Hugo II.                                                   Graf von Tübingen 1092/1112
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    -   1116/20
 

Sohn des Grafen Hugo I. von Tübingen oder des Grafen Anselm vom Nagoldgau und der Bertha
 

Sönke Lorenz: Seite 307-309  1995
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"Staufer, Tübinger und andere Herrschaftsträger im Schönbuch"
in: Von Schwaben bis Jerusalem

Die Existenz von Hugo I. läßt sich durch einige Hinweise in den Quellen erhärten. So spricht Tubingius folgerichtig des öfteren von Anshelms Sohn Graf Hugo II. als dem Zweiten oder Jüngeren. Diese Bezeichnung scheint ihre Bestätigung durch eine nur noch abschriftlich überlieferte Grabplatte in Klosterreichenbach zu finden: ...XVIII. Junii obiit Heinricus Infantulus, comitis Hugonis junioris Filus. Das Datum wird man nach Römischer Datierung auf die Kalenden zu übertragen haben. Diesen Grafen Hugo den Jüngeren, dessen noch unmündiger Sohn Heinrich in Klosterreichenbach bestattet wurde, hat man vorrangig in den Reihen der Grafen von Tübingen zu suchen, in deren Schutz sich das Priorat befand. Da die Inschrift Hugo nicht als Pfalzgraf, sondern schlicht als Graf bezeichnet, muß sie mit ziemlicher Sicherheit vor dem Jahr 1146 angefertigt worden sein, in dem zum 1. Mal ein TÜBINGER unzweifelhaft als Pfalzgraf bezeugt ist. Graf Hugo der Jüngere kann meines Erachtens nur mit jenem von Tubingius als secundus vel iunior gekennzeichneten gleichnamigen TÜBINGER identifiziert werden. In der Bulle Urbans II. für Blaubeuren werden Heinrich I. und Hugo II. noch als lebend erwähnt. Heinrich I. starb vor 1105, an einem 28. Februar, denn laut einem Eintrag in den zwischen 1099 und 1105 erstellten Anlageteil der St. Pauler Handschrift des Schenkungsbuches von St. Gregor vermachte seine Witwe Adelheid dem Priorat an der Murg 3 Huben in Sindlingen (bei Herrenberg) und die Hälfte der Kirche in Niefern an der Enz. Die Schenkung in Sindlingen vollzog Graf Hugo II. pro anima fratris sui Heinrici comitis, und zwar auf Veranlassung von Gräfin Adelheid. Hugo II. hat folglich den zwischen 1099 und 1105 verstorbenen und anscheinend kinderlosen Bruder überlebt.
Graf Hugo II. soll laut Tubingius 1103 gestorben sein. Abgesehen von der zwischen 1099 und 1105 durch ihn vollzogenen Schenkung zum Seelenheil seines Bruders lassen sich noch einige Quellen auf Hugo II. beziehen, deren chronologische Einordnung die Angabe von Tubingius nicht widerlegen, aber auch nicht zwingend bestätigen können. Hugos II. Tod bleibt aber in Erwägung aller Umstände vor 1116 anzusetzen, denn auf dem großen Fürstentag jenes Jahres in Rottenacker, der Schwabens Adel versammelt sah, war er anscheinend nicht zugegen. Seine Frau Gemma  und seine Söhne Heinrich II. und Hugo III. stifteten zu seinem Seelenheil dem Kloster Hirsau Besitz in Eckenweiler (südlich Ergenzingen).

Dr. L. Schmid: Seite 56-58  1853
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"Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen"

Unser Hugo nahm, wie wir bereits wissen, auch an dem "Colloquium" teil, das die Herzöge Bertold von Zähringen und Welf der Ältere 1092 in Ulm hielten. Dass wir hier nicht mehr Hugo III. vor uns haben, beweist unter anderem der Umstand, dass Hugo nach Graf Hartmann von Gerhausen in einer dort gegebenen Urkunde als Zeuge aufgeführt wird. Sonst wird er nur noch zweimal in der Geschichte genannt. das 1. Mal bei Gelegenheit eines Gütertausches zwischen dem Kloster Hirschau und einem Ritter Diemo von Dußlingen, der sein Dienstmann war. Das 2. Mal bei einer Schenkung an das Kloster Hirschau.
Als Bertold, Herr von Eberstein, um das Jahr 1112 oder vielmehr dessen Gemahlin Adelheid mit ihren Söhnen Bertold, Eberhard und Hugo auf den dringenden Wunsch ihres schwer erkrankten Gemahls zu dessen und ihrem Seelenheil den 4. Teil des Dorfes Eltingen an das Kloster Hirschau schenkte, war Graf Hugo von Tuwingen nebst einem seiner Dienstmannen Zeuge.
Graf Hugo war mit Hemma, einer Gräfin von ArnsteinN, vermählt. Er hinterließ bei seinem Tode (um das Jahr 1120) 2 Söhne, Hugo und Heinrich, die im angesehenen Jünglingsalter standen. Seine Gemahlin Gemma (Hemma) schenkte, wohl bald nach dem Tode ihres Gemahls, zu dessen Seelenheil an das Kloster Hirschau ein herrschaftliches Gut (Herrenhof, terram salicam) und 3 Huben (Bauernhöfe) bei Eckenweiler.
Graf Hugo IV. wird mit seiner Gemahlin Hemma und seinen 2 Söhnen, Hugo und Heinrich, im Seelbuch des Klosters Zwiefalten, dem er ohne Zweifel eine Schenkung gemacht hat, aufgeführt, übrigens ohne Angabe eines Jahres.
 
 
 
 
 
 oo Gemma (Hemma) von Arnstein/Lahn, Tochter des Grafen Ludwig I.
                -20.2. vor 1150
 
 
 
 

Kinder:

  Hugo I. Pfalzgraf von Tübingen
          -1152 vor 19.8.
 
  Heinrich II. Graf
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  Werner Domher zu Augsburg
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