Sohn des Grafen
Arduin II. der Kahle von Auriate aus dem Hause der ARDUINE
Thiele, Andreas: Tafel 395
**************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
MANFRED I. (MAGINFRED)
---------------------------------------
+ um 1000
Manfred I. folgte dem Vater als Markgraf von Turin, Graf von Auriate und Markgraf von Susa-Piemont, war auch Herr zu Albenga und behauptete weitgehend die Machtposition, ist aber im Gegensatz zum Vater quellenmäßig wenig greifbar.
oo PRANGARDE VON CANOSSA
+
Tochter des Grafen Adalbert Atto II.
Manfred galt als einer
der mächtigsten Herren Oberitaliens. Seine ausgedehnten Besitzungen
ließ der Markgraf durch vizegräfliche Vasallen und Gastalden
verwalten. Ihm gehörten von den Alpen im Westen, dem Oberlaufe des
Po im Norden und der Bormida im Osten bis ans Ligurische Meer die Grafschaften
Turin, Auriate-Cuneo, Asti, Alba, Bredelo,
Albenga und wohl auch Ventimiglia. Er überwachte den schnell
aufblühenden Handelsverkehr von Pavia über Mont Cenis und Mont
Genevre ins Rhonetal. Seine Burgen Susa und Pinerolo
waren
nicht nur militärisch bedeutsame Sperrfesten. Zoll und Münze
erbrachten dort wachsende Einnahmen. Als ebenso einträglich erwies
sich die Kontrolle des Landwegs von Genua nach Marseille. Der Wiederbesiedlung
verödeter Landstriche dienten zahlreiche Burgen- und Klostergründungen.
Um des gewünschten Erfolges sicher zu sein, übte der Markgraf
als Vogt eine strenge Aufsicht über die ihm reich dotierten religiösen
Stiftungen aus und bestimmte stets Männer seines Vertrauens zu Äbten
und Pröpsten. Die Chronik der begüterten Abtei Novalese - sie
wurde nach ihrer Zerstörung durch Mohammedaner zwischen Pavia und
Casale mit Clunys Hilfe in Breme erneuert - klagt vernehmlich über
die unaufhörliche Nötigung zu weltlichen Dienstleistungen. Die
kirchenpolitischen und wirtschaftlichen Interessen der mächtigen französischen
Kongregation in Italien ließen jedoch trotzdem gutes Einvernehmen
mit dem Herrn von Turin ratsam erscheinen, der das Mönchtum förderte,
um es notfalls gegen die Bischöfe ausspielen zu können. Nur mäßig
dotiert blieben die Bistümer Turin, Asti, Alba und Albenga politisch
bedeutungslos. Sie wurden in der Regel mit Verwandten oder abhängigen
Vasallen besetzt.
Markgraf Manfred vermählte
sich mit Prangarda
von Canossa. Ehen seiner Geschwister verschafften der Familie weiteren
Einfluß auf die zerbröckelnde Mark Ivrea.
Otto
begründete
die Linie der Markgrafen von Romagnano an der Sesia. Von den Schwestern
heiratete Ichilda
König
Berengars
Sohn, den Markgrafen
Konrad von Ivrea, Alsinda
den Grafen
Giselbert von Bergamo, der als kaiserlicher Pfalzgraf in Pavia
gebot.
Pauler Roland: Seite 7
************
"Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit."
Nur eine von den drei Söhnen des Markgrafen Arduin,
Manfred
I., trat das Erbe des Vaters an, und von den fünf Söhnen
Manfreds
wiederum nur Odelrich-Manfred,
dem OTTO
III. am 31. Juli 1001 in Paterno seinen Besitz bestätigte
und die Immunität dafür verlieh.
oo Prangarde von Canossa, Tochter des Grafen Adalbert
Atto II.
-
Kinder: 6 Söhne
Otto II. Markgraf
- nach
1029
Manfred II. Olderich
- 1034/35
Adalrich Bischof von Asti (1008-1034)
-
1036 gefallen
bei Campo Malo
Hugo
-
Atto
-
Wido
-
Literatur:
-----------
Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Konrad II. 2 Bände Verlag von Duncker & Humblot
Leipzig 1879 - Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen
zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag
Augsburg 1999 Seite 170,211,239 - Pauler Roland: Das Regnum Italiae
in ottonischer Zeit. Max Niemeyer Verlag Tübingen 1982 Seite 7 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer
Verlag 1994 Tafel 395 - Trillmich Werner: Kaiser Konrad II. und
seine Zeit. Europa Union Verlag Bonn 1991 Seite 348 -