Tuta (Judith) von Ebersberg            Gräfin im Chiemgau
-----------------------------------
um 990/1000
nach 1048
 

Tochter des Grafen Ulrich I. von Ebersberg aus dem Hause der SIEGHARDINGER und der Richardis von Viehbach, Tochter von Graf Markwart II.


Schwennicke, Detlef: Tafel 28
******************
"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken"

TUTA (JUDITH)
-----------------------
   

1029/1048

  oo SIEGHARD VI. Graf im Chiemgau (SIEGHARDINGER)
            
7.VIII.1044 gefallen


Thiele, Andreas: Tafel 500
**************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

JUDITH
-------------
  

  oo SIEGHARD VI., Graf im Chiemgau
            
1046

Vogt von Salzburg, Freising und St. Peter/Salzburg, ein Cousin (vgl. oben)
fällt 1046 im Granzkrieg gegen Ungarn (haben 4 Söhne ohne weitere Nachkommen)


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
-------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr. Wilhelm: Seite 68
*******************
25. Tuta (Judith)

---------------------

F. u. eV.
(1029) der nobilis vir Adalbero (n 23) gibt für sein, seines Vaters und seiner Mutter Seelenheil in Gegenwart seiner Schwester Tuta seinen Besitz zu Pielenhofen an Obermünster QE 1, 160 n 10
Gemahl Graf Sieghard VII. (Sieghardinger n 17)
c 1014 Graf Sigehard gibt in Gegenwart seiner Gattin und seiner Söhne seinen Besitz zu Hochdorf (bei Kallmünz AG Burglengenfeld) nach Obermünster QE 1, 168 f. n 23
(1045 nach 27/3) nach dem Todes von 23 verzichten Sigahart und seine Gattin Tuta, Adalberos Schwester, mit ihren Kindern (filii) auf Pielenhofen QE 1, 160 f. n 10
1048 9/4 Frau Judita (Witwe des 1046 gefallenen Sieghard) mit ihren vier Söhnen DD 5, 283 f. n 213. Danach schien es, als ob Tuta Mutter einer zahlreichen Nachkommenschaft geworden wäre; aber dem steht entgegen die bestimmte Nachricht des bald nach 1050 geschriebenen  Minus 13: Oudalricus (n 15) ergo nullam es filiis (Kindern) prolem videns preter unam virginem Hadamuden, neptem (Enkelin) suam de filia Willibirga (n 25);
Tuta war also die zweite, kinderlose Gattin des Sieghard.


Flohrschütz Günther: Seite 114,116
******************
"Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter."

a) Die einstigen Güter des Klosters Tegernsee wurden im Verhältnis 2 : 1 geteilt, und zwar erhielt zwei Drittel Graf Engilbert (vom Chiemgau) als Stiefsohn der Tuta, Tochter des Grafen Ulrich von Ebersberg, ein Drittel Herzog Welf als Neffe der Richlinde, Witwe des letzten Grafen von Ebersberg.
Einige Schenkungen an Ebersberg, Emmeram und Obermünster [26 E I 3,37, III 73 (in Regensburg), O'm 10 (Pielenhofen), Ein 215 (Sünching), 218 (Erling bei Regensburg).] bezeugen, daß der Besitz der Grafen im Raum Regensburg nicht unbedeutend gewesen ist, zumal Adalbero im Nekrolog von Obermünster als „Graf von Pielenhofen" bezeichnet wird. Nach seinem Tod verzichten Tuta (die Schwester Adalberos) und ihr Gatte Sighart (VII., Graf im Chiemgau) auf das Gut Pielenhofen. Dieser Verzicht gibt Anlaß zu der Vermutung, daß Tuta und mit ihr die SIGHARTINGER in den Besitz der restlichen Güter der EBERSBERGER im Raum Regensburg eingetreten sind [26a Ca. 1050 war Sizo (Sighart VIII.?) Graf von Cham (MG DD H III nr. 248). ]. Auch zu dem anderen Grafen Sighart, dem Tyroller die Grafschaft um Freising zuschreibt [27 Tyroller, Adel, Tafel 2 nr. 10. Er stützt sich auf F 1180 (ca. 975).], gibt es eine Querverbindung: Anläßlich der Schenkung Berthasvon Preising", der Gattin dieses Grafen Sighart, an Obermünster wird Bertha, eine Tochter des Grafen Ulrich, ausdrücklich in diesen Vertrag mit einbezogen [28 O'm 1 (ca. 1000). Trotter betrachtet die Tradentin Bertha als erste Gattin des Grafen Ulrich, Bertha junior als Tochter aus dieser Ehe (Grafen von Ebersberg, 10).]; sie muß also eine nahe Verwandte der Schenkerin Bertha gewesen sein. Ob allerdings Graf Ulrich von Ebersberg auch Vogt von Obermünster gewesen ist [29 Dies behauptet Tyroller (Adel, Tafel 2 nr. 10). Er stützt sich auf O'm 104, das er ohne Angabe von Gründen auf ca. 995 datiert. Nach der Einreihung und den Zeugen könnte diese Notiz auch in die ersten Jahrzehnte des 12. Jahrhunderts gehören. Graf Ulrich wäre in diesem Fall mit dem Bruder des Grafen Heinrich von Schaumburg identisch.], kann nicht mit Sicherheit erwiesen werden.



  oo 2. Sieghard VI. Graf im Chiemgau
  x           
7.8.1046




Literatur:
------------

Flohrschütz Günther: Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhhandlung München 1989 Seite 114, 116,123 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 28 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 500 - Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag Göttingen 1962-1969 Seite 68 -