Dietrich                                          Herzog von Polen
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um 995/1000- nach 1033
 

Sohn des Prinzen Mieszko von Polen aus dem Hause der PIASTEN; Enkel von Herzog Mieszko I. von Polen aus seiner 3. Ehe mit Oda von Haldensleben, Tochter von Markgraf Dietrich
 

Thiele, Andreas: Tafel 333
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

DYTRYK
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    + nach 1032

In den polnischen Thronkriegen zeitweise Herzog von Polen.



Wolfram Herwig: Seite 237,238
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"Kaiser Konrad II. Kaiser dreier Reiche."

Dann fiel Bezprym, der Sohn von Mieszkos ungarischer Stiefmutter, mit russischer Hilfe im Osten Polens ein. Ihn unterstützte ein anderer Halbbruder Mieszkos, Otto, und auch ein Vetter ersten Grades namens Dietrich aus der Haldenslebener Verbindung seines Großvaters Mieszko I. trat als Prätendent auf [57 Ludat, An Elbe und Oder 54-56.].
Auch der zweite Halbbruder Mieszkos starb bald nach seinem Herrschaftsantritt, dürfte aber einen natürlichen Tod gefunden haben. Und der Vetter Dietrich konnte sich, wenn er überhaupt sein Teilfürstentum je betreten hat, bestenfalls in der pomoranischen Peripherie und damit außerhalb des eigentlichen Polen halten.

Ludat, Herbert: Seite 55-56
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"An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa"

Denn soviel scheint sicher, daß auch das Haus HALDENSLEBEN die Anwartschaft auf das piastische Erbe in Polen niemals preisgegeben hatte und seine Hoffnungen darauf nicht aufgegeben waren: Die Einsetzung Dietrichs [382d Zur Person Dietrichs (patruelis Mieszkos II.) als Enkel Mieszkos I. und der Oda vgl. O. Balzer, Genealogia Piastow, Seite 57f.; K. Buczek, in: Polski Slownik Biograficny, Band 6, 1948, Seite 68; als Sohn Dedis und der Thietburga von Haldensleben vgl. G. Labuda, Czy ksiazeta zachodniopomorscy wywodzili sie z Pistnow, in: Studia i materjaly do dziejow Wielkopolski i Pomorza, Band 4, 1958, Seite 42. - Aber auch an einen Sohn Pribilsavs und der Mathilde, der nach dem Großvater genannt sein könnte, ließe sich denken.], der höchstwahrlich ein Enkel oder Neffe Odas und damit ein naher Verwandter Bernhards gewesen ist, in einem Teilgebiet des PIASTEN-Landes durch KONRAD II. im Jahre 1033 läßt darauf schließen, daß auch in der Zwischenzeit Boleslaw Chrobry dem erneuten Aufstieg dieses Geschlechts der HALDENSLEBENER nicht gleichgültig gegenübergestanden haben dürfte.
Ähnlich wie nach dem Tode Mieszkos I. damals Boleslaw sah dieses Mal Mieszko II. die Einheit der PIASTEN-Staates, die durch seine und Richezas Krönung sofort nach demm Tode des Vaters unmißverständlich betont worden war und deshalb auch das Mißfallen am deutschen Hof erregt hatte, durch die Ansprüche seíner Brüder und der Nachkommen und Anverwandten aus Odas Geschlecht aufs schwerste bedroht, was die Zeugnisse dieser Jahre und die nachfolgenden Ereignisse klar bestätigen. Zu seinen einflußreichsten Gegnern auf sächsischer Seite zählte fraglos das Haus HALDENSLEBEN, vor allem Bernhard, der Markgraf der Nordmark, und Dietrich, der Sohn der Thietburga.
 
 
 
 

Literatur:
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Annalen von Hildesheim ad a. 1032 - Ludat, Herbert: An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa, Böhlau Verlag Weimar 1995 Seite 55 Anm. 382d - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 333 - Wolfram Herwig: Kaiser Konrad II. Kaiser dreier Reiche. Verlag C.H. Beck München 2000 Seite 237 -