Boriwoi II.                                       Herzog von Böhmen (1100-1107)(1117-1121)
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um 1065
2.2.1124
 

Sohn des Herzogs/Königs Vratislav II. von Böhmen aus dem Hause der PREMYSLIDEN aus seiner 2. Ehe mit der Swatawa von Polen, Tochter von Herzog Kasimir I.

Brandenburg Erich: Tafel 37 Seite 74
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

XI. 192c. BORZIWOI II.
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* ca. 1065,
1124

Herzog von Böhmen

Gemahlin:
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Gerberge, Tochter Markgraf Leopolds II. von der Ostmark
    
1141 13. VII.

Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Seite 6 Tafel 1
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"Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte"

BORIWOI II.
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2.2.1124

1101-1107 und 1117-1120 Herzog

  oo 1100
        HELBIRG (GERBERGA) VON BABENBERG
              
13.7.1142

Tochter des Markgrafen Liupold II. von Österreich


Thiele, Andreas: Tafel 80
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

BORSCHIWOY II.
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1124

Boriwoi II. folgte 1100 dem ermordeten Bruder Bretislav II. und stand in ständigem Gegensatz zu seinem Cousin Swatopluk. Er wurde 1107 von diesem verjagt, erstrebte 1109 wieder die Krone und wurde 1110-1117 von Vladislav I. inhaftiert. Er wurde 1117-1120 pro forma restituiert und wieder abgesetzt und auf Znaim beschränkt.

  oo GERBERGA VON ÖSTERREICH
             
1142

Tochter des Markgrafen Leopold II.


Fenske, Lutz: Seite 259,262
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen."

Zusammen mit einem böhmischen Aufgebot unter der Führung von Boriwoi, dem Sohn Wratislaws, und einem von ihm selbst aufgestellten Kontingent stieß Wiprecht von Groitzsch im Frühjahr 1081 bei Ulm zum Reichsheer, mit welchem HEINRICH IV. nach Italien aufbrach.
Nach dem Tode König Wratislaws, 1092, brachen in Böhmen lang andauernde Thronwirren aus, bei denen sich die verschiedenen Linien der PREMYSLIDEN um das böhmische Herzogtum stritt
en. In diesen inneren Kämpfen, in die auch HEINRICH V. eingriff, unterstützte Wiprecht die engere Familie seines Schwieger-Vaters und hier in besonderem Maße seinen Schwager Boriwoi, der schon auf dem ersten Romzug sein Waffengefährte gewesen war. Zu Beginn des Jahres 1110 ließ HEINRICH V. den Sohn Wiprechts, gemeinsam mit Boriwoi festnehmen und auf der Burg Hammerstein inhaftieren.

Lechner, Karl: Seite 119,121,130
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"Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246"

Mit Böhmen stellte Markgraf Leopold III. eine Verbindung dadurch her, dass er im Jahre 1100 seine Schwester Gerbirg mit Boriwoi, dem Sohn König Wratislaws von Böhmen, des alten Widersachers seines Vaters und kaiserlichen Parteigängers, vermählte.
Als sich HEINRICH IV. und sein Sohn HEINRICH V. im Herbst 1105  am Fluß Regen in der Ober-Pfalz gegenüberstanden, befanden sich die beiden Schwäger Markgraf Leopold III. von Österreich und Herzog Boriwoi von Böhmen im Gefolge des alten Kaisers. Durch allerlei Versprechen gelang es dem jungen König, die beiden Fürsten in der Nacht zum heimlichen Abzug aus ihrer Stellung zu bewegen, so dass der alte Kaiser an den Rhein flüchten mußte, wo er in Gefangenschaft seines Sohnes geriet.
Als in den Jahren 1118/19 König Stephan II. von Ungarn in die Mark und in das Reich eingefallen war, drang Markgraf Leopold gemeinsam mit seinem Schwager Boriwoi bis nach Ungarn vor, wo sie eine "Burg, die die eiserne heißt" - wahrscheinlich Eisenstadt - zerstörten und die Umgebung verwüsteten.
 
 
 
 

18.10.1100
    oo Gerberga von Österreich, Tochter des Markgrafen Leopold II.
              
13.7.1141
 
 
 
 
 
Kinder:

  Jaromir Herzog zu Znaim
      
1134
 
  Leopold Herzog zu Olmütz
       
um 1157
 
 
 
 

Literatur:
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Böhmenchronik des Cosmas von Prag mit zwei Fortsetzungen - Boshof, Egon: Die Salier. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1987, Seite 264,269 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 37 Seite 74 - DIE SALIER UND DAS REICH. Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich der Salier. (Hg.) Stefan Weinfurter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 Band II Seite 143 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 259,262 - Lechner, Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite 119,121,130,145 - Meyer von Knonau, Gerold: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V. 1. - 7. Band, Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1890 - Palacky Franz: Geschichte von Böhmen 1842 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 80 - Wegener, Wilhelm Dr. jur.: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag Göttingen 1962-1969 Seite 6 Tafel 1 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Rheinisches Archiv. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2004 Seite 219,332-336,337, 344,354,369,391, 828 -