Konrad I.                                        Graf von Luxemburg (1059-1086)
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um 1040-8.8.1086
(* vor 1040 Hoensch)

Begraben: Münsterabtei zu Luxemburg
 

Ältester Sohn des Grafen Giselbert von Luxemburg
 

Brandenburg Erich: Tafel 3 Seite 7
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

X. 37. KONRAD I., Graf von Luxemburg, Vogt von St. Maximin und Malmedy
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* ..., 1086 8. VIII.

Gemahlin:
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(wohl ca. 1075)
Clementia, angeblich Gräfin von Longwy
        + nach 1129

Anmerkungen: Seite 134
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X. 37. Konrad I. wird gewöhnlich für den älteren Bruder gehalten; sicher ist die Reihenfolge nicht zu bestimmen; da er aber offenbar erst ziemlich spät geheiratet hat, möchte ich ihn doch als den jüngeren ansehen. Sonst Schötter, Luxemburg 49 f. - Über Clementia siehe Wyß, Hess. Urkdb. 1,3, 410f. Sie lebte noch 1129 als Witwe Gerhards von Geldern; ihre Geburtszeit wird also um 1055/60 anzusetzen sein. Da sie ihrem Gemahl mindestens 6, vielleicht 7 Kinder gebar, dieser aber 1086 starb, wird man die Vermählung um 1075 ansetzen können; jedenfalls hatte sie 1083 schon mehrere Kinder, siehe Duchesne, Luxemb. pr. 50. - Über ihre Herkunft haben wir nur die Angabe Alberichs von Trois-Fontaines, S. Seite 23, 851, der sie fälschlich Ermesinde nennt und als Gräfin von Longwy bezeichnet. Daß sie dem Geschlecht der Grafen von Elsaß angehörte, etwa als Tochter Adalberts, der auch von Longwy genannt wird, des 1048 verstorbenen Herzogs von Ober-Lothringen, wie H. Witte, Lothr. Jb. 5,2, 72 und 6, annimmt, erscheint mir schon der Altersverhältnisse wegen ausgeschlosen.



Thiele Andreas: Tafel 66
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

KONRAD I.
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    + 1086

Folgte dem Vater und teilt mit dem Bruder; Vogt von St. Maximin, Stablo, Echternach, Malmedy; hat dieselben Fehden wie der Vater und setzt zeitweise Erzbischof Eberhard von Trier gefangen, daher zeitweise gebannt, steht im kaiserlichen Lager gegen seinen Bruder und beschwört mit den Vettern einen Gottesfrieden; Luxemburg-Stadt wird durch ihn endgültig Mittelpunkt des Landes; stiftet Hauskloster Münster/Luxemburg; beendet sein fehdereiches Leben mit einer Bußfahrt nach Palästina und stirbt dort.

  um 1070
  oo CLEMENTIA-ERMENGARD VON POITOU
                 +

Tochter des Herzogs Wilhelm VII. von Aquitanien



Konrad I. folgte dem Vater als Graf von Luxemburg, Vogt von St. Maximin, Stablo, Echternach und Malmedy und teilte mit seinem Bruder HERMANN. Er war eifrig bemüht, seine Grafschaft in den Trierer Raum hinein abzurunden. Als er seinen Feind, den Erzbischof Eberhard von Trier, überfiel und gefangen nach Luxemburg führte, musste er reumütig um Verzeihung bitten, da er und sein Land mit Bann und Interdikt belegt wurden. Konrad und seine Vettern Hermann von Gleiberg und Heinrich von Laach standen treu zu Kaiser HEINRICH IV. und unterstützten ihn tatkräftig gegen seine Feinde, auch gegen den Bruder. Am 6.7.1083 legte Konrad den Grundstein zur Münster-Abtei in Luxemburg und stattete seine Stiftung mit Gütern um Luxemburg, Mersch, Kapellen, Esch und Grevemacher aus. Auf der Rückreise von einer Wallfahrt, die er zur Sühne gelobt hatte, starb er.
 
 
 
 

    1065
  1. oo Ermesinde von Aquitanien, Tochter des Herzogs Wilhelm Peter
                   - vor 1083

  2. oo 1. Clementia von
      x               - nach 1129
 

        2. oo Gerhard Graf von Geldern
                 1085-   1117
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Adalbero Propst von Metz
          -   1097 enthauptet
          Antiochia

  Rudolf Abt von St. Vanne
  um 1068-   1099

  Heinrich III. Graf von Luxemburg
  um 1065-   1096

  Konrad
        -

  Wilhelm Graf von Luxemburg
  um 1070-   1129

  Mathilde
         -

 1087
  oo Gottfried I. von Metz Graf von Blieskastel
            -

  Ermesinde I.
  1080-24.6.1141
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 3 Seite 7,134 - Hlawitschka Eduard: Die 'Verwandtenehe' des Gegenkönigs Hermann von Salm und seiner Frau Sophie. Ein Beitrag zu den Familienbeziehungen der rheinischen Ezzonen/Hezeliniden und des Grafenhauses von Formbach/Vornbach. Festschrift für Andreas Kraus zum 80. Geburtstag. In: Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, Band 140, Verlag C.H. Beck München 2002 - Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 14 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 509-510 - Renn, Heinz: Das erste Luxemburger Grafenhaus, Bonn 1941 Seite 140-148,150-153 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 66 - Twellenkamp, Markus: Das Haus der Luxemburger, in: Die Salier und das Reich, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992 Band 1 Seite 475,487-493,499 -