Otto I.                                            Graf von Rheineck
--------                                            Pfalzgraf bei Rhein (1125-1137)
um 1080-   1150
 

Sohn des Gegen-Königs HERMANN VON SALM und der Sophia von Formbach
 

Brandenburg Erich: Tafel 12 Seite 24
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XI. 57. OTTO I., Graf von Rheineck
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* ca. 1080, + 1150

Gemahlin:
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ca. 1115/20
Gertrud, Tochter des Grafen Heinrich von Northeim (siehe XIII 110)
      + nach 1154 Witwe des Pfalzgraf Siegfried

Anmerkungen: Seite 137
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XI. 57. Otto I., Schaudel a.a.O.
Er heiratet nach 1113 und vor 1129, nach dem Alter des Kindes wohl sicher vor 1120.
Über Gertrud siehe von Wyß, Hess. Urkdb. 1, 3, 414f.
Schaudel, 53, erwähnt noch eine Schwester Mathilde, angeblich Gräfin von Homburg und Stifterin des Klosters Salival. Ich habe keine Quellenzeugnisse gefunden, die ihre Einreihung an dieser Stelle belegen könnten.



Thiele Andreas: Tafel 67
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

OTTO I.
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    + 1150

Graf von Rheineck, Vogt von Rolandswerth, Graf von Bentheim und Titular-Pfalzgraf bei Rhein; durch die Frau (= Schwester von Kaiserin Richenza) eng mit Kaiser LOTHAR befreundet; besitzt großen Einfluß am Niederrhein

um 1115
  oo Gertrud von Northeim, Tochter und Erbin des Markgrafen Heinrich von Friesland
              + vor 1165

Witwe des Pfalzgrafen Siegfried von Lothringen



Otto I. wurde nach seiner Burg Rheineck unterhalb Andernachs genannt und war auch Vogt von Rolandswerth und Graf von Bentheim. Mit Kaiser HEINRICH V. lebte er in gespanntem Verhältnis, denn dieser zog 1121 gegen die von dem RHEINECKER erbaute Burg Treis an der Mosel. Während der Regierung seines Schwagers LOTHAR III. VON SUPPLINBURG erfreute er sich ausgezeichneter Beziehungen zum Hofe. Otto führte sogar neben seinem Stiefsohn den Pfalzgrafentitel. Während der Fehde mit dem Erzbischof von Trier scheiterte sein Versuch, sich der Burg Arras bei Bertrich an der Mosel zu bemächtigen. Den Kürzeren zog er auch in einer Fehde mit Pfalzgraf Hermann von Stahleck. Dieser nahm sogar Ottos gleichnamigen Sohn gefangen und erdrosselte ihn 1149 auf seinem Schloß Schönburg bei Oberwesel.

Hildebrand Ruth: Seite 64
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"Herzog Lothar von Sachsen"

Otto von Salm-Rheineck entstammte einem Zweig des luxemburgischen Geschlechts, der im Gegensatz zur damals kaisertreuen Hauptlinie antikaiserlich eingestellt war; die SALMER waren die "schwarzen Schafe" der Familie. Otto hatte den Gegen-König HERMANN VON SALM zum Vater, der bezeichnenderweise eine FORMBACHERIN heiratete, also eine Dame aus einem der papsttreuesten Geschlechter. LOTHARS Mutter war - wie wir wissen - eine FORMBACHERIN. Wenn also Gertrud diesen Otto von Rheineck zum Wahrer ihres pfalzgräflichen Erbes wählte, so konnte sie auf sein Engagement bauen, das traditionell antikaiserlich war und zugleich eng mit dem Erzbistum verbunden, auch mit ihm konkurrierend. Daher kann es uns nicht wundern, daß seit etwa 1121, seit der Heirat Ottos mit Gertrud, im Moselgebiet eine antikaiserliche Fronde entstand. Otto von Rheineck hatte sogar aus der kaisertreuen luxemburgischen Sippschaft einen Verbündeten gewonnen, den Grafen Wilhelm, verheiratet mit Liutgard, einer Tochter Kunos von Beichlingen und der Kunigunde. Damit war Wilhelm durch seine Frau nun auch Angehöriger des orlamündischen Clans und Verwandter LOTHARS. Otto und Wilhelm haben bis zum Tode HEINRICHS V. gemeinsame Aktionen gegen Gottfried von Calw unternommen. Wir können die Vorgänge im einzelnen nicht mehr genau rekonstruieren; fest steht aber, dass 1125 Kaiser HEINRICH die gewaltsame Bereicherungen Gottfrieds von Calw verurteilte, die dieser schon acht Jahre lang betrieben habe - Otto von Salm ist Zeuge -, fest steht auch, dass 1122 Graf Wilhelm kriegerischer Übergriffe wegen von Erzbischof Bruno in Bann getan wurde.
Otto von Rheineck trat sofort nach seiner Heirat als Konkurrent Gottfrieds von Calw mit eigenen Aktionen auf den Plan. 1122 war Berthold, Graf von Trechirgaus und Gründer des Stiftes Ravengiersburg ohne Erben gestorben. Dessen Besitz scheint Otto beansprucht und bei der "villa Treis" in diesem Zusammenhang gegen den Kaiser eine Burg erbaut zu haben. In einem besonderen Feldzug eroberte sie der Kaiser 1121. Bei Karden/Treis begann eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Mosel und Rhein nach dem kaiserlichen Boppard. Selbst unter der Regierung seines eigenen Verwandten LOTHAR ließ der Rheinecker, während er mit dem Kaiser in Italien weilte, durch Helfershelfer die erzbischöfliche Burg Arras berennen. Er versuchte also mit Hartnäckigkeit, sich an Mittel - und Untermosel, wo der alte pfalzgräfliche Besitz besonders dicht war, wieder eine feste Position zu schaffen.

Gerstner Ruth: Seite 69-71
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"Die Geschichte der lothringischen und rheinischen Pfalzgraf von ihren Anfängen bis zur Ausbildung des Kurterritoriums Pfalz"

1136 beteiligte er sich am Romzuge LOTHARS. Auch sein Stiefvater Otto von Rheineck machte dieses Unternehmen mit. Damals muss Otto den Pfalzgrafentitel erhalten haben, denn unter diesem erscheint er in drei königlichen Urkunden von 1136 und 1137, während 1135 und im August 1136 noch von Otto de Rinegge die Rede ist. Man kann diesen Titel des Rheineckers wohl nicht durch die Ehe mit der Witwe des Pfalzgrafen Siegfried erklären, diese Verbindung muss lange vorher geschlossen worden sein. Bloß angeeignet scheint Otto sich den Titel auch nicht zu haben, denn mehrere Schriftsteller nennen ihn ebenfalls Palatinus. Es scheint, dass der Titel ihm von LOTHAR zuerkannt wurde, da Otto ja mit seinem Stiefsohn um die Pfalzgrafschaft gekämpft hatte und möglicherweise auch die Güter mit Wilhelm verwaltete. Als nach dem Tode des BALLENSTÄDTERS der König an Hermann von Stahleck das Pfalzgrafenamt übertrug erscheint Otto deshalb wieder ganz selbstverständlich als comes, sogar neben seiner Gattin, wenn diese als palatina comitissa bezeichnet wird. Ob Otto wirklich als Pfalzgraf anzusehen ist, bleibt fraglich: Die Ansprüche späterer Amtsnachfolger auf Rheineck und Treis lassen darauf schließen, dass er die Funktion eines comes palatinus wirklich ausübte. Auch nennt die Urkunde des Erzbischofs Arnold von Köln aus dem Jahre 1146 (4. Februar) Otto von Rheineck "prefatorum principum (es sind dies Heinrich von Laach; Siegfried und Wilhelm) successor. In diesem Falle handelt es sich aber nur um die Vogtei von Laach.
Nach dem Tode des RHEINECKERS zerstörte KONRAD III. seine Burg bei Niederbreisig, und die Pfalzgrafen als Amtsnachfolger glaubten, ein Recht darauf zu haben. So erscheint es wahrscheinlich, dass Otto mit Wilhelm gemeinsam alle Rechte des Pfalzgrafen ausübte und deshalb wohl auch für die Vermehrung des pfalzgräflichen Besitzes sorgte. Es ist möglich, dass der Auftrag, den der RHEINECKER von Italien aus den Brüdern Guarner erteilte, nämlich sich mit List der dem Erzbischof von Trier gehörenden Burg Arras an der Mosel zu bemächtigen, der Vergrößerung des pfalzgräflichen Besitzes zugute kommen sollte. Der Erfolg dieses Anschlages blieb Otto versagt, denn Adalbero eroberte bei seiner Rückkehr aus Italien die Burg wieder. Auch der Anspruch auf den Besitz der Kirchen von Albich, Weinheim und Gauksheim sollte wohl eine Abrundung der pfalzgräflichen Güter bedeuten.
Allem Anschein nach führte also Otto keinen leeren Titel, sondern war gemeinsam mit Wilhelm Herr der Pfalz und erscheint oft in den königlichen Urkunden. So inhaltslos wurde der Pfalzgrafentitel nie, daß der RHEINECKER ihn sich hätte zulegen können lediglich auf Grund der Ehe mit der Witwe Siegfrieds. Immer blieb die Bezeichnung comes palatinus in Verbindung mit einem Anspruch auf das Territorium der Pfalz. Wenn später einmal der jüngere Otto von Rheineck in den Ann. Egmund., "Palatinus item comes Otto de Rinekke, filius Ottonis et Gertrudis comitisse, frater comitisse Sophie Holtlandensis" genannt wird, so mag das ein Beweis sein, dass er seine Ansprüche auf die Pfalzgrafschaft noch nicht aufgegeben hatte, und tatsächlich musste sich Hermann von Stahleck gegen ihn zur Wehr setzen.
Schon seit dem Regierungsantritt KONRADS trug Otto von Rheineck den Pfalzgrafentitel nicht mehr, anscheinend war ihm der neue König von Anfang an nicht gnädig gestimmt und dachte nicht daran, ihn in das Amt einzusetzen. KONRAD zog das Pfalzgut daher ein und handelte wie HEINRICH V. und LOTHAR: Er sicherte sich das Rheinland durch Besetzung der Pfalzgrafschaft mit einem verlässlichen Parteigänger. Er übertrug seinem dritten Bruder Heinrich Jasomirgott von Österreich die Pfalz.

Partenheimer Lutz: Seite 79,216,245
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Kurz nach dem Ende des Wormser Reichstages starb am 13. Februar 1140 Pfalzgraf Wilhelm bei Rhein ohne Nachkommen. Zwar hatte KONRAD III. dem von Kaiser LOTHAR als Wilhelms Nachfolger vorgesehenen Grafen Otto von Rheineck, dem zweiten Gemahl von Wilhelms Mutter, 1138 den Pfalzgrafentitel entzogen, aber als Herzog von Sachsen kam Albrecht der Bär sicher kaum als Nachfolger in der lothringischen Pfalzgrafschaft in Frage. Außerdem gedachte sie der STAUFER wie im Falle Bayerns seinen Verwandten aus dem Hause der BABENBERGER zuzuwenden. Auf dem Reichstag zu Frankfurt Ende April/Anfang Mai 1140 übergab König KONRAD seinem Halbbruder Heinrich Jasomirgott die Rheinpfalzgrafschaft.
[Dieser Zustand erneuerte sich nach dem wahrscheinlich 1133 erfolgten Tode Gottfrieds von Calw, weil LOTHAR ihm 1134 in Gestalt Ottos von Rheienck (Burg über dem linken Rheinufer, nordwestlich von Andernach) einen Nachfolger gab. So sollte der Übergang der Pfalz nach dem Tod des söhnelosen Wilhelm auf die RHEINECKER gesichert werden. Otto war Wilhelms Stiefvater, da er nach dem Tode Pfalzgraf Siegfrieds I. (1113) dessen Witwe Gertrud, Richenzas Schwester, geehelicht hatte, die 1154 noch lebte. KONRAD III. entzog dem RHEINECKER jedoch 1138 die Pfalzgrafenwürde, um das Amt nach Wilhelms Ableben (1140) erst an den BABENBERGER Heinrich Jasomirgott und 1142 oder 143 an Graf Hermann von Stahleck zu verleihen. Otto von Rheineck starb 1150, sein gleichnamiger Sohn hatte den Kampf um die Pfalz gegen den STAHLECKER eröffnet, fiel dabei 1148 in dessen Hände und wurde im gleich oder im nächsten Jahr auf der Schönburg bei Oberwesel erdrosselt.]
[Der kinderlose Wilhelm plante wohl, den zweiten Mann seiner Mutter, den Grafen Otto von Rheineck, zum Erben einzusetzen. Deswegen konnte Adalbero von LOTHAR III., der Wilhelms Vorhaben billigte, nicht die gewünschte Reichsabtei St. Maximin erlangen. Odilo Engels nimmt deshalb an, daß der Trierer KONRADS Wahl aus Furcht vor Wilhelm betrieb. W. Petke: Kanzlei; Seite 185f., 387f., meint hingegen, daß der Kaiser den RHEINECKER, zu dem er vielleicht verwandtschaftliche Beziehungen hatte und der Richenzas Schwager war, Anfang Januar 1134 neben Wilhelm von Orlamünde-Ballenstedt als Pfalzgrafen eingesetzt habe.]

Renn, Heinz: Seite 158-159
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"Das erste Luxemburger Grafenhaus"

Eine Urkunde von 1125 gibt Otto die Bezeichnung "de Salmana". Im allgemeinen wird er nach Rheineck, einer Burg oberhalb Andernachs, genannt. Später tritt er mit dem Pfalzgrafentitel auf. Daß es sich stets um den Sohn des Gegen-Königs handelt, beweisen die Annales von Disibodenberg eindeutig: "Ipsius (Herimanni regis) filius erat Otto palatinus comes de Rinecke" [76 SS. XVII, Seite 8. Otto von Rheineck behauptet auch die Vogtei über die Abtei Maria-Laach; siehe oben Seite 134.].
Otto von Rheineck ist vermählt mit Gertrud, der Witwe des Pfalzgrafen Sigfrid, der als zweiter Nachfolger Heinrichs von Laach diese Würde in Lotharingien innehat (1099-1113). Seine Gemahlin ist ist wie Richenza, die junge Gemahlin Kaiser LOTHARS, eine Tochter Heinrichs des Fetten von Nordheim und der Gertrud von Braunschweig.
Während der Sohn des Gegen-Königs mit HEINRICH V. in gespanntem Verhältnis zu stehen scheint, sodaß dieser gegen die von dem RHEINECKER erbaute Burg Treis an der Mosel 1121 zu Felde zieht, erfreut sich Otto unter der Regentschaft seines Schwagers LOTHAR VON SUPPLINBURG (1125-1137) ausgezeichneter Beziehungen zum Hofe. In zahlreichen Urkunden finden wir ihn in der Umgebung des Kaisers. Von 1134-1137 führt Otto sogar neben seinem Stiefsohn Wilhelm den Titel "comes palatinus" und urkundet als erster aller Pfalzgrafen mit dem Zusatz "de rheno".
Um die Zeit, als das erste regierende Luxemburger Grafenhaus ausstirbt (1136), lebt Otto von Rheineck auf Kriegsfuß mit Erzbischof Albero von Trier. Sein Versuch, sich durch Helfershelfer der Burg Arras bei Bertrich an der Mosel zu bemächtigen, scheitert allerdings. Den kürzeren zieht er auch in einer Fehde mit Pfalzgraf Hermann von Stahleck (1142-1156). Dieser nimmt sogar Ottos gleichnamigen Sohn, einen Grafen von Bentheim (an der mittleren Ems) gefangen und erdrosselt ihn 1049 auf seinem Schloß Schönburg bei Oberwesel. Im folgenden Jahr stirbt auch der Vater, Otto von Rheineck.
Otto von Rheineck hinterläßt nur eine Tochter Sophie, die mit Theoderich VI. von Holland vermählt ist.

Schaab Meinrad: Seite 30,31,34
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"Geschichte der Kurpfalz"

Dabei stellte sich Gottfried von Calw die Witwe Siegfrieds von Ballenstedt, Gertrud von Nordheim, entgegen. Sie hatte, vielleicht um ihre Güter besser zu sichern, in zweiter Ehe den Edelherrn Otto von Salm geheiratet, der sich fortan nach der Burg Rheineck bei Breisig, ebenfalls Pfalzgrafenerbe, nannte. Der Kaiser selbst griff in diese Kämpfe ein, erlitt aber durch die mit den Kölnern verbündeten Anhänger der Ballenstedt-Rheinecker bei Andernach eine Niederlage. Gottfried konnte jedoch im wesentlichen die pfalzgräfliche Position an der Mosel behaupten. Dort sah sich Otto von Rheineck zum Nachgeben gezwungen, nachdem der Kaiser 1121 seine Burg Treis an der Mosel gebrochen hatte.
Sein Stiefvater Otto von Rheineck führte ab 1135 ebenfalls, aber nie in einer Urkunde mit Wilhelm zusammen den Pfalzgrafentitel. 1134 wird Otto von Rheineck erstmals in einer nicht kanzleigefertigten Urkunde für Lüttich als Pfalzgraf bezeichnet. In den folgenden Jahren hat das anscheinend auch die kaiserliche Kanzlei bisweilen selbst so gehandhabt, wenn Wilhelm abwesend war, und immer nur in Urkunden für den niederlothringischen Raum westlich Aachen. Auf dem zweiten Italienzug 1136/37 begleiteten LOTHAR der bayrische Pfalzgraf Otto von Wittelsbach und Otto von Rheineck, während Wilhelm offensichtlich in den rheinischen Landen geblieben ist. Daher erscheint nur Otto von Rheineck regelmäßig als Pfalzgraf in den Zeugenreihen. Man könnte sagen, sowohl um das Gefolge des Kaisers aufzuwerten als auch um Otto mit der Vertretung seines Stiefsohnes auszuzeichnen.
So setzte KONRAD III. nach Wilhelms söhnelosen Tod 1140 seinen eigenen Halbbruder, den BABENBERGER Heinrich Jasomirgott, zum rheinischen Pfalzgrafen ein. Gertrud von Nordheim wurde mit bescheidenem Witwengut ausgestattet. Das Orlamünder Erbe in Thüringen kam an Albrecht den Bären.
Es war nur zu natürlich, daß diese Pfalzgrafenmacht in scharfe Konkurrenz zu ihren großen Nachbarn geriet. An der Mosel mußte sich die nämliche Konstellation gegenüber Trier ergeben, wie sie früher am Eifelnordrand gegenüber Köln bestanden hatte. Anlaß zum Streit wurde die Burg Treis. Otto I. von Rheineck hatte sie, obwohl sie ihm schon von König KONRAD III. abgenommen worden war, dem Erzbischof Albero von Trier abgetreten.
Am Mittelrhein wurde der Konflikt mit den RHEINECKERN mit gewaltsamer Härte gelöst. Otto II. von Rheineck, der nochmals einen Aufstand gewagt hatte und nach der Eroberung der Burg Schöneck bei Oberwesel in Hermanns Hände gefallen war, fand den Tod durch Erdrosseln. Sein Vater Otto I. starb 1150. Erst Hermanns Nachfolger konnte sich dessen Burgen Rheineck und Cochem durch Eroberung sichern.
 
 
 
 

 1115
  oo 2. Gertrud von Northeim, Tochter des Grafen Heinrich der Fette
            um 1090-  um 1151/vor 1165

     1. oo Siegfried Graf von Ballenstedt
                    -9.3.1113
 
 
 
 

Kinder:

  Otto II.
         -   1149 ermordet
        Schloß Schönburg

  Sophie Erbin von Bentheim
         -   1176

 1140
  oo Dietrich VI. Graf von Holland
             -6.8.1157

  Beatrix
        -

   oo Wulbrand I. von Hallermund Markgraf von Friesland
               -   1167
 
 
 

Literatur:
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Bernhardi, Wilhelm: Jahrbücher der Deutschen Geschichte Konrad III., Verlag von Duncker & Humbolt Leipzig 1883 Seite 748 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 12 Seite 24,137 - Gerstner, Ruth: Die Geschichte der lothringischen und rheinischen Pfalzgrafschaft von ihren Anfängen bis zur Ausbildung des Kurterritoriums Pfalz, Ludwig Röhrscheid Verlag Bonn 1941 (Rheinisches Archiv 40) Seite 69-71 - Heinzelmann, Josef: Der Name Sophia als genealogisches Indiz und Problem, II. Teil: Sophia von Salm und von Spanheim, sowie die Vererbung des rheinischen Pfalzgrafenamts, in: Archiv für Familiengeschichtsforschung, 6, Seite 285-305 - Hildebrand Ruth: Herzog Lothar von Sachsen. Verlag August Lax Hildesheim 1986 Seite 64 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 79,94,110,216,231,245,247,268 - Renn, Heinz: Das erste Luxemburger Grafenhaus, Bonn 1941 Seite 158-159 - Schaab Meinrad: Geschichte der Kurpfalz. Verlag W. Kohlhammer 1988 Seite 30,34 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 67 -