Eberhard                                          773/74
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vor 804
 

Sohn des Albrich 


Mitterauer Michael: Seite 214
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"Karolingische Markgrafen im Südosten."

In Mannheim ist 776 ein Eberhard begütert, als dessen Spitzenzeuge sein Sohn Sigihart auftritt. Eberhard hatte jedoch auch zu Handschuhsheim Beziehungen. 773 tritt er hier als erster Zeuge auf. 804 gibt seine Tochter Engiltrud Besitzungen am gleichen Ort für sein und seiner Gattin Adaltrut Seelenheil. Auf Grund der mehrfachen Ortsverbundenheit ist kaum daran zu zweifeln, dass wir in Eberhard, dem Gatten der Adaltrut, den Vater Graf Sigiharts vor uns haben. Er füllt damit die Lücke, die das aus der Weissenburger Notiz gewonnene Schema zwischen Albrich und Graf Sigihart offen lässt. Eventuell wäre auch eine Abstammung Sigiharts von den Altdorfer Gutsbesitzern in weiblicher Linie denkbar, doch dürfen wir in Eberhard eher den Sohn als den Schwiegersohn Albrichs erblicken. Sein Name passt gut in den Familienzusammenhang. Von ihm aus erklärt sich der zweite Teil des Namens Sigihart, dessen erster in Sigihelm steckt. In ähnlicher Weise lässt sich der Name Engiltrut aus Adaltrut und Engilger ableiten.
Eberhard muss eine angesehene Persönlichkeit gewesen sein. Bei der Untersuchung über den rechtmäßigen Besitzer des Klosters Mettlach wird er nach drei Bischöfen und 11 Grafen unter 44 Schöffen an fünfter Stelle genannt. Sein Name weist in südlicher gelegenen Gebiete. Er ist im elsässischen Herzogshaus der ETICHONEN gebräuchlich, in dem auch der Name Albrich begegnet. Dass die Familie Beziehungen zum Elsaß gehabt haben muss, ist schon daraus zu ersehen, dass Sigihelms Sohn Albrich als Wohltäter von Weissenburg auftritt. In der Tradition dieses Klosters wird übrigens schon um 750 ein Sigihart genannt, und zwar als einziger Zeuge der Schenkung eines Sigifrit, des Sohnes Sigimunts, die sich beide durch ihre Namen als Verwandte Sigiharts ausweisen. Vielleicht gehörten auch sie zur Sippe Sigihelms, dessen Zeitgenossen sie waren.
 
 
 
 

  oo Adaltrut
            
nach 778

Adaltrut wird zwischen 770 und 778 dreimal als Besitzerin in Ibersheim bei Worms genannt.
 
 
 
 

Kinder:

  Engilger 812
       

 
  Engiltrut 792-804
       

 
  oo Werner I. Präfekt des Ostens
            
nach 806

  Sigihart
      




Literatur:
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Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite 214 -