Adelheid II.                                 Äbtissin von Quedlinburg (1063-1096)
---------------                                Äbtissin von Gandersheim (1061-1096)
Herbst 1045-11.1.1096
Goslar          Quedlinburg

Begraben: Quedlinburg
 

Älteste Tochter des Kaisers HEINRICH III. aus seiner 2. Ehe mit der Agnes von Poitou, Tochter von Herzog Wilhelm V.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 12
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

ADELHEID
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* 1046/47, + 11. I 1096

Begraben: Quedlinburg Stiftkirche

1061/96 Äbtissin von Gandersheim
um 1063 Äbtissin auch von Quedlinburg



Schnith Karl Rudolf: Seite 204
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"Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern."

DIE NACHKOMMEN KAISER HEINRICHS III.

4. ADELHEID
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* Oktober 1048, + 11.1.1096

Grabstätte: Stiftskirche zu Quedlinburg

Äbtissin von Gandersheim (1061) und Quedlinburg (1063?)



Schnith Karl: Seite 123
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"Frauen des Mittelalters in Lebensbildern."

DIE NACHKOMMEN KAISERIN AGNES'

1. ADELHEID
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* Herbst 1045, vielleicht in Goslar
+ 2.1.1096

Grabstätte: Stiftskirche Quedlinburg



Black-Veldtrup Mechthild: Seite 232-234
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"Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien"

Über Adelheids Geburtsort ist nichts sicheres bekannt; anhand der Urkunden HEINRICHS III. läßt wird jedoch Goslar als Geburtsort wahrscheinlich machen.
Daß Kaiserin Agnes nach dem Tod ihrer Stieftochter Beatrix (+ 13.7.1061) mit ihrer eigenen Tochter Adelheid eine weitere Anwältin der salischen Politik als Äbtissin in Gandersheim und Quedlinburgeinsetzen konnte, ist einerseits ein klares Zeichen dafür, daß sie sich gegen den sächsischen Adel behauptet hatte, andererseits gab diese Personalentscheidung die Richtung der zukünftigen salischen Politik vor: Von Adelheid sagt die Supplik, daß sie iterum multum militibus suis erogavit; sie setzte also die von Beatrix geübte Praxis der Verlehnungen fort. Wann sie jedoch in ihrer 35-jährigen Amtszeit mit dieser Politik begann, das wird nicht erwähnt. Da dem von Agnes im Dezember 1057 mit den sächsischen Adeligen ausgehandelten Kompromiß eine Zeit der Ruhe nicht nur in Gandersheim, sondern in ganz Sachsen folgte, kann man als sicher unterstellen, daß Äbtissin Adelheid ihre Verlehnungspolitik erst nach der Entführung von Kaiserswerth, möglicherweise erst nach der Mündigkeitserklärung HEINRICHS IV. begonnen hat.
Im D 106 vom 25. Juli 1063 bestätigt HEINRICH IV. dem Stift St. Maria auf dem Münzenberg in Quedlinburg die von seinem Vater vorgenommene Schenkung des Gutes Ecghardtasrode bei Wienrode (Interveninetin war seine Schwester, Äbtissin Adelheid II. von St. Servatius in Quedlinburg).
Adelheid starb am 11. Januar 1096 und wurde ebenfalls in Quedlinburg bestattet.
 
 
 

Literatur:
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Black-Veldtrup, Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien, Böhlau Verlag Köln 1995, Seite 11-13,103,109,124,156,211,229,232-234,243 - Brunos Buch vom Sächsischen Kriege. Übersetzt von Wilhelm Wattenbach, Phaidon Verlag Essen 1986, Seite 8-10 - Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987, Seite 72 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 123 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 204 - Schulze Hans K.: Das Reich und die Deutschen. Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Verlag, Seite 330,383 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998  Tafel 12 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 - Wies, Ernst W.: Kaiser Heinrich IV. Canossa und der Kampf um die Weltherrschaft, Bechtle Esslingen 1996, Seite 95,203 -