Udo II. von Querfurt                      Bischof von Naumburg (1165-1186)
-------------------------
um 1130-2.4.1186
 

Jüngerer Sohn des Burggrafen Burchard I. von Magdeburg aus dem Hause QUERFURT
 

Pätzold, Stefan: Seite 132,227,230
*************
"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221"

An der Weißen Elster verfügte Graf Dedo von Groitzsch über elf Hufen in Schellbach, die er jedoch 1170 bei Bischof Udo von Naumburg gegen den zehnten der Kirche in Profen eintauschte.
Konrads Nachfolger Graf Dedo von Groitzsch erscheint ebenfalls häufig als Zeuge von Naumburger Rechtsgeschäften. Wie sein Vater geriet er auch mit dem Bischof in Konflikt, weil er seine Einkünfte durch außerordentliche Abgaben der Naumburger Bauern zu vermehren suchte. So beanspruchte er während der Amtszeit Udos II. pro Jahr zwei Scheffel Getreide von jeder Hufe des Zeitzer Stiftsbesitzes unnd konnte erst durch das Eingreifen Kaiser FRIEDRICHS I. im Jahre 1169 zum Verzicht auf seine "peticio" bewogen werden.
Als Bischof Udo II. von Naumburg 1170 die zwei Jahre zuvor erfolgte Überweisung des Klosters Riesa an die Posaer Benediktiner wieder rückgängig machte, geschah dies nicht nur mit Zustimmung, sondern auch auf Anraten des Dom- und Klostervogtes Dedo sowie seiner Verwandten Erzbischof Wichmann und der Markgrafen Otto und Dietrich.

Jordan, Karl: Seite 114
***********
"Heinrich der Löwe"

Erst im Frühjahr 1165 erfahren wir aus einem Brief des Bischofs Albert von Freising an Erzbischof Eberhard von Salzburg wieder etwas von einem solchen Komplott. Albrecht der Bär, Pfalzgraf Adalbert von Sommerschenburg, Bischof Udo von Naumburg und Landgraf Ludwig von Thüringen planten danach ein gemeinsames kriegerisches Vorgehen gegen Herzog Heinrich.
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik. Paul List Verlag KG München 1977 Seite 168 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag 1993 Seite 114 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 156,165,169,175,177,331,337 - Pätzold, Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln 1997 Seite 132, 227,230 -