Adelheid aus Sachsen                       Gräfin von Eberberg
----------------------------
um 1000 6.2. nach 1037

Tochter des N.N. 

Schwennicke, Detlef: Tafel 28
******************
"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken"

EBERHARD II.
---------------------
   
24.VII.(1041/44)

Graf von EBERSBERG
1040 Markgraf von KRAIN
gründet 1037 Kloster Geisenfeld

  oo ADELHEID aus Sachsen
             
6.II. nach 1037


Lechner, Karl: Seite 70,87
************
"Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246"

Die LAMBACHER verwalteten Grafschaften im Enns-Palten-Tal, im Grazer Becken und die Grafschaft Hengist um Wildon-Leibnitz. Auch die Mark Krain erhielt in Graf Eberhard von Ebersberg einen eigenen Markgrafen, der mit einer Sächsin Adelheid verheiratet war.
Von einem anderen Bruder Poppo, Markgraf von Krain, verheiratet mit der Tochter der letzten EBERSBERGERIN Wilbirg (
um 1044), war schon die Rede. Wilbirgs Bruder Eberhard, der Gründer von Kloster Geisenfeld, war mit einer Gräfin Adelheid aus Sachsen verheiratet. Damit schließt sich der Kreis. Aber die beiden Brüder Wilhelm und Otto von Weimar-Orlamünde waren die letzten ihres Geschlechtes.

Flohrschütz Günther: Seite 108
*****************
"Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter."

Wichtige Aussagen über die Machtstellung, den Rang und die politische Zielsetzung der EBERSBERGER liefert uns ihre Heiratspolitik. Besondere Beachtung verdient hier ihre Doppelschwägerschaft mit den EPPENSTEINERN: Graf Ulrich von Ebersberg heiratete Richgart, die Tochter Markwarts II., ihr Bruder Markwart III., Markgraf von Kärnten, nahm Hadamuot, die Schwester Graf Ulrichs, zur Frau [26 E Chr 1237.]. Diese doppelte verwandtschaftliche Bindung weist auf ein politisches Bündnis. Beide Familien besaßen Grafschaften in Alt-Bayern und je eine Markgrafschaft im Südosten des Herzogtums, beide besaßen etwa die gleiche Macht. Ihr Zusammengehen bedeutete einen unübersehbaren Machtblock nicht nur innerhalb Bayerns, sondern auch des Reiches. Im übrigen war auch die Politik der EPPENSTEINER geprägt von der Treue gegenüber Kaiser und Reich. Trotzdem setzte Kaiser KONRAD II. den Herzog Adalbero von Kärnten, den Sohn Markwarts III. aus seiner Ehe mit der EBERSBERGERIN, 1035 aus fadenscheinigen Gründen ab [27 Reindel a. a.O. 243.]. Dessen Sohn Markwart IV., Graf von Viehbach (an der Isar in Niederbayern), hielt sich nach dem Tode seines Vaters 1039 einige Male in Ebersberg auf [28 E I 36,37.]. Damals mag die Reichstreue der EBERSBERGER eine harte Belastungsprobe bestanden haben.
Eine andere Schwester Graf Ulrichs war nach der Meinung Tyrollers mit dem Grafen Babo von der mittleren Paar verheiratet. Weil der Name Willibirg mehrmals bei den EBERSBERGERN, aber auch bei den Grafen an der Paar, die das Kloster Kühbach ins Leben gerufen haben, begegnet, nimmt Tyroller an, die Schwester Graf Ulrichs und Gattin Graf Babos könne Willibirg geheißen haben [29
Tyroller, Adel, Tafel 2. K. Trotter (Ebersberger a.a.O. 9) betrachtet Liutgart, die Gattin des Grafen Adalbero I., als Schwester der Grafen Odalschalk und Adalbero von Kühbach", und zwar wegen des gemeinsamen Namens Adalbero.]. Ferner wissen wir noch von zwei Töchtern des Grafen Ulrich, von denen die eine mit Namen Tuta/Judith den Grafen Sighart (VII.) vom Chiemgau heiratete [30 O'm 10 (vor 1045).], die andere namens Willibirg den Grafen Wergant von Friaul [29 Tyroller, Adel, Tafel 2. K. Trotter (Ebersberger a.a.O. 9) betrachtet Liutgart, die Gattin des Grafen Adalbero I., als Schwester der Grafen Odalschalk und Adalberovon Kühbach", und zwar wegen des gemeinsamen Namens Adalbero.]. Diese Willibirg, so berichtet die Chronik, war das einzige von den Kindern Graf Ulrichs, das Nachkommen hatte [31 E Chr 1330.]. Adalbero II., einer der Söhne Graf Ulrichs, nahm die WELFIN Richlinde zur Ehe, die aber „unfruchtbar war"; ihr Neffe war der Herzog von Bayern Welf I. [32 E I 47; E Chr 1444.]. Die übrige Verwandtschaft der EBERSBERGER liegt zu sehr im Bereich des Hypothetischen, so daß wir hier nicht darauf eingehen wollen [33 Adelheid, die Gattin Graf Eberhart II., stammte aus sächsischem Adel (E Chr 13ta), der sich nicht bestimmen läßt. Die SIGHARTINGER im Chiemgau und die RATOLDE in Freising, die Tyroller als Nebenlinien der EBERSBERGER betrachtet (Tafel 2, 5), wurden in die Untersuchung nicht mit einbezogen, weil ihr Verwandtschaftsverhältnis zu den EBERSBERGERN wissenschaftlich nicht erwiesen erscheint.].




  oo Eberhard II. Graf von Ebersberg
       um 995
24.7.1041/44




Kinder:

  Willibirg Äbtissin von Geisenfeld
       




Literatur:
------------
Flohrschütz Günther: Der Adel des ebersbergischen Raumes im Hochmittelalter. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhhandlung München 1989 Seite 108, 123 - Jakobs Hermann: Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien. Böhlau Verlag Köln Graz 1968 Seite 218 D - Lechner, Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite 70,87 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 28 -