Gebhard IV.                                    Burggraf von Magdeburg (1190-1213)
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    - um 1213
 

Sohn des Burggrafen Burchard II. von Magdeburg aus dem Hause QUERFURT und der Mathilde von Gleichen, Tochter von Graf Lambert zu Tonna
 

Thiele, Andreas: Tafel 157
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

GEBHARD IV.
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        + um 1213

Burggraf von Magdeburg
Gebhard IV. folgte seinem in Palästina gefallenen Bruder Burchard III.

  oo um 1200
       LUITGARD VON NASSAU
               +

Tochter Ruprechts III.



Giese, Wolfgang: Seite 207
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"Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit"

Wäre nicht im Norden Deutschlands die Front am geschlossensten gewesen, dann hätte HEINRICH bestimmt nicht nach Erfurt den Reichstag einberufen, auf dem seine Gesandter Gebhard von Querfurt dann einsehen mußte, daß der Erbreichplan nicht durchzusetzen war [71 Vgl. Toeche, Heinrich VI., Seite 441f. und Perels, Erbreichplan, Seite 83f.].

Csendes, Peter: Seite 176,177,215 A
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"Heinrich VI."

Der Kaiser verließ vom Elsaß aus im Juli 1196 Deutschland, um nach Italien zu ziehen. Noch im Sommmer, möglicherweise auf einer Versammlung zu Merseburg artikuliert, begann sich in Sachsen und Thüringen der Widerstand zu konkretisieren. Offenbar entschloß man sich, durch Verzögerung der Kreuzzugsvorbereitungen den Kaiser zu einer Neuaufnahme der Verhandlungen zu zwingen. Eine Mahnung des Kaisers, die der Burggraf von Magdeburg, Gebhard von Querfurt - ein Bruder des Kanzlers -, den Fürsten in Erfurt vortrug, wurde kühl beantwortet.
HEINRICH hatte, wohl um seine Bereitwilligkeit zu zeigen, im August Gebhard von Querfurt nach Deutschland gesandt, um die Kreuzzugsvorbereitungen zu beschleunnigen.
Kamen mit Walter von Troia auch seine Verwandten in den Kreis des Herrschers, so läßt sich dieser Nepotismus auch in anderen Fällen belegen [42 Erwähnt seien Diether und Lothar von Hochstaden und Konrad von Querfurt und sein Bruder Gebhard.].

Fenske, Lutz: Seite 298
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen."

Die Burggrafen aus dem Querfurter Hause vollzogen nun einen raschen Aufstieg und entwickelten besondere Aktivität im Reichsdienst der staufischen Kaiser. In dieser Zeit liegt auch der Höhepunkt ihrer geschichtlichen Wirksamkeit. Die Burggrafen Burchard III., Gebhard IV. und ihr Bruder Konrad, der Kanzler König PHILIPPS war und nacheinander zum Bischof von Hildesheim und Würzburg erhoben wurde, kennzeichnen in der zweiten Hälfte des 12. und im beginnenden 13. Jahrhundert eine besonders glanzvolle Periode in der Geschichte des Querfurter Geschlechts. Namentlich Gebhard IV. und Konrad haben in der Reichspolitik eine bedeutende Rolle gespielt. Im Reichsdienst und durch die Königsnähe, daran kann kein Zweifel sein, hat das Geschlecht seine Geltung und sein Ansehen vergrößert.
 
 
 
 

 um 1200
  oo Luitgard von Nassau, Tochter des Grafen Ruprecht III.
             -
 
 
 
 

Kinder:

  Ruprecht I. Erzbischof von Magdeburg (1260-1266)
         -  1266

  Lukkardis
          -

  oo Walter IV. Graf von Arnstein und Barby
             - um 1263

  Gebhard V. Graf zu Querfurt
          - vor 1237

  Die Linie endete 1496.

  Burchard II. (IV.)  Graf zu Schrapelau
         -   1254        Graf von Mansfeld
 
 
 
 

Literatur:
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Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993 Seite 176,177, 215 A - Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 Seite 137 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 298,303 - Giese, Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit, Franz Steiner Verlag Wiesbaden 1979 Seite 207 - Perels, Ernst: Der Erbreichplan Heinrichs VI., Weidmannsche Buchhandlung  Berlin 1927 Seite 83 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 157 - Toeche Theodor: Kaiser Heinrich VI. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1965 Seite 441 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 1. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 7,232,377,378,386,389,433,440,460 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite I 288, II 134,148,305 -