Willibirg von Ebersberg                   Gräfin von Altdorf
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    16.11.980/85
 

Einzige Tochter des Grafen Ratold I. von Ebersberg aus dem Hause der SIEGHARDINGER und der Engelmut
 

Schwennicke, Detlef: Tafel 28
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser"

WILLIBIRG
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    16.XI.980/85

  oo Graf ETICHO II. (WELFE)


Thiele, Andreas: Tafel 500
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

WILLIBIRG
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    um 985

  oo ETICHO II. WELF Graf von Altdorf
             982



GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 64
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5. WILLIBIRG
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F. s. 2 Ende;
980/85 16/11 Tag: Maius cap. 21.

Graf Ulrich (n 15) gibt mit Gattin Richkart nach dem Tode und Begräbnis dieser matrona ein Seelgerät nach St. Emmeram nQ 8, 198 n 218; der Ausdruck matrona lässt erkennen, dass sie nicht unverheiratet war. Als Spitzenzeuge erscheint Etith, der schon nach seinem Namen den WELFEN zuzurechnen ist. Zwar behauptet die Historia Welforum (12. Jh.) cap. 5, dass der gleichzeitige WELFE Eticho II., der Bruder Rudolfs und Konrads, ohne gesetzliche Ehe gestorben sei und nur unebenbürtige Nachkommen gehabt habe. Aber das wird dahin zu berichtigen sein, dass seine gesetzliche Ehe (mit Willibirg) kinderlos blieb. Dieser Sachverhalt wird bestätigt durch das fragmentum libri annivers. Einsiedl. zum April: comes Ethich de Bavaria et Willa uxor eius Necr. I, 361 ff.


Keller Hagen: Seite 80,124,158
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"Kloster Einsiedeln im ottonischen Schwaben."

Daß der bayerische Graf Eticho und seine Gemahlin Willa, die wohl in die erste Hälfte des 11. Jh. gehören zu dem Abt Eticho von Ebersberg in näherem verwandtschaftlichen Verhältnis standen, ist zumindest wahrscheinlich [24 Siehe unten Seite 124f.].
Unter Embrich sind zahlreiche Grafen aus Bayern in die Einsiedler Überlieferung eingegangen; sie stehen im "Jahrzeitbuch" mit dem Zusatz comes de Baioaria [203 Nicht einzuordnen ist der im Januar genannte Comes Fridericus de Bavaria, Quellenwerk II/3, 364. Er steht im Nekrolog von Niedermünster, das etwa bis in die Mitte des 11. Jahrhunderts geführt wurde, zum 23.I. nach Otto III.]. Es handelt sich hauptsächlich um EBERSBERGER Grafen: Ulrich ( 1029), den Bischof Ulrich von Augsburg aus der Taufe gehoben hatte, mit seiner Gemahlin Richgard ( 1013), Adalbero ( 1045) mit seinem Bruder Eppo ( 1037) und Adalberos Gemahlin Richenza ( 1045) sind eingeschrieben [205 P. Kläui, Hochmittelalterliche Adelsherrschaften im Zürichgau (1960) = Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 40/2, 23f. Vgl. Anm. 212.]. Die Familie stand in enger Beziehung zum Bistum Freising; mehrere Angehörige haben dort ihr Grab gefunden [206 Chron. Eberspergense, SS XX, 9ff. Über die EBERSBERGER vgl. F. Tyroller in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hgg. v. W. Wegener, Lieferung 4 (1962), 62ff.]. Ein Verwandter Adalberos, Etich [207 SS XX, 14f.], lebte als Mönch in Einsiedeln [208 Siehe oben Seite 80.]. Wie Embrich war er einst Kleriker gewesen. Durch einen Betrug erlangte er 1045 von HEINRICH III. das Kloster Ebersberg. Wenn das "Jahrzeitbuch" auch einen Grafen Etich de Baioaria und dessen Gemahlin Willa nennt, darf man in ihnen wohl Verwandte des Mönches sehen und sie damit selbst zur Umgebung der EBERSBERGER Grafen rechnen [209 Die Identifizierung mit dem WELFEN Eticho ( ca. 910) ist unmöglich, damit entfallen auch die Hypothesen bei Kläui, Adelsherrschaften 66ff. und Stammtafel. Der Name Etich ist häufig in den Freisinger Traditionen, wo zum Beispiel Ende des 10. Jh. und 1022 ein nobilis Etich als Grundherr genannt wird; Die Traditionen des Hochstifts Freising, hgg. v. Th. Bitterauf, 2 (1909) = Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte NF 5, Nrn. 1289, 1392. Zu beachten Jänichen, Adalbert von Schaffhausen (I 182), Anm. 226. Tyroller, a.a.O. sieht in Willa die ca. 980 gestorbene EBERSBERGERIN Willibirg und in ihrem Gatten Etich einen WELFEN, wobei er auf das Einsiedler "Jahrzeitbuch" verweist. Dieser Ansatz ist meines Erachtens zu früh; es handelt sich um Personen aus der ersten Hälfte des 11. Jh.].

DAS "JAHRZEITBUCH" DES LIBER HEREMI

Aprilis
3.IV.   Ruodolfus de Habspurg episcopus Constantiensis obiit a.d. 1293
          Comes Ethich de Baioaria et Willa uxor eius [40 Nicht der WELFE Eticho ( 910)! So oben Seite 124f.]   
 
Klaar, Karl-Engelhard: Seite 21
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"Die Herrschaft der Eppensteiner in Kärnten"

Nr. 17 [980-985 November nach 16]  
           Etih, Marachuuart, Papo, Eparhart, Adalhoh, Adalrih, O°go, Adalpreht, Tagani, Einhart bezeugen eine Schenkung des O°dalrih comes
           uidelicet et uxor illius Rihkart bost obitum et sepulturam bone memoriae Vuillipirige [...] pro remedio et requie eiusdem matrone
an
           Kloster St. Emmeram, bestehend aus Gütern um Regensburg/Opf. und Leibeigenen.
           D: Trad. Reg. nr. 218.
          Zum Schenker-Eherpaar siehe Nr. 10. Willibirg war eine Schwester von des Grafen Ulrich Vater Adalbero; siehe Chron. Ebersp., 10, 
          und Tyro1ler, Genealogie, 64 nr. 5 (zur dort vertretenen weiteren Annahme, sie sei im Eintrag des Einsiedler Jahrzeitbuches [ed. Baumann, 
          362, ed. K1äui, 366] : Comes Ethich de Baioaria et Willa uxor eius gemeint, ablehnend Ke1ler, Einsiedeln, 124 f., Anm. 209 u. ebd. 158). -           Widemann, Vorbem. zur Edition, vermutet, daß Willibirg in St. Emmeram bestattet wurde; jedenfalls hat Graf Ulrich auch sonst dorthin
          geschenkt: Trad. Reg. nr. 215. - Die vom Verwandtschaftsverhältnis her naheliegende Möglichkeit, im zweiten Zeugen den Schwager bzw.
         Bruder des Schenker-Ehepaares zu sehen, hat bereits Tang1, Eppenstein 1, 170 m. Anm. 12, positiv beurteilt, ebenso neuerlich Tyro11er,
          a.a.O., 108 nr. 3. - Vgl. unten 82.


 

Nach H. C. Faußner:
 

  1. oo Poppo von Kühbach (Babenberger)
                  

  2. oo N.N.
               

  3. oo Eticho II. Welf von Altdorf
                982
 
 
 
 

Literatur:
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Faußner, Hans Constantin: Zur Frühzeit der Babenberger in Bayern und Herkunft der Wittelsbacher, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990 Seite 24-26,68,69,75,80 - Flohrschütz Günther: Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhhandlung München 1989 Seite 123 - Keller Hagen: Kloster Einsiedeln im ottonischen Schwaben. Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1964 Seite 80,124,158 - Klaar, Karl-Engelhard: Die Herrschaft der Eppensteiner in Kärnten, Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten Klagenfurt 1966 Seite 21 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 28 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 500 -