BOMENEBURG, Grafen von
 

Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 390
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Bomeneburg, Grafen von
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Die Grafen von Bomeneburg, deren Haus der zweitälteste Sohn Ottos von Northeim, Siegfried III. (+ 1107), begründete und das mit dessen Sohn, Siegfried IV. - zugleich dem letzten NORTHEIMER -, 1144 in männlicher Linie ausstarb, gehörten zu den einflußreichsten sächsischen Dynasten ihrer Zeit. Urkundlich wurden sie zuerst 1123 nach der südlich Eschwege gelegenen Bomeneburg benannt; ihr Herrschaftsbereich - im wesentlichen identisch mit dem Ottos von Northeim - erstreckte sich vor allem zwischen Oberweser, Rhume und Leine sowie zwischen Fulda und Werra und reichte weit nach Westfalen hinein (unter anderem Vogtei über Kloster Corvey; Komitate besonders im Bistum Paderborn). Das Erbe der BOMENEBURGER fiel an die Grafen von Winzenburg.

Literatur:
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K.H. Lange, Der Herrschaftsbereich der Gf.en v. Northeim 950-1144, 1969 [Lit.].