Hadamut von Friaul                         Gräfin von Weimar-Orlamünde
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    nach 1040
 

Ältester Tochter des Grafen Werigand von Friaul und der Willibirg  von Ebersberg, Tochter von Graf Ulrich
 

Schwennicke Detlev: Tafel 144
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I, 1"

POPPO I.
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    13.VII. vor 1044

1012 MARKGRAF von KRAIN und ISTRIEN
1014/15 urk in Thüringen

  oo HADAMUT VON ISTRIEN, Erbin von ISTRIEN
                 nach 1040

Tochter von Weriand, Graf in Istrien und Friaul und Williburg aus dem Hause der SIEGHADRINGER


Thiele Andreas: Tafel 500
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II

HADAMUT, Erbin der Eltern
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  oo POPPO I. VON WEIMAR, Graf in Istrien-Friaul
               um 1045



Hadamut war die Alleinerbin ihrer Eltern.

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 68
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35. HADAMUT
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F. Einzige ebenbürtige Bluterbein von 15 Minus s 25
c 1050 beschenkt die Gräfin Hademut das Kloster Geisenfeld MB 14, 183 n 5, b a; da Markgraf Ulrich I. von Krain (38) ihr Sohn war, muss sie mit dessen Vater Poppo I. von Weimar-Orlamünde verheiratet gewesen sein.


Lechner, Karl: Seite 86
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"Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246"

Von einem anderen Bruder Poppo, Markgraf von Krain, verheiratet mit der Tochter der letzten EBERSBERGERIN Wilbirg (
um 1044), war schon die Rede. Wilbirgs Bruder Eberhard, der Gründer von Kloster Geisenfeld, war mit einer Gräfin Adelheid aus Sachsen verheiratet. Damit schließt sich der Kreis. Aber die beiden Brüder Wilhelm und Otto von Weimar-Orlamünde waren die letzten ihres Geschlechtes.

Flohrschütz Günther: Seite 108,113
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"Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter."

Eine andere Schwester Graf Ulrichs war nach der Meinung Tyrollers mit dem Grafen Babo von der mittleren Paar verheiratet. Weil der Name Willibirg mehrmals bei den EBERSBERGERN, aber auch bei den Grafen an der Paar, die das Kloster Kühbach ins Leben gerufen haben, begegnet, nimmt Tyroller an, die Schwester Graf Ulrichs und Gattin Graf Babos könne Willibirg geheißen haben [29 Tyroller, Adel, Tafel 2. K. Trotter (Ebersberger a.a.O. 9) betrachtet Liutgart, die Gattin des Grafen Adalbero I., als Schwester der Grafen Odalschalk und Adalbero von Kühbach", und zwar wegen des gemeinsamen Namens Adalbero.]. Ferner wissen wir noch von zwei Töchtern des Grafen Ulrich, von denen die eine mit Namen Tuta/Judith den Grafen Sighart (VII.) vom Chiemgau heiratete [30 O'm 10 (vor 1045).], die andere namens Willibirg den Grafen Wergant von Friaul [29 Tyroller, Adel, Tafel 2. K. Trotter (Ebersberger a.a.O. 9) betrachtet Liutgart, die Gattin des Grafen Adalbero I., als Schwester der Grafen Odalschalk und Adalberovon Kühbach", und zwar wegen des gemeinsamen Namens Adalbero.]. Diese Willibirg, so berichtet die Chronik, war das einzige von den Kindern Graf Ulrichs, das Nachkommen hatte [31 E Chr 1330.]. Adalbero II., einer der Söhne Graf Ulrichs, nahm die WELFIN Richlinde zur Ehe, die aber „unfruchtbar war"; ihr Neffe war der Herzog von Bayern Welf I. [32 E I 47; E Chr 1444.]. Die übrige Verwandtschaft der EBERSBERGER liegt zu sehr im Bereich des Hypothetischen, so daß wir hier nicht darauf eingehen wollen [33 Adelheid, die Gattin Graf Eberhart II., stammte aus sächsischem Adel (E Chr 13ta), der sich nicht bestimmen läßt. Die SIGHARTINGER im Chiemgau und die RATOLDE in Freising, die Tyroller als Nebenlinien der EBERSBERGER betrachtet (Tafel 2,5), wurden in die Untersuchung nicht mit einbezogen, weil ihr Verwandtschaftsverhältnis zu den EBERSBERGERN wissenschaftlich nicht erwiesen erscheint.].

Keller Hagen: Seite 125
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"
Kloster Einsiedeln im ottonischen Schwaben."

Einsiedeln selbst konnte jedoch aus der Verbindung mit den mächtigen, beim König angesehenen Grafen von Ebersberg kein dauernder Vorteil erwachsen. Adalbero und Eppo verschieden ohne Nachkommen. Mit dem Tode Richenzas, die ihren Gemahl nur um wenige Monate überlebte, wurde die Verbindung für das Kloster bedeutungslos [212
K1äui, Adelsherrschaften, passim, identifiziert die im „Jahrzeitbuch" unter dem Monat Oktober genannte Willeburgis (Quellenwerk 11/3, 370,373) von Embrach/Wülflingen mit Willibirg von Ebersberg ( 25.XI.), der Tochter Ulrichs. Die Korrektur des Jahrzeitbuches wäre bei der Nennung der anderen EBERSBERGER an und für sich möglich, ihre Richtigkeit müßte dann aber erwiesen werden. Statt dessen korrigiert Kläui auf Grund dieser Identifizierung die ausdrückliche Angabe des Chronicon Eberspergense, daß Ulrich außer Hadamut, der Tochter Willibirgs, keine Enkel hatte (SS XX, 13), und schreibt Willibirg von Ebersberg die zahlreiche Nachkommenschaft der Willibirg von Wülflingen zu. Auch wenn man Williram von Ebersberg (1048-1085) kleinere Fehler nachweisen kann, so ist fast ausgeschlossen, daß der Abt des Ebersberger Hausklosters schon in der ersten Generation nach dem Tode Adalberos und Richinzas ( 1045) nichts von der blühenden Nachkommenschaft Willibirgs, der Schwester Adalberos, gewußt haben soll, zu der immerhin Erzbischof Hunfried von Ravenna ( 1051, Sohn Willibirgs von Wülflingen) und ein Bischof von Straßburg ( 1077, Enkel Willibirgs) gehörten. Von den Kindern Willibirgs von Wülflingen sind vier namentlich bekannt, ihre Tochter Adelheid hatte 10 namentlich bekannte Kinder. Keines trägt den Namen Ulrich, Adalbero oder Eberhard! Wo sind die zu erwartenden Überschneidungen des wülflingisch-achalmischen Besitzes mit dem Gut der EBERSBERGER? Warum sind nicht Willibirg und ihre Kinder, sondern das Kloster Ebersberg und Welf III. in das Erbe Adalberos und Richenzas eingetreten?].

Störmer Wilhelm: Seite 174
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"Adelsgruppen im Früh- und hochmittelalterlichen Bayern. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte."


Kurz vor dem Aussterben der EBERSBERGER gründete Graf Eberhart II. als dritte monastische Niederlassung des Hauses 1037 das Benediktinerinnen-Kloster Geisenfeld [91 MG SS XXV 871; Jaeger, Traditionen Geisenfeld 41 nr. 1.]. Er stattete es mit umfangreichem Besitz, darunter dem benachbarten Feilenforst aus. V. v. Volckamer vermutet, daß die Herrschaft der EBERSBERGER in und um Geisenfeld auf eine allodifizierte ältere Grafschaft zurückgeht [92 Volckamer, Pfaffenhofen 7ff.], jedenfalls haben wir auch hier wieder den Zusammenhang von Reichsforst und Kloster. Graf Eberhards Nichten traten in das neugegründete Hauskloster ein: Liutgart wurde Nonne, Gerbirg Äbtissin in Geisenfeld. Eberhard II., der Gründer Geisenfelds, ist 1040 als Markgraf von Krain bezeugt [93 Tyroller, Genealogie des altbayerischen Adels nr. 24.]. Die politische Position des Hauses im Südosten wurde also aufrechterhalten. Die Markgrafschaft konnte sogar im Erbgang über Hadamut, die Nichte Eberhards, an deren Sohn Ulrich I. von Weimar-Orlamünde übergehen. Hadamuts Mutter und Eberhards Schwester Willibirg war mit Graf Werigant von Friaul verheiratet worden, der 1027 auch als comes Wezelinus advocatus ducis Adalperonis (von Kärnten - aus dem EPPENSTEINER Hause) erscheint [94 Ebenda 68 f. nr. 26.]. Auch in dieser Ehe ward sichtbar, wie sehr die EBERSBERGER den Kontakt mit diesem Raume pflegten.



  oo Poppo I. von Weimar-Orlamünde Markgraf von Krain
       um 980 13.7. vor 1044
 
 
 
 

Kinder:

  Ulrich I. Markgraf von Krain
        6.3.1070
 
 
 
 

Literatur:
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Flohrschütz Günther: Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhhandlung München 1989 Seite 108, 123 - Keller Hagen: Kloster Einsiedeln im ottonischen Schwaben. Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1964 Seite 125 - Lechner, Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite 86 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I, 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 144 - Störmer Wilhelm: Adelsgruppen im Früh- und hochmittelalterlichen Bayern. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte Band IV. Kommission für bayerische Landesgeschichte München 1972 Seite 174 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 500 - Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag Göttingen 1962-1969 Seite 68 -