Sigiboto                                                   Graf von Tübingen 1078
----------                                                Mitstifter von Blaubeuren
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Jüngerer Sohn des Grafen N.N.; Bruder des Grafen Anselm von Nagoldgau
 

Dr. L. Schmid: Seite 33-35  1853
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"Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen"

Mit vorläufiger Übergehung Anselms gehen wir zu Sigiboto und dessen Familie über, da dieser in den ersten Zeiten der Stiftung das Meiste getan hat, auch sein Geschlecht den genealogischen Faden unseres Hauses nicht weiter führt.
An der Verlegung des Klosters von Egelsee in den Kessel des Blauenthales mag Sigiboto, der auf der Burg Ruck seinen Sitz hatte, großen Anteil gehabt hatte. Es folgte aus dem Geiste der damaligen Zeit, und gehörte mit zu dem Glanze eines edlen, mächtigen Geschlechts, in der Nähe des Burgsitzes ein Familienkloster zu haben, dessen feierliche Glockentöne von den frommen Übungen der heiligen Männer Zeugnis gaben, und in dem man einst in geweihter Erde seine Ruhestätte haben wollte. - Graf Sigibot legte den ersten Grund zum Klosterbau an dem neu gewählten Platze, indem er nicht nur den zunächst hierzu nötigen, sondern auch den umliegenden Grund und Boden spendete, nebst der wohl seit langer Zeit daselbst stehenden, an Reliquien sehr reichen Johanneskirche. Außerdem schenkte er mit seiner Gemahlin Adelheid - aus einem elsässischen Grafengeschlecht, gewöhnlich wird Egisheim genannt - das Dorf Süßen (Seißen). Sigibot ist höchstwahrscheinlich bald darauf gestorben; sein Name verschwindet bald aus der Stiftungsgeschichte. Dagegen nahm sich seine Gemahlin auch nach seinem Tode des begonnenen Werkes eifrig an. Sie schenkte dem Kloster eine Mühle und einen Bauernhof in Süßen, einen andern bei Kölblingsbuch, sowie einen Wald bei dem erstgenannten Orte.
Sigibot hinterließ 3 Söhne; Siegfried, Werner und Walther.
 
 
 
 

  oo Adelheid
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Kinder:

  Siegfried
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  Werner
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  Walther
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