Heinrich Zdik                                   Bischof von Olmütz (1126-1150)
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um 1090
1150


Sohn des N.N.


Lexikon des Mittelalters:
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86. H. Zdik, Bischof von Olmütz 1126-1150
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beherrschende Persönlichkeit der böhmisch-mährischen Kirche, entstammte wahrscheinlich einer böhmischen Kleriker-Familie, überragende Bildung und Reformideen weisen auf ein Studium im Westen hin. Durch seine Unterstützung der Herzöge von Böhmen gegen die Teil-Fürsten von Mähren und die Bekämpfung eigenkirchlicher Verhältnisse (Eigenkirche) in Schwierigkeiten geraten, wich Heinrich Zdik zeitweise in die Preußenmission aus, führte dennoch in Olmütz wichtige Reformmaßnahmen durch (Erhebung der Wenzelskirche zur neuen Kathedrale, Kapitel- und Liturgiereform, bedeutendes Skriptorium zur Herstellung kirchlicher Handbücher - meist nach bayerischen Vorlagen - und Anfertigung erster bischöflicher Urkunden in den böhmischen Ländern). Nach seiner Jerusalempilgerfahrt (1137/38), auf der sich Heinrich Zdik selbst der Augustinerregel unterwarf, führte er die Reformorden in seinem Wirkungsbereich ein (Prämonstratenser in Windberg/Bayern; Strahov, Doxan, Leitomischl/Böhmen; Hradisch/Mähren; ebenfalls Förderung der Zisterzienser). Von Bernhard von Clairvaux mit der Vorbereitung des Kreuzzugs in Böhmen betraut, nahm Heinrich Zdik selbst jedoch am sogenannten Wendenkreuzzug (1147) teil. Heinrich Zdik war ein Hauptvermittler zwischen König KONRAD III. und der Kurie; seine kirchenpolit. Bestrebungen wurden von seinem Verwandten, Bischof Daniel von Prag, weitergeführt.

P. Hilsch