Katharina von Mähren                               Herzgin von Falkenberg
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1353-   1378 vor 17.2.
 

Begraben: Glogau St. Bartholomäus
 

Älteste Tochter des Markgrafen Johann Heinrich von Mähren aus seiner 2. Ehe mit der Margarete von Troppau-Jägerndorf, Tochter des Herzogs Nikolaus II.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 82
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

KATHARINA
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* 1353, + 1378 vor 17.II.

  oo vor 2.II. 1372
       HEINRICH Herzog von Falkenberg
                + 14.IX.1382

Begraben: beide Glogau St. Bartholomäus



Thiele Andreas: Tafel 70
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

KATHARINA
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    + 1378

  oo Heinrich, Herzog zu Falkenberg
              + 1382



Veltrup Dieter: Seite 355-356
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„Zwischen Eherecht und Familienpolitik“

KARL schlug eine Verbindung seiner Nichte Catharina mit dem dritten Sohn des HABSBURGERS, dem späteren Albrecht III., vor, auf die dessen Vater einging. Um ihm politische Festigkeit zu verleihen, erhielt es durch die Beantragung der erforderlichen Dispens eine über vertraglichen Absprachen hinausgehende religiöse Bestärkung.
Im Jahre 1366 ergab sich eine Konstellation, die es KARL angezeigt erscheinen ließ, Albrecht, der nach dem Tod seines Bruders Rudolf IV. Oberhaupt der habsburgischen Dynastie geworden war, jetzt mit seiner eigenen Tochter Elisabeth zu vermählen. Aus diesem Grund löste er Albrechts frühere Bindung zu deren mährischer Cousine auf. Für Catharina verabredete KARL später eine Ehe mit Herzog Heinrich von Falkenberg, mit dem sie am 2. Februar 1372 bereits verheiratet war. Die beiden waren im 4. Grad miteinander verwandt, aber es bestand noch eine weitere, höchst interessante Beziehung zwischen ihnen: Heinrichs Schwester Jutta war nämlich die 3. Frau von Catharinas Großvater mütterlicherseits, Herzog Nikolaus II. von Troppau, der durch diese Ehe zum Schwager seiner eigenen Enkelin wurde. KARL hatte Catharina eine Heimsteuer von 4.000 Mark ausgesetzt und die Hälfte davon in bar bezahlt - für die geplante Ehe mit Albrecht hatte er ihr noch 10.000 Mark als Mitgift in Aussicht gestellt. Allein am Vergleich dieser Summen zeigt sich, dass die junge Fürstin, die zeitweilig als Nichte des Königs und Kaisers der Realisierung von dessen hochfliegenden Plänen dienen sollte, in die provinzielle Bedeutungslosigkeit zurücksank, als KARL mit der Geburt seines Erben der Sorge für den Fortbestand seiner Dynastie enthoben war. Als Catharina kurz vor ihrem Onkel ohne Hinterlassung von Kindern starb, veranlaßte KARL ihren Witwer sogar dazu, auf die Restforderung, die ihm aus der Heimsteuer seiner Frau noch zugestanden hätte, zu verzichten.
 
 
 
 

  oo Heinrich Herzog zu Falkenberg
  x         -14.9.1382
 
 
 
 

Literatur:
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Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 82 - Stoob Heinz: Kaiser Karl IV. und seine Zeit. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 210 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 70 - Veldtrup, Dieter: Zwischen Eherecht und Familienpolitik. Studien zu den dynastischen Heiratsprojekten Karls IV., Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit Verlag Fahlbusch/Hölscher/Rieger Warendorf 1988 Seite 355-356 -