Liutgard                                            Gräfin von Ebersberg
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                                          Gräfin an der Sempt
    † 29.10.


Tochter des N.N.;
Verwandte des Bischofs Ulrich von Augsburg (Nichte)     
 

Schwennicke, Detlef: Tafel 28
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser"

ADALBERO I.
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10.IX.969

GRAF 928/34- um 965

  oo LIUTGARD
            
29.X...


Thiele, Andreas: Tafel 500
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

ADALBERT I.
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um 965

Graf von Ebersberg, Graf an der Sempt

  oo LUITGARD N.
            

Verwandt mit Bischof Ulrich von Augsburg


Bühler, Heinz: Seite 179
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"Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben."

Auch müßten die Beziehungen Ulrichs von Ebersberg (ca. 969-1029) und seiner Sippe zu Kloster Einsiedeln und der heutigen Schweiz genauer untersucht werden. Die These Paul Kläuis, daß Ulrich von Ebersberg die Güter des geächteten Werner von Kyburg (
1030) übertragen bekommen habe, überzeugt nicht recht, zumal die Folgerungen, die er daraus für die Besitzgeschichte zieht, recht fragwürdig sind. Ulrich von Ebersberg war ein Verwandter des Bischofs Ulrich durch seine Mutter Liutgard, und Bischof Ulrich selbst hatte ihn aus der Taufe gehobene. Über seine Mutter könnte er „hupaldingische" Güter, die zuvor der Hupald-Thiotpod-Sippe gehört hatten, geerbt haben. Seine Beziehungen zu Einsiedeln wären dann wohl eher aus seiner Verwandtschaft zu den „HUPALDINGERN" zu erklären. Bischof Ulrich hatte namhaften Anteil an der Gründung Einsiedelns und ist zeitlebens mit dem Kloster in enger Verbindung geblieben.

Flohrschütz Günther: Seite 108
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"Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter."

Wichtige Aussagen über die Machtstellung, den Rang und die politische Zielsetzung der EBERSBERGER liefert uns ihre Heiratspolitik. Besondere Beachtung verdient hier ihre Doppelschwägerschaft mit den EPPENSTEINERN: Graf Ulrich von Ebersberg heiratete Richgart, die Tochter Markwarts II., ihr Bruder Markwart III., Markgraf von Kärnten, nahm Hadamuot, die Schwester Graf Ulrichs, zur Frau [26 E Chr 1237.]. Diese doppelte verwandtschaftliche Bindung weist auf ein politisches Bündnis. Beide Familien besaßen Grafschaften in Alt-Bayern und je eine Markgrafschaft im Südosten des Herzogtums, beide besaßen etwa die gleiche Macht. Ihr Zusammengehen bedeutete einen unübersehbaren Machtblock nicht nur innerhalb Bayerns, sondern auch des Reiches. Im übrigen war auch die Politik der EPPENSTEINER geprägt von der Treue gegenüber Kaiser und Reich. Trotzdem setzte Kaiser KONRAD II. den Herzog Adalbero von Kärnten, den Sohn Markwarts III. aus seiner Ehe mit der EBERSBERGERIN, 1035 aus fadenscheinigen Gründen ab [27 Reindel a. a.O. 243.]. Dessen Sohn Markwart IV., Graf von Viehbach (an der Isar in Niederbayern), hielt sich nach dem Tode seines Vaters 1039 einige Male in Ebersberg auf [28 E I 36,37.]. Damals mag die Reichstreue der EBERSBERGER eine harte Belastungsprobe bestanden haben.
Eine andere Schwester Graf Ulrichs war nach der Meinung Tyrollers mit dem Grafen Babo von der mittleren Paar verheiratet. Weil der Name Willibirg mehrmals bei den EBERSBERGERN, aber auch bei den Grafen an der Paar, die das Kloster Kühbach ins Leben gerufen haben, begegnet, nimmt Tyroller an, die Schwester Graf Ulrichs und Gattin Graf Babos könne Willibirg geheißen haben [29
Tyroller, Adel, Tafel 2. K. Trotter (Ebersberger a.a.O. 9) betrachtet Liutgart, die Gattin des Grafen Adalbero I., als Schwester der Grafen Odalschalk und Adalbero von Kühbach", und zwar wegen des gemeinsamen Namens Adalbero.]. Ferner wissen wir noch von zwei Töchtern des Grafen Ulrich, von denen die eine mit Namen Tuta/Judith den Grafen Sighart (VII.) vom Chiemgau heiratete [30 O'm 10 (vor 1045).], die andere namens Willibirg den Grafen Wergant von Friaul [29 Tyroller, Adel, Tafel 2. K. Trotter (Ebersberger a.a.O. 9) betrachtet Liutgart, die Gattin des Grafen Adalbero I., als Schwester der Grafen Odalschalk und Adalberovon Kühbach", und zwar wegen des gemeinsamen Namens Adalbero.]. Diese Willibirg, so berichtet die Chronik, war das einzige von den Kindern Graf Ulrichs, das Nachkommen hatte [31 E Chr 1330.]. Adalbero II., einer der Söhne Graf Ulrichs, nahm die WELFIN Richlinde zur Ehe, die aber „unfruchtbar war"; ihr Neffe war der Herzog von Bayern Welf I. [32 E I 47; E Chr 1444.]. Die übrige Verwandtschaft der EBERSBERGER liegt zu sehr im Bereich des Hypothetischen, so daß wir hier nicht darauf eingehen wollen [33 Adelheid, die Gattin Graf Eberhart II., stammte aus sächsischem Adel (E Chr 13ta), der sich nicht bestimmen läßt. Die SIGHARTINGER im Chiemgau und die RATOLDE in Freising, die Tyroller als Nebenlinien der EBERSBERGER betrachtet (Tafel 2, 5), wurden in die Untersuchung nicht mit einbezogen, weil ihr Verwandtschaftsverhältnis zu den EBERSBERGERN wissenschaftlich nicht erwiesen erscheint.].




 

  oo Adalbero I. Graf von Ebersberg
            
10.9.969
 
 



Kinder:

  Ulrich I. Graf von Ebersberg
  960/85
11.3.1029
 
  Tochter
       

 
  oo Otker von Persenbeug
           

 
  Tochter
       

  oo Adalhoh von Wall
            

 
  Tochter
      

 
  oo Pero von Berglern
           

  Hadamut
        
19.2.
 
  oo Markward III. Graf von Viehbach
            
995
 
  Willibirg
       

 
  oo Babo II. Vogt von Freising
           
6.1.975  Graf von Kühbach
 
  Nachkommen sind die Grafen von Hirschberg-Grögling-Sulzbach




Literatur:
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Bühler, Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben. Gesammelte Aufsätze. Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 179 - Flohrschütz Günther: Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhhandlung München 1989 Seite 108, 123 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 28 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 500 -