Adalbert I. von Rheinfelden                       Bischof von Worms (1065-1070)
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um 1030-6.8.1070
 

Jüngerer Sohn des Grafen Kuno von Rheinfelden; Bruder des Gegenkönig RUDOLFS von Schwaben
 

Adalbert I. war Mönch in St. Gallen und seit 1065 Bischof von Worms. Er war Gegner der Stadt und des Kaisers und galt als dickster Mann seiner Epoche. Er war deshalb lahm und erstickte beim Essen.

Mechthild Black-Veldtrup: Seite 304
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"Kaiserin Agnes"

Bischof Adalbert nahm am Hoftag in Worms teil und geriet neben seinem Bruder RUDOLF und den Bischöfen Siegfried von Mainz, Anno von Köln und Bischof Adalbero von Würzburg wegen seiner Reformpolitik so sehr in Gegensatz zu HEINRICH IV., dass der König ihre Aktivitäten als Rebellion auffaßte.
 
Die Salier und das Reich: Band I Seite 179
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So berichtet Lampert von Hersfeld in seinen Annalen zum Jahr 1065, daß in Worms nach dem Tode des dortigen Bischofs Arnolf sogleich Adelbero monachus ex monasterio sancti Galli, frater Ruodolfi ducis, nachfolgte: ein lahmer, gefräßiger und durch seinen Anblick in seiner Fettleibigkeit eher Entsetzen als Bestaunen hervorrufender Mann. Im Jahre 1070 sei er - nach dem gleichen Autor - propria ut fertur, crassitudine erstickt.

 
 
 

Literatur:
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Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I, Seite 179,217 - Brunos Buch vom Sächsischen Kriege. Übersetzt von Wilhelm Wattenbach, Phaidon Verlag Essen 1986, Seite 88,96 - Giese, Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit. Franz Steiner Verlag Wiesbaden 1979, Seite 50 -