Helferich                                        Markgraf der Nordmark (1112-1118)
------------                                       Graf von Plötzkau
um 1075-   1118
 

Einziger Sohn des Grafen Dietrich von Plötzkau und der Mathilde von Walbeck, Tochter von Burggraf Konrad von Magdeburg
 

Brandenburg Erich: Tafel 13 Seite 26
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XII. 90. HELFERICH, Graf von Plötzkau, Markgraf der Nordmark 1112 25 XII.
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* ..., + 1118

Gemahlin:
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nach 1106

ADELE, Tochter des Kuno von Northeim (siehe XII. 230.)
        +

Anmerkungen: Seite 142
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XII. 90. - 93.

Ann. Saxo 1049,1087,1118. S.S. 6, 688,724,755.



Thiele Andreas: Tafel 222
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

HELFERICH
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    + 1118

War Graf von Plötzkau, Hecklingen und Walbeck und wurde 1112 durch Kaiser HEINRICH V. Markgraf der Nordmark anstelle des für abgesetzt erklärten Markgraf Rudolf I. von Stade, seines Schwagers. Er konnte sich gegen ihn, der später wieder eingesetzt wurde, nie durchsetzen, spielte als Markgraf keine Rolle und resignierte.

  oo ADELE VON NORTHEIM
              + 1123

Tochter des Kuno Grafen von Beichlingen, Witwe Dietrichs III. von Katlenburg



Meyer von Knonau, Gerold: Band 6 Seite 252
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V."

Eine Reichsversammlung wurde nach Goslar einberufen und da, wohl Ende März, gegen die fehlbaren Friedensstörer das Urteil gefällt. Die Nordmark erhielt Graf Helperich von Plötzke übertragen; als ein mit den Grafen von Stade verschwägerter angesehener Mann empfahl er sich zu dieser Nachfolge [Die Annales Patherbrunnendes fahren nach der Stelle in n. 58 fort: Ducatus Ottoni de Ballenstad committitur, marchia Helperico (I. c). Die Beziehung Helperichs zu den STADER Grafen gehen aus der in n. 58 herangezogenenn Stelle des Annalista Saxo, a. 1087, hervor: Huic Udoni (sc. dem ob. Seite 14 genannten Markgrafen) erat uxor Irmingardis, soror Helperici comitis de Ploceke, habuit que ex ea filium nomine Heinricum (sc. den in n. 58 genannten Neffen Rudolfs) et duas filias.].

Fenske Lutz: Seite 86-90,343
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen"

Die Grafen von Plötzkau, um die es sich hier handelt, werden erst mit dem 1118 gestorbenen Grafen Helperich in den Quellen erkennbar. Nachrichten über seine im 11. Jahrhundert lebenden Vorfahren sind wie in vielen anderen Fällen den Mitteilungen des Annalista Saxo zu danken. Innerhalb eines seiner Genealogieexkurse kommt dieser auf die Vorfahren Graf Helperichs zu sprechen und nennt dabei in aufsteigender Generationsfolge Alvericus de Kakelinge, Graf Bernhard und Graf Dietrich. Von ihnen ist der Letztgenannte der Vater Helperichs von Plötzkau. Die chronologische Zuordnung erfährt eine indirekte Bestätigung durch die Beobachtung, dass das Auftreten Helperichs als politisch handelnden Person erst in die Zeit nach 1100 fällt.
Helperich starb 1118 aller Wahrscheinlichkeit nach in jüngerem Lebensalter, denn seine Schwester Irmingard - sie starb 1153 - überlebte ihn um 35 Jahre.
Aber noch durch eine weitere Eheverbindung war Siegfried mit den Nachkommen Ottos von Northeim verwandt. Aus der Ehe seines Großvaters mit Adela von Löwen-Brabant stammten außer seiner Mutter Adelheid zwei weitere Töchter. Von ihnen hatte Kunigunde, also eine Tante Siegfrieds, in zweiter Ehe Kuno von Beichlingen, einen der Söhne Ottos von Northeim, geheiratet. Aus dieser Ehe gingen vier Töchter hervor, die also Kusinen Siegfrieds waren. Durch die zweite Ehe der Adela, einer dieser Töchter, war Siegfried mit einem weiteren ostsächsichen Fürsten, dem Grafen Helperich von Plötzkau, verschwägert.

Partenheimer Lutz: Seite 27,45,209,228,285
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Als dieser Friedrich auf der Burg Salzwedel festsetzte, enthob der darüber empörte Herrscher Rudolf und Lothar im März 1112 ihrer Ämter. Neuer Markgraf der Nordmark wurde Helperich von Plötzkau, Sachsen erhielt Otto von Ballenstedt.
Denn wahrscheinlich in Quedlinburg empfing Graf Konrad von Plötzkau die Nordmark. Er war der Sohn jenes Helperich, der das Gebiet schon 1112 kurzfristig von Kaiser HEINRICH V. erhalten hatte, und ein Vetter Heinrichs von Stade [281 Die Schwester von Konrads Vater Helperich, Irmgard, hatte Udo III. von Stade geheiratet (siehe EN 132). Der 1128 verstorbene Sohn Heinrich war beider Sohn.].
Kunigunde die Jüngere, Tochter aus der Vermählung mit dem BEICHLINGER, ehelichte Wiprecht von Groitzsch, ihre Schwester Adela den Grafen Dietrich von Katlenburg, nach dessen Tod (1106) den Grafen Helperich von Plötzkau.
Wir erinnern uns, daß Bernhard anfangs den Kampf des ASKANIERS um Sachsen unterstützt [908
Siehe oben Seite 71 mit EN 549, 551 f.] und dieser einer Verfügung des Grafen 1145 zugestimmt hatte, vielleicht als schon in Aussicht genommener Erbe der PLÖTZKAUER [909 Siehe EN 831; KW, Nr. 155 a. Mit Bezug auf Heinrich den Löwen vermutete Otto von Heinemann: Albrecht der Bär (wie EN 1), Seite 173, daß der seine Ansprüche an Adela knüpfte, die als Enkelin Ottos von Northeim den Grafen Helperich von Plötzkau geheiratet hatte (siehe EN 103). Da Adelas Mutter Kunigunde eine Schwester Adelheids von Weimar-Orlamünde, der Großmutter Albrechts des Bären, war, könnte auch dieser eventuell seine Forderung mit der durch Helperichs Gemahlin vermittelten Verwandtschaft begründet haben.].
 
 
 
 

  oo 2. Adela von Northeim, Tochter des Grafen Kuno
           um 1090-   1123

     1. oo Dietrich III. Graf von Katlenburg
                     -12.8.1106
 
 
 
 

Kinder:

  Konrad
         -10.1.1133

  Bernhard II.
         -26.10.1147

  Irmgard Äbtissin von Hecklingen
         -1.10. vor 1176
 
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik Seite 67,97,113,126 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 13 Seite 26,142 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 86-89,343 - Giesebrecht Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Vierter Band Staufer und Welfen. Braunschweig 1877 Seite 39 - Meyer von Knonau, Gerold: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V. 1. - 7. Band, Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1890 Band 6 Seite 252 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 27, 45,71,209,213,228,285 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 222 -