehend die Machtposition, ist aber im Gegensatz zum Vater quellenmäßig wenig greifbar.

  oo PRANGARDE VON CANOSSA
                 +

Tochter des Grafen Adalbert Atto II.



Trillmich Werner: Seite 348
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"Kaiser Konrad II. und seine Zeit"

Manfred galt als einer der mächtigsten Herren Oberitaliens. Seine ausgedehnten Besitzungen ließ der Markgraf durch vizegräfliche Vasallen und Gastalden verwalten. Ihm gehörten von den Alpen im Westen, dem Oberlaufe des Po im Norden und der Bormida im Osten bis ans Ligurische Meer die Grafschaften Turin, Auriate-Cuneo, Asti, Alba, Bredelo, Albenga und wohl auch Ventimiglia. Er überwachte den schnell aufblühenden Handelsverkehr von Pavia über Mont Cenis und Mont Genevre ins Rhonetal. Seine Burgen Susa und Pinerolo waren nicht nur militärisch bedeutsame Sperrfesten. Zoll und Münze erbrachten dort wachsende Einnahmen. Als ebenso einträglich erwies sich die Kontrolle des Landwegs von Genua nach Marseille. Der Wiederbesiedlung verödeter Landstriche dienten zahlreiche Burgen- und Klostergründungen. Um des gewünschten Erfolges sicher zu sein, übte der Markgraf als Vogt eine strenge Aufsicht über die ihm reich dotierten religiösen Stiftungen aus und bestimmte stets Männer seines Vertrauens zu Äbten und Pröpsten. Die Chronik der begüterten Abtei Novalese - sie wurde nach ihrer Zerstörung durch Mohammedaner zwischen Pavia und Casale mit Clunys Hilfe in Breme erneuert - klagt vernehmlich über die unaufhörliche Nötigung zu weltlichen Dienstleistungen. Die kirchenpolitischen und wirtschaftlichen Interessen der mächtigen französischen Kongregation in Italien ließen jedoch trotzdem gutes Einvernehmen mit dem Herrn von Turin ratsam erscheinen, der das Mönchtum förderte, um es notfalls gegen die Bischöfe ausspielen zu können. Nur mäßig dotiert blieben die Bistümer Turin, Asti, Alba und Albenga politisch bedeutungslos. Sie wurden in der Regel mit Verwandten oder abhängigen Vasallen besetzt.
Markgraf Manfred vermählte sich mit Prangarda von Canossa. Ehen seiner Geschwister verschafften der Familie weiteren Einfluß auf die zerbröckelnde Mark Ivrea. Otto begründete die Linie der Markgrafen von Romagnano an der Sesia. Von den Schwestern heiratete Ichilda König Berengars Sohn, den Markgrafen Konrad von Ivrea, Alsinda den Grafen Giselbert von Bergamo, der als kaiserlicher Pfalzgraf in Pavia gebot.

Pauler Roland: Seite 7
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"Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit."

Nur eine von den drei Söhnen des Markgrafen Arduin, Manfred I., trat das Erbe des Vaters an, und von den fünf Söhnen Manfreds wiederum nur Odelrich-Manfred, dem OTTO III. am 31. Juli 1001 in Paterno seinen Besitz bestätigte und die Immunität dafür verlieh.
 
 
 
 

  oo Prangarde von Canossa, Tochter des Grafen Adalbert Atto II.
              -
 
 
 
 

Kinder:  6 Söhne

  Otto II. Markgraf
         - nach 1029

  Manfred II. Olderich
          -   1034/35

  Adalrich Bischof von Asti (1008-1034)
         -   1036 gefallen
          bei Campo Malo
 

  Hugo
         -

  Atto
        -

  Wido
          -
 
 
 
 

Literatur:
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Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II. 2 Bände Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1879 - Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 170,211,239 - Pauler Roland: Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit. Max Niemeyer Verlag Tübingen 1982 Seite 7 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 395 - Trillmich Werner: Kaiser Konrad II. und seine Zeit. Europa Union Verlag Bonn 1991 Seite 348 -