Hadamut von Ebersberg                   Gräfin von Viehbach
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um 960
19.2. vor 1001
                Jerusalem
 

Tochter des Grafen Adalbero I. von Ebersberg aus dem Hause der SIEGHARDINGER und der Liutgard von Dillingen


Schwennicke, Detlef: Tafel 28
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken"

HADAMUDIS
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19.II.

  oo MARKWART III., Graf von Viehbach, Markgraf in der Kärntner Mark (EPPENSTEINER)
              


Thiele, Andreas: Tafel 500
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

HADAMUT
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  oo MARKWART I. VON EPPSTEIN, Markgraf von Karantanien
              
um 1000


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 64
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13. Hadamudis
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Gattin des Grafen Markwart III. von Viehbach (Eppensteiner n 3) Minus 12
19/2 Obermünster: Hadamuod comitissa Necr. 3, 337.


HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 44
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17. Hadamut
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Gräfin von Ebersberg, Gemahlin des Grafen Markward von Eppenstein, Graf im Mürztal (Steiermark), der vor 1001 starb.


Flohrschütz Günther: Seite 107
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"Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter."

Wichtige Aussagen über die Machtstellung, den Rang und die politische Zielsetzung der EBERSBERGER liefert uns ihre Heiratspolitik. Besondere Beachtung verdient hier ihre Doppelschwägerschaft mit den EPPENSTEINERN: Graf Ulrich von Ebersberg heiratete Richgart, die Tochter Markwarts II., ihr Bruder Markwart III., Markgraf von Kärnten, nahm Hadamuot, die Schwester Graf Ulrichs, zur Frau [26 E Chr 1237.]. Diese doppelte verwandtschaftliche Bindung weist auf ein politisches Bündnis. Beide Familien besaßen Grafschaften in Alt-Bayern und je eine Markgrafschaft im Südosten des Herzogtums, beide besaßen etwa die gleiche Macht. Ihr Zusammengehen bedeutete einen unübersehbaren Machtblock nicht nur innerhalb Bayerns, sondern auch des Reiches. Im übrigen war auch die Politik der EPPENSTEINER geprägt von der Treue gegenüber Kaiser und Reich. Trotzdem setzte Kaiser KONRAD II. den Herzog Adalbero von Kärnten, den Sohn Markwarts III. aus seiner Ehe mit der EBERSBERGERIN, 1035 aus fadenscheinigen Gründen ab [27 Reindel a. a.O. 243.]. Dessen Sohn Markwart IV., Graf von Viehbach (an der Isar in Niederbayern), hielt sich nach dem Tode seines Vaters 1039 einige Male in Ebersberg auf [28 E I 36,37.]. Damals mag die Reichstreue der EBERSBERGER eine harte Belastungsprobe bestanden haben.

Jakobs Hermann: Seite 217,221,223,233
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"Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien."

Der Salmann Wolftregil findet sich im Traditionsbuch des Klosters Geisenfeld an der Ilm wieder: als nobilis vir schenkte er zwei Mühlen zum Unterhalt seiner Töchter. Des weiteren begegnen unter den Schenkern an Geisenfeld Adalbero und Markwart, die Söhne des 1039 verstorbenen Herzogs Adalbero von Kärnten [28
Mon. Boica 14, 183, Nr. 7.], ferner etwa 1053/57 quidam comes Fridericus, der wie Adalbero und Markwart Gebiet um Mosbach vergab [29 Ebda. 184, Nr. 8.]. Schließlich treten in einer weiteren Schenkung der genannten Herzogs-Söhne die Brüder ihres Vaters Adalbero mit Namen Heberdus und Ernst als Zeugen auf [30 Ebda. Nr. 9.]. Gründer des Klosters Geisenfeld war aber der nach 1037 verstorbene Eberhard von Ebersberg, dessen Vater Ulrich mit Richardis von Eppenstein und dessen Tante Hadamuot, eine Schwester Ulrichs, ihrerseits mit Markwart III. von Eppenstein, einem Bruder der Richardis, vermählt war [31 Vgl. Tyro11er, Genealogie des altbayerischen Adels, Tafel 2, Seite 63.]. Über die Verwandtschaft Friedrichs, des Sohnes Eberhards, kann demnach kaum ein Zweifel bleiben - Friedrich gilt daher auch als Neffe des Herzogs Adalbero von Kärnten.
Der Eintrag im Einsiedler Jahrzeitbuch vermag aber nunmehr den Beweisgang abzuschließen. Wir wunderten uns darüber, daß hier Friedrich, wie sonst nur die Ebersberger Grafen, de Bavaria genannt wird: Friedrich, der Sohn des Eppo, war ein Enkel der Hadamuot von Ebersberg [46
Vgl. das Stemma Seite 218.].
Klebel hatte bereits den Eindruck gewonnen, daß die Aufzählung der parentes in der Seelgerätstiftung eine regelrechte Ahnentafel Friedrichs bringe. Von diesem Gedanken geleitet, wagen wir es, folgendes Bild vorzuschlagen, in dem Ziffern (1-9) die Reihenfolge anzeigen, in der die Namen in der Stiftung folgen [4 Über die EBERSBERGER Grafen vgl. oben Seite 217 f.; dort Anm. 30 über Eberhard und Ernst als Brüder. Über die Nachkommen des Herzogs Adalbero vgl. auch Pirchegger, Gesch. der Steiermark 1, Tafel Seite 123. Über die öhningisch-welfische Verbindung oben Seite 182 f. Über die Deszendenz Friedrich - Friedrich - Hemma bei den DIESSENERN vgl. Tyro11er, Altere Genealogie, 25, Reg. Nr. 19;27, Nr. 56, dazu Text 4 ff. 9; Grafen von Andechs, 148 ff., Nr. 2. 9. 20. - Tyro11er, Genealogie des altbayerischen Adels, 108 ff.: Die EPPENSTEINER, insbes. Seite 112, Nr. 14: Friedrich, dazu Tafel 6, deutet die Liste anders. Seine Deutung ergäbe dieses Bild, zu dem ergänzend seine Thesen über die WELFEN (ebda. 205 ff.) und über die SIEGHARDINGER (ebda. 89 ff., insbes. 92 f.) zu vergleichen sind:

                                                              Kuno v. Öhningen
                                                              oo Richlind                                                                    
                                                                           I
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Engelbert    Friedrich    Hadamudis        Hemma (7)                            Ida oo Rudolf II. (WELFE)
Gf. im         Gf. c. 990/  von Ebersberg                                                             
Chiemgau    1000
1010

---                    ---                -+---------------------------------------                        ------
Hartwich (6) Rickart (8) ? oo Ebrohard (1)    Ernost (3)    Adalbero                  Kuno
Bf. v. Brixen                           1013/39            1039           v. Eppenstein           Gf. 1017/20
1039                                                                                     
1039

          ? Frideric (2)
          oo Hemma (7)
     --------+-------------              --+---------------                       --------------------          ---
Friedrich    Christiana oo Friedrich Hadamuot (9)                Adalpero (5)       N. oo Cuono (4)
Domvogt v.                     1050/65   
                                       Bf. v.                           Gf. im Sualafeld
Regensburg                                                                             Bamberg                     1039/1053
? oo Hadamuot (9)                                                                    
1057

Dieses Stemma erlaubt es, eine Reihe von Namen zwanglos in Friedrichs Verwandtschaft unterzubringen. Wir meinen beobachten zu können, daß die Liste einem „Gesetz" folgt: Der Vater (1) ist bekannt; mit Klebel sehen wir in (2) den Großvater mütterlicherseits, obgleich die Deutung von (3) eine erste Schwierigkeit bringt. Man erwartet hier den Namen Markwart, weil es bekannt ist, daß Hadamuot von Ebersberg mit Markwart III. von Eppenstein vermählt war. Stattdessen (?) erscheint der Name Ernst, der bei einem Oheim Friedrichs wiederum auftaucht - ein Name, der den EPPENSTEINERN wie den EBERSBERGERN aber sonst fremd ist. Dem wurde im Bilde Rechnung getragen mit der Annahme, daß Hadamuot zweimal verheiratet war [5 Über Hadamuot haben wir in der Ebersberger Chronik (MG SS 20,12) allerdings folgende Nachricht: Ulrich, Hadamuots Bruder, duxit uxorem Rihcardam sororem Marhwardi presidis de Carinthia, cui ipse suam in coniugium vocabulo Hademuodem dedit, quae post obitum mariti cuncta sua pro Dei nomine derelinquens in Palestinae partibus mortua plurimis signis declaratur. Ihr hier genannter Gemahl, Markwart III., erscheint nur zweimal in den Quellen: 970 und 980; vgl. Pirchegger, Gesch. der Steiermark 1,126.]. Solches Vorgehen wäre freilich nur legitim, wenn sich das vermutete „Gesetz" tatsächlich bestätigte. Ein Widerspruch zu dem, was wir sonst wissen, tritt in der weiteren Folge wenigstens nicht mehr auf. Als (4) und (5) müßten nun zwei Urgroßväter Friedrichs erscheinen, und wir wissen in der Tat, daß Hadamuots Vater Adalbero geheißen hat. Wie er als Vater von Friedrichs Großmutter väterlicherseits, so könnte Kuno (4) als Vater seiner Großmutter mütterlicherseits gemeint sein. In Hartwich (6) als letztem männlichen parens vermuten wir den Stammvater in männlicher Linie; doch könnte hier auch einer der Bischöfe Hartwich oder eher noch der Vogt von Obermünster angehängt sein.
Daß die drei folgenden Frauen (7-9) Friedrichs Mutter und seine beiden Großmütter sind, ist kaum zu bezweifeln. Sein Vater stand an der Spitze der Männer, nun führt seine Mutter die Frauennamen an. Hadamuot (9) kennen wir als Großmutter väterlicherseits; es liegt daher nahe, in Rickart (8) die Großmutter mütterlicherseits zu suchen. So betrachtet, würde die Liste also tatsächlich einem Gesetz folgen: sie schritte vor nach Geschlecht und Generationen und nännte jeweils die Verwandtschaft mütterlicherseits zuerst.
Gleichsam zu einer Schlüsselfigur ist der Domvogt Friedrich von Regensburg geworden, an dessen Grab in St. Blasien die ÖHNINGER Erbengemeinschaft auf das praedium Schlucksee verzichtete. Ihn bezeichnet das Totenbuch von St. Emmeram als Mönch von Hirsau, vielleicht zu Unrecht; doch vermag Friedrich auch so noch Licht in die undurchsichtigen Beziehungen zwischen Hirsau und Regensburg um das Jahr 1070 zu bringen. Zunächst ist es vielleicht nichts als Zufall, daß der erste, aus Einsiedeln in die Hirsauer Neugründung berufene Abt Friedrich den gleichen Namen wie der Domvogt trug, jedenfalls läßt sich wegen der Namensgleichheit noch nicht auf Verwandtschaft schließen. Ganz unglaubhaft ist sie aber nicht, wenn man bedenkt, daß des Domvogtes Großmutter Hadamuot von Ebersberg war, daß Einsiedeln während des 11. Jahrhunderts die Grafen de Bavaria im Totenbuch verzeichnete und die Hirsauer noch unter dem Abt Wilhelm Beziehungen zum Kloster Ebersberg unterhielten, so etwa, als sie sich vom Abt Williram die Vita ihres Klosterpatrons Aurelius aufzeichnen ließen.

Klaar, Karl-Engelhard: Seite 18,22,81
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"Die Herrschaft der Eppensteiner in Kärnten"

Nr. 10 Markgraf Markwart
            Nach einer Reihe von Bezeugungen wenigstens zum Teil sicher mit dem Markgrafen Markwart in verwandtschaftlicher Beziehung
            stehender baierischer Träger des gleichen Namens wird es jetzt erstmals möglich, eine Persönlichkeit genauer zu fassen.
            a) Ein Bruder Markwarts mit Namen Rüdiger begegnet uns vermutlich in Nr. 18. Eine Schwester Richgard war mit Ulrichvon
            Ebersberg
" verheiratet: Nr. 11. Dieselbe Quelle bezeugt die Ehe Markwarts mit Ulrichs Schwester Hadmud, also wechselseitige
            Verschwägerung. Richgard
1013 Apr. 23: Chron. Ebersp., 14.
           b) Kinder sind nicht unmittelbar zu belegen, doch ist für Adalbero, den späteren Kärntner Herzog, mit Sicherheit enge agnatische
           Verwandtschaft zu Markwart anzunehmen (siehe Nr. 21). Zwei Brüder Adalberos, Eberhart und Ernst, erscheinen in Nr. 41a. Die
            Annahme eines weiteren Bruders Ulrich durch Tyro1ler, Genealogie, 110 f. nr. 7, überzeugt nicht; die im Jahrzeitbuch des Klosters
            Einsiedeln verzeichneten comes Uolricus de Bavaria, Richkart uxor eius (ed. Baumann, 361, ed. K1äui, 365; zu März) sind vielmehr
            die oben erwähnten EBERSBERGER; vgl. zuletzt Ke1ler, Einsiedeln, 157, mit Rekonstruktion des Datums: 12. III.
           c) Todesjahr und -tag Markwarts sind nicht überliefert; siehe jedoch Nr. 20.
          Vgl. unten 82, 84.

Nr. 11 [970-974]   
           Markwart, preses de Carinthia, heiratet Hadmudvon Ebersberg":
           Post haec (se. nach dem Tode seiner Eltern) duxit (Graf Ulrich) uxorem Rihcardem sororem Marhwardi presidis de Carinthia, cui ipse
           suam
in coniugium vocabulo Hademuodem dedit, quae post obitum mariti cuncta sua pro dei nomine derelinquens in Palaestinae
           partibus mortua
plurimis signis declaratur.
          D: Chron. Ebersp., 12; MdC 3 nr. 130.
          Die zeitliche Eingrenzung der Eheschließungen ergibt sich aus den allerdings widersprüchlichen Aussagen der Quelle im Anschluß an obige
          Stelle (a.a.O., 13), wo berichtet wird, daß Erzbischof Friedrich von Salzburg 970 die Ebersberger Kirche geweiht habe, nachdem sich der
          zuständige Ordinarius, Bischof Abraham von Freising, geweigert hatte; als Begründung für diese Weigerung wird Abrahams Einstellung
          zu Herzog Heinrich II. von Baiern genannt, welche an der kaisertreuen Gesinnung Ulrichs Anstoß genommen habe, doch gehören diese
          Ereignisse erst ins Jahr 974 (vgl. RI 2/11 nr. 667b). - Zur Jerusalemfahrt der Hadmud siehe Nr. 20. - Vgl. unten 81 Anm. 4, 82 f.

Nr. 20 [von 1000 April 13]
            Markgraf Markwart stirbt.
            Todesjahr und -tag sind nicht überliefert; den terminus ante quem bildet die Erwähnung seines Nachfolgers und mutmaßlichen Sohnes
            Adalbero
als Markgraf (Nr. 22). Wie weit vor diesem Datum das Ableben Markwarts anzusetzen ist, bleibt fraglich, da terminus post
            quem
sehr unbestimmt (vgl. Nrn. 17-18, auch 9), U h l i r z, Otto III., 192 f., vermutet unter Hinweis auf Pirchegger, Steiermark 1, 126 ff.,
            995 als Todesjahr. - Die Jerusalemfahrt seiner Witwe Hadmud (Nr. 11) setzt Riez1er, Jerusalempilger, 551, eher auf Anfang 11. Jh. als
            Ende 10. Jh. an.

Das Ende der unmittelbaren Ungarngefahr stellte das Reich vor die Notwendigkeit, einerseits nach außen den Schutz des zurückgewonnenen Landes im deutschen Südosten zu sichern, andererseits dort nach innen ein ausgewogenes Kräfteverhältnis zu wahren. Entsprechende Bemühungen lassen sich seit der ausgehenden Regierungszeit OTTOS DES GROSSEN erkennen, doch bedurfte es mehrerer unruhevoller Jahrzehnte, bis eine gewisse Festigung erreicht war. Ebenso wie die baierischen Bischöfe dabei eine Wiederherstellung der vormaligen Besitzungen ihrer Kirchen im Osten anstrebten, läßt sich in der Verwaltung des Landes ein Anknüpfen an Einrichtungen der KAROLINGER-Zeit feststellen. So sind uns für das Gebiet der sogenannten Ostmark gegen 970 ein Markgraf Burkhart bezeugt, desgleichen zu 973 ein Markgraf Poppo für Krain [4
DD O II, nrn. 47 u. 66 (973 Juni 30 bzw. Nov. 23); Bestätigungen Freising. Güter in comitatu Popomis comitis quod Carniola vocatur et quod vulgo Creina marcha appelltur bzw. in regione vulgari vocabulo Chreine et in marcha et in comitatu Paponis comitis. Diese und die weiteren Belege für die Mark Krain sind zusammengestellt bei Mayer, Alpenländer, 7 Anm. 1. Poppo war vermutlich mit einer Schwester von Markgraf Markwarts Gattin Hadmud (Nr. 11) verheiratet: Tyro1ler, Genealogie, 66 nr. 12; ob diese Willibirg hieß, wie dort angenommen wird, muß doch wohl offen bleiben.] und für die dazwischenliegende Kärntner Mark ein Markgraf Markwart (zu 970: Nr. 12), dessen verwandtschaftliche Zugehörigkeit zur vorhin betrachteten Markwart-Sippe sicher ist.

Störmer Wilhelm: Seite 173
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"Adelsgruppen im Früh- und hochmittelalterlichen Bayern. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte"

Familienpolitisch wichtig ist die Ehe Ulrichs mit Richgardis, der Tochter des Grafen Markwart II. von Viehbach aus dem Hause der späteren EPPENSTEINER [81 Klaar, Eppensteiner 18 ff. nr. 10, 11.]. Der Bruder der Richgardis, Markwart III., war 970 von Kaiser OTTO I. als erster Markgraf in der neugebildeten kärntischen Mark (an der Mur), der späteren Steiermark, eingesetzt worden. 1011 ist Graf Ulrich von Ebersberg als Graf in der Krainer Mark bezeugt, die südlich der Kärntener Mark liegt. Bei dieser Position scheinen Familienbeziehungen eine Rolle gespielt zu haben, zumal der „EPPENSTEINER" Adalbero I., der Neffe Ulrichs von Ebersberg, 1012 auch Herzog von Kärnten wurde [82 Klaar, Eppensteiner 85.]. Dieser dux Carentani [83 Klaar, Eppensteiner 25 nr. 26.] hatte aber auch eine EBERSBERGERIN als Mutter, Hadamudis, die Schwester Graf Ulrichs. Die Söhne aus dieser Ehe Markwarts mit Hadamudis erhielten - mit einer Ausnahme: Ernst - EBERSBERGER Namen: Adalbero, Ulrich, Eberhard (Eppo), ein Beweis dafür, wie stark Ansehen und Geschlechtsbewußtsein der EBERSBERGER damals gewesen sein müssen. Die EBERSBERGERIN Hadamudis zeigte nach dem Tode ihres Gatten eine conversio, die an eine spätere Epoche erinnert: Nach Ausweis des Chronicon Eberspergense verschenkte sie ihre Habe und unternahm eine Pilgerreise nach den heiligen Stätten Palästinas, wo sie starb [84 MG SS XX 12.]. 





  oo Markward III. Graf von Viehbach
             
13.4.1000
 
 
 
 

Kinder:

  Adalbero Herzog von Kärnten
  um 980
28.11.1039

  Eberhard Graf an der Isar
       
nach 1039
 
   Ernst
       

 
 
 
 
Literatur:
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Flohrschütz Günther: Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhhandlung München 1989 Seite 107, 112,123 - Gewin, Dr. J.P.J.: Herkunft und Geschichte führender bayerisch-österreichischer Geschlechter im Hochmittelalter, s-Gravenhage Druckerei H.L. Smits N.V. 1957 Seite 44 - Jakobs Hermann: Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien. Böhlau Verlag Köln Graz 1968 Seite 217,221,223,233 - Klaar, Karl-Engelhard: Die Herrschaft der Eppensteiner in Kärnten, Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten Klagenfurt 1966 Seite 18,22,27,81 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken, Verlag von J. A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 28 - Störmer Wilhelm: Adelsgruppen im Früh- und hochmittelalterlichen Bayern. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte Band IV. Kommission für bayerische Landesgeschichte München 1972 Seite 173 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 500 - Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag Göttingen 1962-1969 Seite 64 -