Eva von Luxemburg                       Gräfin von Metz
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975-19.4.1040
 

Tochter des Grafen Siegfried I. von Luxemburg und der Hadwig von Lothringen, Tochter von Herzog Giselbert; Schwester der Kaiserin Kunigunde
 

Brandenburg Erich: Tafel 5 Seite 10
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

VIII. 51. EVA
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     + nach 1020 3. II.

Gemahl:
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Gerhard, Graf im Elsaß
        + nach 1020

Anmerkungen: Seite 127
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VIII. 51. Eva

Siehe Hirsch, Heinrich II. 1, 535,537. Thietm. 7,45 nennt Siegfried, Sohn des Grafen Gerhard, nepos der Kaiserin Kunigunde. Dies könnte auch eine entferntere Verwandtschaft bezeichnen; indessen spricht der Name des Sohnes dafür, daß Gerhards Gemahlin Kunigundens Schwester war. [VIII 77]



Werner Karl Ferdinand: Band IV Seite 471
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"Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation)"

VIII. 68-78
Kunigundes Schwester Eva starb nicht nur nach 1020 II 3, wie Brandenburg angibt, sondern erst nach 1040 (Renn 114); ihr Gemahl, Graf Gerhard, starb 1024/33 (Renn 103f., gegenüber Brandenburg: "nach 1020"). -



Thiele Andreas: Tafel 66
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

EVA
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    +
 

  oo Gerhard I. Graf im Elsaßgau (Onkel Kaiser KONRADS II.)
               + wohl 1033



Glocker Winfrid: Seite 332,358
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik."

VII. 92. Gerhard ("Mosellensis")
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    + (1020/21)/1033 am XII 28

Graf von Metz bezeugt 1012-1020/21

oo Eva, Tochter Graf Siegfrieds von Luxemburg
            + IV 19

Die elsässischen Grafen Gerhard und Adalbert sind als Geschwister Adelheids, der Mutter Kaiser KONRADS II., bei Wipo in der Gesta Chounradi c. 2, S. 15 f., bezeugt; die Filiation dieser Geschwister hat Hlawitschka, Anfänge S. 135-147, aufgezeigt.
Vgl. ebd. S. 86-90 zu den einzelnen Quellenbelegen für Graf Gerhard.

S 19) Hadwig, "consobrina Heinrici regis"
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  oo Eberhard (Eppo), Graf von Nellenburg, Graf im Zürichgau und Vogt von Einsiedeln
               + c 1030/34

Die Schaffhauser Annalen a. 1009, SS V 388, berichten uns von der Heirat Graf Eppos von Nellenburg mit Hadwig, einer Verwandten HEINRICHS II. Zu dieser Hadwig weiß die Tradition des Nellenburger Hausklosters Allerheiligen sogar weitergehend, sie sei " des hohen kaiser Hainriches swester Tochter" gewesen (Buch der Stifter Seite 2) Dieses Problem hat die Genealogen mehrfach beschäftigt, ohne daß ihnen freilich - wie Hirsch Band 1, Seite 339 ff., nach dem Referat der einzelnen Erkärungsmodelle resümiert - eine überzeugende Lösung gelang. Nach Hirsch hat sich Gisi, Haduwig passim, mit der Frage beschäftigt: er sieht in Hadwigs Vater in Graf Gerhard von Elsaß und macht somit Hadwig zur Tochter der Eva, einer Tochter Graf Siegfrieds von Luxemburg; auf diese Weise wäre Hadwig, wenn auch keine "swester tochter", so doch die Tochter einer Schwägerin Kaiser HEINRICHS II. gewesen. Eckhardt, Eschwege Seite 89-93, macht hingegen die Eppo-Gemahlin Hadwig zu einer Tochter Herzog Burchards II. von Schwaben und dessen Gemahlin Hadwig, die ja eine Schwester Herzog Heinrichs des Zänkers gewesen ist. Gegen die These Eckhardts konnte Zotz, Breisgau Seite 143f., vorbringen, daß Ekkehard IV. von St. Gallen c. 90, Seite 184, berichtet, die Ehe zwischen Burchard II. und Hadwig wegen des Altersunterschiedes der Ehegatten gar nicht vollzogen worden. Dennoch, so Zotz weiter, bringe die Identifizierung Eckhardts wenn auch keinen gesicherten Nachweis, so doch einen gebündelten Hinweis auf die enge Verwandtschaft zwischen BURCHARDINGERN und NELLENBURGERN". Hils, Grafen Seite 18, wies in seiner Studie zu den NELLENBURGERN auf die Thesen Gisis hin, die "auch ... nur eine Hypothese, wenn auch eine sehr wahrscheinliche" seien.



Wipos Leben Konrads II.: Seite 539
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in: Ausgewählte Quellen zur Deutschen Geschichte des Mittelalters Band XI

2. Die Königswahl.
 
Zwischen dem Mainzer und dem Wormser Gebiete ist ein Platz von weiter Ausdehnung, welcher wegen seiner ebenen Lage eine sehr große Menschenmenge faßt und in Folge der Inselverstecke für geheime Berathungen sicher und geeignet ist; doch über Name und Lage des Ortes genauer zu berichten überlasse ich den Topographen, ich aber kehre zu meiner Aufgabe zurück. Indem dort alle Großen und, wenn ich so sagen soll, das Mark und der Kern des Reichs sich versammelten, schlugen
sie hier an beiden Seiten des Rheines ihr Lager auf. Da dieser Gallien von Deutschland trennt, kamen von deutscher Seite die Sachsen mit den ihnen anwohnenden Slaven, die Ostfranken, die Noriker und die Alamanen zusammen. Von Gallien her aber vereinigten sich die am Rheine wohnenden Franken, die Ripuarier und die Lothringer. Es handelt sich um das Höchste, man schwankt bei der Unsicherheit der Wahl, zwischen Hoffnung und Furcht schwebend fragten Verwandte sich einander nach den verschiedenen Wünschen, und Freunde lange Zeit sich gegenseitig aus. Galt ja doch die Berathung nicht einer Sache von gewöhnlicher Bedeutung, sondern einer solchen, die da, wenn sie nicht mit warmem Herzen in größtem Eifer  geschmiedet wurde, den ganzen Reichskörper ins Verderben zog.
Und um mich eines bekannten Wortes zu bedienen: Wohl  bekommt es dem Munde, daß die Speise gut gekocht werde, welche roh genommen Gefahr bringt; und wie man sagt: Ein  Heilmittel, welches für das Auge bestimmt ist, muß vorsichtig bereitet werden! Da solcher Maaßen lange gestritten wurde, wer König sein sollte, und da dem einen ein bald noch zu unreifes, bald ein zu hohes Alter, dem andern sein noch nicht genügend erprobter Charakter, manchem ein offenkundiger Uebermuth hindernd im Wege stand, so wurden unter den vielen wenige gewählt, und aus den wenigen nur zwei ausgesondert, bei denen nun die schließliche Entscheidung, nachdem sie von den bedeutendsten Männern mit der größten Sorgfalt lange berathen war, endlich in einheitlicher Wahl zur Ruhe gelangte.
Es waren zwei Kunone, von denen der eine, weil älter an Jahren, der ältere Kuno genannt wurde, der andere aber der jüngere Kuno hieß, beide in Deutschfranken durch sehr vornehme Herkunft hervorragend, zwei Brüdern entstammend, von denen der eine Hezel, der andere Kuno hieß. Diese aber waren, wie wir hören, Söhne des Frankenherzogs Otto, mit noch zwei  anderen, Bruno und Wilhelm, von denen Bruno auf den apostolischen Stuhl der Römischen Kirche zum Papste erhoben, mit Aenderung seines Namens Gregor hieß; Wilhelm aber, der Bischof von Straßburg wurde, diese Kirche zu wunderbarer Blüthe erhoben hat. Während die beiden vorgenannten Kuno's, wie gesagt, väterlicherseits von sehr edler Herkunft waren, waren sie von mütterlicher Seite nicht weniger ausgezeichnet. Die Mutter des jüngeren Kuno, Mathilde, stammte von der Tochter Konrads, des Königs von Burgund. Die Mutter des älteren Kuno, Adelheid, war einem sehr vornehmen Geschlechte der Lothringer [79 Adelheid, vermählt 1) mit Konrads II. Vater Heinrich, 2) mit einem fränkischen Adligen (Sohn: Bischof Gebhard III. von Regensburg, 1036-1060), starb 1037/46. Brüder: Gerhard von Elsaß (vermählt mit Eva von Luxemburg, Schwester der Kaiserin Kunigunde), Hugo III. von Egisheim und Adalbert; mit ihnen kämpfte Konrad am 27. August 1017 gegen den Kaiser (vgl. Thietmar VII, 45) bzw. gegen Herzog Gottfried von Nieder-Lothringen. Anlaß: Nachfolge in Kärnten.] entsprossen. Diese Adelheid war eine Schwester der Grafen Gerhard und Adalbert, die, in stetigem Kampfe mit Königen und Herzogen liegend, schließlich sich kaum bei der Wahl ihres Verwandten, des Königs Konrad beruhigten; und ihre Ahnen, so erzählt man, stammten von dem alten Geschlechte der trojanischen Könige ab, welche unter dem seligen Bekenner Remigius das Joch des Glaubens auf sich nahmen.

Weinfurter, Stefan: Seite 69,194
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"Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten."

Als Parteigänger des Königs zeichnete sich der bereits erwähnte Graf Gerhard vom Elsaß aus, der mit Eva, einer Schwester der Königin, verheiratet war.
Kunigundes Schwester Liutgard war seit 980 die Frau des Grafen Arnulf von Westfriesland. Eine andere Schwester, Eva, war noch vor dem Jahr 1000 Gerhard von Ober-Lothringen angetraut worden.

Twellenkamp, Markus: Seite 481
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"Das Haus der Luxemburger" in: Die Salier und das Reich

[42 Gerhard von Metz war der Mann der Eva, einer Schwester Kunigundes; vgl. Hirsch, Jahrbücher Heinrichs II., Band 1 (wie Anmerkung 34), Seite 535.]
 
 
 
 

 1000
  oo Gerhard Graf von Metz
       965-28.12.1024/25
 
 
 
 

Kinder:

  Siegfried
        -   1017

  Berscinda Äbtissin von Remiremont
         -14.5. vor 1052
 
 
 
 

Literatur:
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Baumgärtner, Ingrid (Hg): Kunigunde - eine Kaiserin an der Jahrtausendwende, Furore Verlag Kassel 1997 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 5 Seite 10,127 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 332,358 - Hils, Kurt: Die Grafen von Nellenburg im 11. Jahrhundert, Bernhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1967 Seite 18,67 - Hirsch, Siegfried: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich II., Verlag von Duncker & Humblot Berlin 1864 Band I Seite 339,535,537 - Hlawitschka, Eduard: Studien zur Äbtissinnenreihe von Remiremont (7.-13. Jh.), Saarbrücken 1963, Seite 14,52,62,71 - Hlawitschka, Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische Studien zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9.,10. und 11. Jahrhundert, Saarbrücken 1969, Seite 63,83,88-92,112,119,121,124,136,138,146,178 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 401 - Renn, Heinz: Das erste Luxemburger Grafenhaus, Bonn 1941 Seite 83,101,103,104, 114 - Thietmar von Merseburg: Chronik Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1992 Seite 403 - Twellenkamp, Markus: Das Haus der Luxemburger, in Die Salier und das Reich, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1992 Band 1 Seite 481 - Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1999, Seite 69,194 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf Band IV Seite 471 - Wipos Leben Konrads II. in: Ausgewählte Quellen zur Deutschen Geschichte des Mittelalters Band XI Seite 539 -