Barnim III. der Große                                Herzog von Pommern-Stettin (1334-1368)
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1298-24.8.1368
 

Einziger Sohn des Herzogs Otto I. von Pommern-Stettin und der Katharina von Holstein, Tochter von Graf Gerhard II.
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1475
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Barnim III. der Große, Herzog von Pommern-Stettin 1320-1368
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* vor 1300 + 24.8.1368

Trat als Mitregent seines Vaters Otto I. (+ 1344) die Regierung des Herzogtums Pommern-Stettin an, die er bald maßgeblich bestimmte. Nachdem die Pommern-Herzöge nach dem Aussterben der märkischen ASKANIER (1319/20) die Lehnshoheit ihres Landes zunächst dem Bistum Kammin (1320), dann Papst Johannes XXII. (1331) aufgetragen hatten, erreichte Barnim 1338 nach längeren Verhandlungen, außenpolitisch gesichert durch ein 1337 mit König Johann von Böhmen geschlossenes Bündnis, die Anerkennung seiner Reichsunmittelbarkeit durch LUDWIG DEN BAYERN. Das Zugeständnis brandenburgischer Erbanwartschaft auf das Herzogtum Pommern-Stettin unter Ausschluß der Rechte der Wolgaster Linie des GREIFENHAUSES rief jedoch erhebliche Widerstände der pommerschen Städte hervor, die Barnim erst in den 40-er Jahren überwinden konnte. 1348 ging Barnim zu KARL IV. über, zu dem er auch später enge Beziehungen wahrte und den er 1365 auf seiner Reise nach Burgund und Avignon begleitete. Durch Errichtung einer Herzogsburg in Stettin mit dem Hofkollegiatstift St. Otto (13469 schuf Barnim einen festen Residenz- und Verwaltungsmittelpunkt für das pommersche Herzogtum. Barnim betonte die politische und historische Sonderstellung Pommerns insbesondere durch die Verehrung des heiligen Otto von Bamberg, dessen Verdienste als Apostel von Land und Dynastie er in zahlreichen Kultstiftungen festhielt.
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Heinrich Klauser: Seite 30
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"Lexikon deutscher Herrscher und Fürstenhäuser"

Barnim III., Herzog von Pommern-Stetin
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um 1303-24.8.1368

Barnim III. löste Pommern aus der brandenburgischen Lehenshoheit und erreichte die Anerkennung als Reichslehen durch Kaiser KARL IV. Stettin wurde zu seiner Residenz.
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Barnim III. der Große war seit 1320 Mitregent seines Vaters und führte 1325 zusammen mit den Wolgaster Vettern den Erbkrieg um Rügen-Pommern gegen Mecklenburg, half es zu sichern und behauptete es mit gegen Brandenburg. Er anerkannte auf dem Frankfurter Hoftag eine Eventualerbfolge der Kurfürsten von Brandenburg, was den Gegensatz zu den Wolgaster Vettern erneuerte und verschärfte, ebenso die Streitigkeiten mit den Landesständen. Er mußte 1343 das Erbrecht der Vettern anerkennen, verbündete sich mit der Hanse und schloß mehrere wirkungslose Landfriedensbündnisse gegen das immer stärker werdende Fehde- und Raubritterunwesen. Durch Kaiser KARL IV. erhielt er 1348 die Reichsunmittelbarkeit bestätigt, half dafür gegen die Wittelsbacher in Brandenburg und unterstützte den "Falschen Waldemar". Er behauptete die östliche Uckermark mit Schwedt und Angermünde und führte 1350-1354 erneut Kriege gegen Mecklenburg wegen Rügen, das behauptet wurde. Er versuchte 1363 mehrmals, zwischen Dänemark und Hanse zu vermitteln und begleitete 1365 Kaiser KARL IV. mit nach Burgund. Nach seinem Tode nahm der Ständeeinfluß durch die Bruderkriege stark zu.
 
 
 
 

um 1330
  oo Agnes von Braunschweig-Grubenhagen, Tochter des Herzogs Heinrich II.
               -   1371 nach 2.7.
 
 
 
 

Kinder:

  Kasimir III.
  nach 12.6.12.6.1348- 1372 nach 24.8. gefallen

  Swantibor I.
  1351-21.6.1413

  Bogislaw VII.
  um 1355-   1404 nach 19.11.