Ida von Supplinburg                     Gräfin von Burghausen
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um 1073-3.3.1138

Begraben: Michaelstein
 

Einzige Tochter des Grafen Gebhard von Supplinburg und der Hedwig von Formbach, Erbtochter von Graf Friedrich; Schwester von Kaiser LOTHAR III.
Verschiedene Wissenschaftler sehen in Ida die Tochter der Hedwig von Formbach aus deren 2. Ehe
 

Schwennicke Detlev: Tafel 13 A
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

IDA
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    + 3. III (1138)

Begraben: Michaelstein

  oo SIEGHARD IX. Graf von Tengling (SIEGHARDINGER)
               + enthauptet Regensburg 5. II 1104



Thiele Andreas: Tafel 157
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

IDA
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    + wohl 1138
 

  oo Sieghard X. Graf im Pon- und Chiemgau
            + 1104 bei einer antikaiserlichen Rebellion ermordet



GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 95
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29. SIEGHARD X.
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           + 1104 5/2

Gemahlin:
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Ida, Tochter des Grafen Gebhard von Supplinburg und der Hedwig von Formbach nach der Vornbacher Klostergenealogie (hs. 15. Jh.) SS 24, 798: quae Hadewic mater fuit LOTHAR II regis et Ite comitisse de Purchausen
siehe auch 35 zu 1157 23/11
c 1110 domna Ita hat einen kleinen Anteil an der Innfähre in Schärding OÖ UB 1, 729 n 358
c 1120 domina Ita, relicta Sigihardi comitis, gibt durch ihren Sohn Heinrich Besitz an Göttweig FRA II 69, 255 n 118
c 1135 domna Ita comitissa siehe 35
1137 7/6 Bari Papst Innocenz II. nimmt auf Bitte der Gräfin Ita und ihrer Söhne, der Grafen Gebe(h)ard und Sigehard, der Neffen des Kaisers LOTHAR, das von dem verstorbenenPatriarchen Sigehard von Aquileja (21) und seiner Mutter Bilihilt von dem Grafen Sigehard und seinem Bruder Friedrich (wohl 14 und 15), auch von dem Pfalzgrafen Hartwig und dem Grafen Sizo (wohl 6) auf ihrem Besitztum gegründete Kloster Michaelbeuren in seinen Schutz Salzb. UB 2, 262 ff. n 178
c 1138 domina Ita comitissa (letztwillig) Verfügungen OÖ UB 1, 640 n 45 (für Vornbach), Salzb. UB 1, 793 f. n 51 f. (für Michaelbeuren)
+ c 1138 3/3 St. Erentrud, Salzburg Dom, Michaelbeuren Necr. 2, 67, 111, 213;
Kremsmünster, St. Lambrecht: Necr. 4, 197, 412;
Melk Necr. 5, 553 (je Ita comitissa, Salzburg Dom mit dem Zusatz de Purchusen, Melk mit dem Zusatz de Scala).



Moritz Joseph: Seite 99-102 (1803)
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"Kurze Geschichte der Grafen von Formbach, Lambach und Pütten"

Hedwig, die Tochter des Friedrichs von Formbach und Mutter des Kaisers Lothar III. und der Gräfin Itha von Burghausen
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3) Die Itha ist sicher eine Schwester des Kaisers LOTHAR, wenigstens aus der nämlichen Mutter, nämlich der Hedwig. Itha behauptete ihre Rechte schon bei der Teilung des Zolls zu Schärdingen. Da bekam sie die Erträgnisse des Zolls an einem bestimmten Tag einer jeden Woche, entweder von allen Jahren, wie es die Lesung des Gewolds gibt oder nur vom vierten Jahre, worüber schon oben §.XI. Anmerkungen gemacht wurden. Sie hatte aber ihre wöchentliche Tagesnutzung nicht gleich nach Formbach vermacht, sondern selbe dem Diepold von Lochheim, ihrem Vasallen oder Ministerialen zum Lehen gegeben, welcher endlich mit Erlaubnis der Frau Itha das Lehen samt dem Eigentum nach Formbach schenkte. Zur Zeit der Teilung war sie schon vermählt, wenigstens zeigt dies der Ausdruck: Domina Itha, an. Ihr Gemahl war der Graf Sieghard von Burghausen, welcher im Jahre 1104 zu Regensburg von dem Stande der Ministerialen oder dem niederen Adel enthauptet wurde. Sie kommt übrigens öfters in den Urkunden des Klosters Formbach, Michaelbeuern usw. vor. Ihr Alter, und ihre Verwandtschaft mit den größten Häusern in Sachsen wird uns durch die halberstädtische Chronik klar aufgedeckt und hierdurch auch die Formbachische Genealogie in ein helles Licht gesetzt.

Bernhardi, Wilhelm: Seite 813
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"Jahrbücher der Deutschen Geschichte Lothar von Supplinburg"

Nach ihres Gemahls Gebhards Tod wird Hedwig wahrscheinlich noch einige Jahre die Erziehung des Sohnes geleitet haben. Sie vermählte sich später zum zweiten Male mit dem Herzog Theodor von Ober-Lothringen, der im Jahre 1115 starb. Aus dieser Ehe entstammten drei Kinder, ein Sohn Simon, der seinem Vater im Herzogtum nachfolgte, und zwei Töchter, deren eine, Gertrud, den Grafen Florenz von Holland heiratet, während die andere, Oda oder Ida, dem Grafen Sieghard von Burghausen in Baiern vermählt wurde. Sächsische Weltchronik Cap. 237: Na sime (Gebhards von Supplinburg) dode nam diu selve Hadewig hertogen Diderike von deme Westerlande; bi deme gewan siu hertogen Symonne unde twe dochtere; de andere nam greve Florencius van Hollant, de het Gertrud; diu ander het Oda, diu nam greven Segeharde van Beieren. Diese Oda ist offenbar identisch mit der Ida in der Geneal. comit. Neuburg: Que Hadewic mater fuit LOTHARII regis et Ita comitisse de Purchhausen.

Hildebrand Ruth: Seite 66,67
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"Herzog Lothar von Sachsen"

So war die große Familie Dietrichs recht bunt zusammengesetzt. Aus der ersten Ehe mit Hedwig stammten drei Kinder: Simon, der Nachfolger im Herzogtum, Ida, die spätere Gräfin von Burghausen und Gertrud-Petronella, Gemahlin Florenz II. von Holland.
Ida von Burghausen und ihre Familie werden in Urkunden LOTHARS und Heinrichs des Löwen ehrenvoll genannt, Heinrich der Löwe nahm sogar einen Teil der Burghausener Erbschaft in Anspruch.
 
 
 
 

  oo Sighard X. Graf im Pon- und Chiemgau
             -5.2.1104
 
 
 
 

Kinder:

  Sighard X.
        -19.6.1142

  Gebhard I. Graf im Pongau
         -4.12.1163

  Heinrich II. Graf von Burghausen
         -30.1.1127
 
 
 
 

Literatur:
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Bernhardi, Wilhelm: Jahrbücher der Deutschen Geschichte Lothar von Supplinburg, Verlag von Duncker & Humbolt Leipzig 1879 Seite 813 - Hildebrand Ruth: Herzog Lothar von Sachsen. Verlag August Lax Hildesheim 1986 Seite 66 - Moritz, Joseph: Die Grafen von Formbach, Lambach und Pütten, Abhandlung der baierischen Akademie der Wissenschaften München 1803 Seite 99-102 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 13 A - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 29 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 157 -