Reginar II.                                       Graf von Hennegau (915-932)
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um 895- nach 932
 

Jüngerer Sohn des Grafen Reginar I. Langhals von Hennegau aus seiner 2. Ehe mit der Alberada, Tochter von
 

Brandenburg Erich: Tafel 31 Seite 63
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

VI. 39. REGINAR II., Graf im Hennegau 916
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* ca. 890, + nach 932

Gemahlin:
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? N., Tochter Herzog Richards von Burgund



Thiele, Andreas: Tafel 16
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

REGINAR II. VON HENNEGAU
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    + nach 932

Sohn des Grafen Reginar I., der auch Herzog von Lothringen war

Reginar II. teilte 915 mit seinem Bruder Giselbert und erhielt einen Großteil der alten Hausgebiete mit Hennegau-Mons. Er erschien weitgehend als Stütze der ROBERTINER und stritt viel mit dem mächtigen Bruder, der 924 Hennegau verwüstete, ebenso mit dem Schwager Graf Berengar von Namur und den Grafen von Vermandois.

  oo ADELHEID VON AUTUN
                +

Tochter des Herzogs Richard I. von Burgund



Boshof Egon: Seite 13
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"Die Salier"

Ganz ohne Schwieirgkeiten scheint die Übernahme der lothringischen Herzogswürde nicht vor sich gegangen zu sein. Das Haus Reginars, seit dem Tode des Herzogs Giselbert entmachtet, trat wieder auf den Plan: Die Söhne Reginars II., Reginar III. und Rudolf, haben offenbar Ansprüche auf Giselberts Erbe erhoben; jedenfalls hat OTTO noch 944 den Herzog Hermann von Schwaben mit dem Auftrag nach Lothringen, die Kastelle der beiden Brüder, die zum westfränkischen König Ludwig IV. Verbindung aufgenommen hatten, zu brechen.

Leo Heinrich Dr.: Seite 122-124
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten."

Die hennegauischen Grafschaften erhielt Reginars I. zweiter Sohn Reginar II. [2 Beide Reginar, der erste und der zweite, führen den Beinamen "der Langhals", von ihrem Wuchse. Delewarde vol. II. p. 194.] und im ganzen werden diese hennegauischen Grafschaften das Schicksal von ganz Lothringen geteilt haben.
Auch nach Roberts Tode im Jahre 923 setzte Giselbert die Fehde fort, ward aber durch seinen Bruder Reginar II. vom Hennegau befehdet und dadurch verhindert, sich dem neuen Gegen-König Karls, Rudolf von Burgund, anzuschließen [1 Der Grund dieser Feindschaft Reginars II. gegen Giselbert war eine Bluttat Bosos. Delewarde vol. II.p. 154.].
Reginar II. hatte seit Giselberts Verbindung mit dem deutschen Reiche, wie es scheint, Frieden mit seinem Bruder gehalten und seine Söhne, Reginar III. und Lantbert, fochten sogar später für ihren Oheim gegen König OTTO.

Barth Rüdiger E.: Seite 80,86,94,102,186
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"Der Herzog in Lotharingien im 10. Jahrhundert."

Wir behandelten schon die krasse Ablehnung jeglicher Obergewalt Giselberts durch den Grafen Boso. Diese Einstellung eines Angehörigen des südlotharingischen Adels wiegt umso schwerer, als BososSchwesterGiselberts Bruder, Reginar II., geheiratet hatte, Boso also Giselberts Schwager war [196 Hlawitschka, Giselbert und Remiremont, Seite 430.]
Gleichsam als Pfand gegen Herrschaftsansprüche Reginars II., Bruder des 939 umgekommenen Giselbert, und zur geiselähnlichen und langfristigen Konsolidierung der Stellung Ottos von Verdun wurde diesem Giselberts junger Sohn Heinrich, Neffe OTTOS DES GROSSEN, übergeben. Das frühe Hinscheiden beider, Heinrichs und Ottos, konnte nicht erahnt werden.
Und der Hennegau verblieb nach wie vor Reginar II., Bruder des 939 verstorbenen Herzogs Giselbert, wenngleich diese Zuordnung der Grafschaft Hennegau für Ulrich Nonn unsicher ist
Zum Jahr 950 wird Rudolf als Graf im Maasgau bezeugt. Es handelt sich hier um den Sohn Reginars II., Graf im Hennegau, und somit um den Enkel Reginars I.
Vermerken wir zunächst einmal folgende politische Gesamtlage:
- Giselberts Bruder, Reginar II., war sicherlich nach der Besiegung seines Bruders, der ohenhin 924 sengend und plündernd seine Grafschaft durchzogen hatte, darauf bedacht, sich nicht am deutschen Herrscher zu messen.
 
 
 
 

  oo Adelheid von Burgund, Tochter des Herzogs Richard I.
       um 895- nach 920
 
 
 
 

Kinder:

  Reginar III.
  920-   973

  Rudolf Graf von Hasbengau
         -   958

  Tochter
         -

  oo Graf Ricfred
             -
 
 
 
 

Literatur:
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Barth Rüdiger E.: Der Herzog in Lotharingien im 10. Jahrhundert. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990 Seite 40 Anm. 4, 54 Anm. 57,74 Anm. 170f., 80,86,94,102,169,186 - Boshof Egon: Die Salier, Verlag W. Kohlhammer Suttgart Berlin Köln 1987 Seite 13 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 31 Seite 63 - Hlawitschka Eduard: Lotharingien und das Reich an der Schwelle der deutschen Geschichte. Anton Hiersemann Stuttgart 1968 Seite 177,217 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 122-124 - Schwager, Helmut: Graf Heribert II. von Soissons. Verlag Michael Lassleben Kallmünz/Opf. 1994 Seite 324 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 16 - Waitz, Georg: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter König Heinrich I., Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963 -