Jüngerer Sohn des Grafen
Burkhard I. von Moosburg und einer namentlich unbekannten Tochter
des Grafen Berchtold II. von Diessen
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Dr. Wilhelm Wegener: Seite 174
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6. Berthold
Gegenerzbischof von Salzburg 1085-1090, 1097-1106
+ c 1115 vgl. Hans Widmann, Geschichte Salzburgs I. (1907),
224. F. s. folgendes: de hoc Pertoldo ...
res exigit aliqua dicere... de Mosburch hunc fuisse, fratrem nobilissimi
principis (5, aus der Rückschau) Purchardi Vita Chunradi archiep.
(geschrieben 1170/77) SS 11, 66 f
HEINRICUS imperator... beato Timoni
canonice electo superposuit quendam Pertoldum. qui a vulgo Prunzagel dictus
est, oriundus de Mosburch, castello Bawarie Chronicon Gurcense (geschrieben
nach 1180) zu 1088 SS 23, 8 f. Obwohl sich erst 7 urkundlich von Moosburg
nennt, dürfen diese beiden annalistischen Zeugnisse, so spät
sie sind, für die Heimat Bertholds
als richtig angesehen werden. Moosburg ist wohl von den Grafen Altmann
I. und Altmann II. her als Besitz der GRÖGLINGER (siehe Hirschberg)
anzusprechen, aber er muss in der fraglichen Zeit schon an die MOOSBURGER
verlehnt gewesen sein, weil sich Udalschalk I. 1102 nicht nach Moosburg,
sondern dem benachbarten Gündlkofen benannte (siehe Hirschberg n 8)
(1097 Mai) Regensburg siehe 5
1106 8/11 der gewesene Gegenerzbischof von
Salzburg Berthold, filius quondam Purchardi,
schenkt seinen Verwandten, dem Ehepaar Konrad und Mathilde, das Schloss
Attems (Friaul) Kärnt. UB 3, 218 n 538.
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Berchtold wurde 1085 erstmals Gegenerzbischof
von Salzburg, 1090 wieder verjagt und war 1097-1106 Erzbischof von Salzburg.
In seinem Erzbistum herrschte totale Anarchie.