Margarete von Troppau                 Markgräfin von Mähren
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um 1330- Anfang 1363
 

Tochter des Herzogs Nikolaus II. von Troppau aus dem Hause der PRZEMYSLIDEN aus seiner 1. Ehe mit der Anna von Ratibor, Tochter von Herzog Premislaw
 

Schwennicke, Detlef: Tafel 18
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser"

MARAGARETA
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* 1330, + 1362

  oo 1353
       JOHANN HEINRICH Markgraf von Mähtren (LUXEMBURG-WIGERICHE)
                + 12.XI.1375



Hoensch, Jörg K.: Seite 120
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"Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437."

Der angeblich impotente Johann Heinrich war bereits 1345 Vater eines illegitimen Sohens geworden und hatte nach der im Jahr 1349 erfolgten kanonischen Scheidung von Margarete Maultasch Margarete von Troppau und später Margarete von Österreich geheiratet und konnte sich an drei Söhnen und zwei Töchtern erfreuen.

Schnith Karl: Seite 320
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"Frauen des Mittelalters in Lebensbildern."

Bischof Ulrich berief die Beteilgten erst am 30.5.1349 für den Juli nach Stams zum Ehescheidungsprozeß ein. Mitte Juli 1349 übergaben die Vetreter Margaretes und Johanns in Stams dem Churer Bischof die Beglaubigungsschreiben. Der Prokurator Margaretes beeidete, daß Johann ihr zehn Jahre beigewohnt habe. Mindestens drei Jahre hindurch hätten sie versucht, den Koitus zu vollziehen, aber es sei ihnen nicht gelungen. Johann sei so "verhext" gewesen, daß es nicht zur Vereinigung gekommen sei. Die Markgräfin bestätigte die Scheidungsgründe Johanns und erklärte, sie habe Ludwig den Brandenburger geheiratet, ohne das Urteil der Kirche abzuwarten. Der Vertreter Johanns erklärte, dieser habe die Fähigkeit, anderen Frauen beizuwohnen und wünsche nun zu heiraten und sein Geschlecht fortzupflanzen. Man plädierte also für die geschlossene, aber nicht vollzogene Ehe. Pikant war auch, daß Johann einen unehelichen Sohn ahtte, den späteren Propst Johann von Vysehad. Bei anderen Frauen war Johann offensichtlich genausowenig impotent wie Margarete unfruchtbar war. Nach Matthias von Neuenburg sprach der Bischof die Scheidung wegen "Zauberei" aus. Am 21.7.1349 wurde das Verfahren vom Churer Bischof mit der Ehescheidung abgeschlossen.
Markgraf Johann von Mähren heiratete Ende 1349 Margarete von Troppau, die ihm 1351 den Sohn JOBST gebar, der später zum deutschen Gegen-König gewählt werden sollte.
 
 
 
 

 1350
  oo Johann Heinrich Markgraf von Mähren
       12.2.1322-12.11.1375
 
 
 
 

Kinder:

  JOBST Markgraf von Mähren
  1351-18.1.1411

  Prokop
  1350/60-24.9.1405

  Johann Sobeslaw Bischof von Olmütz (1387-1394)
  1356-12.10.1394

  Katharina
  1353-   1378 vor 17.2.

  oo Heinrich Herzog zu Falkenberg
             -14.9.1382

  Elisabeth
  1355-20.11.1400

 1366
  oo 1. Wilhelm I. Markgraf von Meißen
           19.12.1343-10.2.1407
 
 
 
 

Literatur:
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Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 120 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 300,320 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 18 -